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  • Abteilung 5
    24.11.2017
    Natura 2000-Managementplan für das Fauna-Flora-Habitat Gebiet „Odenwald Brombachtal“ ist fertiggestellt

    ​Der Managementplan für das 1.474 Hektar große Natura 2000-Gebiet ist fertig gestellt. Der Plan liegt ab dem 1. Dezember 2017 im Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises und im Regierungspräsidium Karlsruhe öffentlich aus. Für die Gebiete des europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“ werden im Auftrag der Regierungspräsidien Natura 2000-Managementpläne erstellt. Mit Hilfe dieser Managementpläne soll der Schutz und die Erhaltung der in Natura 2000-Gebieten vorkommenden Lebensraumtypen und Arten der Fauna-Flora-Habitat (FFH-RL)- und der Vogelschutz-Richtlinie umgesetzt werden.

    Das fast vollständig von Hessen umschlossene FFH-Gebiet „Odenwald Brombachtal“ im Norden Baden-Württembergs beherbergt eine aus europäischer Sicht besonders schützenswerte Lebensraumausstattung. Es erstreckt sich im Rhein-Neckar-Kreis über die Markungen von Brombach (Eberbach), Heddesbach und Altneudorf (Schönau) und umfasst rund 200 Hektar offene Wiesentäler, umgeben von rund 1200 Hektar Wald. Ulfenbach, Brombach und Finkenbach gliedern die Landschaft nördlich des Neckars am Rande des Buntsandstein-Odenwaldes. Als naturnahe Fließgewässer mit flutender Wasservegetation und guter Wasserqualität sind sie auch für Arten wie Groppe und Bachneunauge geeignet.

    Bei der Erstellung des Managementplans konnten im gesamten Gebiet acht Lebensraumtypen und zehn Arten der FFH-RL nachgewiesen werden. Als Lebensraumtypen sind Hainsimsen-Buchenwälder und Flachland-Mähwiesen prägend. Nur kleinräumig findet man Artenreiche Borstgrasrasen, Feuchte Hochstaudenfluren und Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation. Große Bereiche des Gebiets sind Lebensstätten von europäisch geschützten Schmetterlingen. Während die Spanische Flagge die blütenreichen Wald- und Wegränder nutzt, besiedeln die Dunklen und Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulinge die feuchten Mähwiesen. Zudem sind unter anderem drei Moosarten und zwei Fledermausarten von europäischer Bedeutung zu finden. So ist auch das zweitgrößte Wochenstubenquartier des Großen Mausohrs im Regierungsbezirk Karlsruhe Bestandteil des FFH-Gebiets.

    Im Managementplan wurden in gemeinsamer Abstimmung mit Fachverwaltungen, Gemeinden, Forst- und Landwirtschaftsvertretern und Naturschützern Ziele und Maßnahmen formuliert, die einen dauerhaften Erhalt und eine weitere Entwicklung dieser wertvollen Lebensräume und Arten sicherstellen. Verschiedene Fördermöglichkeiten unterstützen die Bewirtschafter bei der konkreten Umsetzung von Maßnahmen. So kann ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Europa geleistet werden, der der Verantwortung für naturnahe Lebensräume und deren seltene Bewohner gerecht wird.

    Der Plan kann ab 1. Dezember 2017 zu den ortsüblichen Öffnungszeiten in den nachfolgend genannten Dienstgebäuden eingesehen werden:

    Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Muthstr. 4, 74889 Sinsheim und
    Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat Naturschutz und Landschaftspflege, Karl-Friedrich-Straße 17, 76133 Karlsruhe.

    Eine vorherige Terminvereinbarung wird empfohlen.

    Weitere Informationen zu den Natura 2000-Managementplänen finden Sie im Beteiligungsportal auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter Umwelt/Natura-2000 Gebiete/Rhein-Neckar-Kreis.

    Die Unterlagen stehen außerdem ab dem 1. Dezember 2017 zum Download auf der Internetseite der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) bereit:

    http://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/44926

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