Pressemitteilung

Jahresbilanz Straßenbau 2020

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder: Ausgaben von rund 363 Millionen Euro für den Straßenbau im Regierungsbezirk Karlsruhe

 

B 463 Westtangente Pforzheim, 1. BA - Knotenpunkt B10/B463 Blickrichtung Pforzheim, Copyright: Regierungspräsidium Karlsruhe

B 463 Westtangente Pforzheim, 1. BA - Knotenpunkt B10/B463 Blickrichtung Pforzheim

„Die Investitionen in das Straßennetz des Bundes und des Landes sind im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. So wurden im Regierungsbezirk Karlsruhe im Jahr 2020 rund 363 Millionen Euro für den Straßenbau ausgegeben. Das sind etwa 44 Millionen Euro mehr als im Jahr 2019“, bilanzierte Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder heute, 2. März 2021.

In das Bundesfernstraßennetz wurden rund 272 Millionen und in das Landesstraßennetz rund 58 Millionen Euro investiert. Darin enthalten sind Bau- und Erhaltungs- sowie Unterhaltungskosten. Hinzu kommen erforderliche Ingenieuraufträge zur Vorbereitung und Abwicklung der Projekte in Höhe von rund 20 Millionen Euro. Mit etwa 13 Millionen Euro wurden zudem der kommunale Straßenbau, die kommunalen Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sowie die Sanierung der Brücken in den Kreisen sowie Städten und Gemeinden gefördert.

„Die Erhaltung des bestehenden Straßennetzes ist weiterhin von besonderer Bedeutung und hat hohe Priorität“, so die Regierungspräsidentin. Im Regierungsbezirk Karlsruhe wurde im Jahr 2020 eine Fülle von Erhaltungsmaßnahmen umgesetzt. So wurde zum Beispiel ein Millionenbetrag in den Erhalt der Straße und neue Stützwände der L 83 zwischen Bühlertal und Sand investiert.

Investitionen in Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen

Auf den Autobahnen wurden auch im Jahr 2020 Fahrbahnschäden von Grund auf und nachhaltig behoben. So konnte zum Beispiel auf der A 656 die Erneuerung der Überführung über die Bahn bei Mannheim-Friedrichsfeld für rund 30 Millionen abgeschlossen werden.

Bund und Land investierten außerdem im Jahr 2020 Millionenbeträge in den Bau von Ortsumgehungen sowie in den Um- und Ausbau der Bundesstraßen und in den Neu- und Ausbau der Landesstraßen. Als finanzielle Schwerpunkte nannte Sylvia M. Felder die weiteren Maßnahmen an der Westtangente Pforzheim (B 463), den drei-streifigen Ausbau der B 38 in Weinheim, die Ortsumgehungen Adelsheim (B 292) und Ladenburg (L 597) und die Ortsumgehung Horb (Neckartalquerung) im Zuge der B 32.

 

Investitionen in die Radwegeinfrastruktur

Auch die Radwegeinfrastruktur wurde weiter ausgebaut. Dazu zählen der Radweg entlang der L 96 (Wolftalradweg) und die Radwegmaßnahme an der L 546, zwischen Mühlhausen und Malsch. Darüber hinaus wurde an der B 462 im Murgtal, zwischen Weisenbach und Gernsbach-Hilpertsau, mit dem Bau der Radwegbrücke begonnen.

 

Förderprogramme nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

Von großer Bedeutung für den kommunalen Straßenbau, die kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur und die kommunale Brückensanierung sind die Förderprogramme nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Mit den jährlich fortgeschriebenen Programmen werden schwerpunktmäßig der Bau und der Ausbau von innerörtlichen und verkehrswichtigen Straßen, Fuß- und Radwege sowie Brückensanierungen der Kommunen bezuschusst. Die Kommunen im Regierungsbezirk Karlsruhe erhielten darüber im letzten Jahr Fördermittel in Höhe von rund 13 Millionen Euro.

 

Nachfolgend sind exemplarisch Maßnahmen aufgeführt, die im letzten Jahr begonnen, weitergeführt oder fertiggestellt wurden.

 

Bundesfernstraßen

Neu- und Ausbau Bundesautobahnen

A 8, Pforzheim Nord – Pforzheim Süd „Enztalquerung“:

Länge: 4,8 km; Gesamtkosten: 340,3 Millionen Euro, weitergeführt

Erhaltung Bundesautobahnen

A 5, Fahrbahndeckenerneuerung Ladenburg Bauabschnitt I:

AS Dossenheim – AS Ladenburg

Besonderheit BA I: 24-Stunden Baustelle

Länge je 3,3 km, Gesamtkosten BA I und BA II: rund 20 Millionen Euro, fertiggestellt

A 5, Erneuerung Saalbachkanalbrücke und Kammerforststraßenbrücke bei Bruchsal:

Kosten: rund 19,8 Millionen Euro, weitergeführt

A 5, grundhafte Erneuerung St. Leon-Rot:

Länge: 6,6 km; Gesamtkosten: rund 65 Millionen Euro, weitergeführt

A 8, Fahrbahndeckenerneuerung Bergwald II 2020, Fahrtrichtung Stuttgart, Autobahndreieck Karlsruhe – Anschlussstelle Karlsbad:

Länge: 7,0 km, Kosten: rund16,0 Millionen Euro, in 2020 begonnen und fertiggestellt

A 656, Erneuerung Überführung über die Bahn bei Mannheim-Friedrichsfeld: Kosten: rund 28,9 Millionen Euro, fertiggestellt

Neu- und Ausbau Bundesstraßen

B 32, Ortsumgehung Horb (Neckartalquerung):

Länge 2,1 km, Kosten: rund 63 Millionen Euro, weitergeführt

B 292, Ortsumgehung Adelsheim:

Kosten: rund 55 Millionen Euro, weitergeführt

B 463, Westtangente Pforzheim – Bauabschnitt 1.03, Rohbau Arlinger Tunnel Länge BA 1.03: 1,3 km; Kosten BA 1.03: rund 76,0 Millionen Euro; Kosten Gesamtprojekt: rund 115 Millionen Euro, weitergeführt; Tunneldurchschlag am 14.12.2020

Um- und Ausbau Bundesstraßen

B 27, 3-streifiger Ausbau zwischen L 523 und Buchen-Süd:

Kosten, rund 3,3 Millionen Euro, begonnen und fertiggestellt

B 38, 3-streifiger Ausbau Weinheim:

Länge: 1,3 km; Kosten: rund 8,5 Millionen Euro, weitergeführt

B 39 / L 722, Umbau Lußhofknoten:

Kosten: rund 3,2 Millionen Euro, begonnen

Erhaltung Bundesstraßen

B 27, Fahrbahndeckenerneuerung OD Neckarzimmern:

Kosten: rund 2,1 Millionen Euro, fertiggestellt

B 28, Ortsdurchfahrt Freudenstadt:

Länge: ca. 1,5 km, Kosten rund 7,0 Millionen Euro, fertiggestellt

B 28, Knoten B 28 / K 4779, Abzweig Rexingen - VKP B 28 / L 355b bei Horb – inkl. Rauer Stich:

Länge: ca. 1,5 km, Kosten: rund 1,0 Millionen Euro, fertiggestellt

B 35, Fahrbahndeckenerneuerung Gondelsheim:

Länge: ca. 2,4 km; Kosten: rund 4,1 Millionen Euro, fertiggestellt

B 39, Sanierung und Ertüchtigung der Rheinbrücke Speyer:

Kosten: rund 28,7 Millionen Euro, weitergeführt

B 294, Fahrbahndeckenerneuerung Nordumfahrung Freudenstadt, Bacherkreuzung – Knoten B 294 / L 405:

Länge: 3,8 km; Kosten: rund 1,6 Millionen Euro, fertiggestellt

B 462, Nachrüstung 4 Rettungstreppenhäuser Tunnel Gernsbach:

Kosten: rund 16 Millionen Euro, weitergeführt

Bundesstraßen – paralleler Radweg

B 462, Radwegbrücke zwischen Weisenbach und Gernsbach-Hilpertsau:

Brückenbauwerk; Radweglänge: ca. 500m; Kosten: rund 6,2 Millionen Euro, begonnen

Landesstraßen

Neu- und Ausbau Landesstraßen

L 343, Kreisverkehr Möttlingen, L 343 / L 179 / K 4364:

Kosten: ca. 0,4 Millionen Euro, begonnen

L 597, Ortsumfahrung Ladenburg:

Länge 3,2 km, Kosten rund 35,5 Millionen Euro, weitergeführt

L 602, Neubau zwischen Rußheim und Huttenheim:

Länge: 2,3 km; Kosten: ca. 10,9 Millionen Euro, fertiggestellt

L 1135, Kreisverkehr Wurmberg:

Kosten ca. 1,0 Million Euro, begonnen

Landesradwege

L 96, Wolftalradweg – 2. BA:

Länge: 3,0 km, Kosten: rund 1,4 Millionen Euro, fertiggestellt

L 546, Rad- und Gehweg Mühlhausen – Malsch:

Kosten: rund 0,4 Millionen Euro, fertiggestellt

Erhaltung Landesstraßen

L 76b, Fahrbahndeckenerneuerung Kaltenbronn:

Länge: 2,2 km; Kosten: rund 3,7 Millionen Euro, fertiggestellt

L 83, Fahrbahndeckenerneuerung Bühlertal – Sand, einschl. Stützwände:

Länge: 1,95 km; Gesamtkosten: rund 6,0 Millionen Euro, fertiggestellt

L 93, 2. BA Sanierung von Stützwänden und Fahrbahn bei Bad Rippoldsau-Schapbach:

Länge: 4,0 km, Kosten: rund 4,9 Millionen Euro, begonnen

L 339, Fahrbahndeckenerneuerung Schwann – Niebelsbach – Ellmendingen, ohne Ortsdurchfahrt Niebelsbach:

Länge: ca. 4,7 km, Kosten: rund 1,1 Millionen, fertiggestellt

L 349, Fahrbahndeckenerneuerung Effringen – Wildberg:

Länge: 1,1 km, Kosten: ca. 3,2 Millionen Euro, fertiggestellt

L 354, Fahrbahndeckenerneuerung Gewerbegebiet Haiterbach – Knoten L 354 / K 4779:

Länge: ca. 2,7 km, Kosten: rund 1,6 Millionen Euro, begonnen

L 518 / L 522, Fahrbahndeckenerneuerung Altheim – Rinschheim:

Kosten: rund 0,9 Millionen Euro, fertiggestellt

L 524, Fahrbahndeckenerneuerung Eberbach – Unterdielbach, BA 1:

Kosten: rund 0,7 Millionen Euro, fertiggestellt

L 589, Fahrbahndeckenerneuerung OD Lohrbach – Weisbach:

Kosten: rund 0,65 Millionen Euro, fertiggestellt

L 599, Fahrbahndeckenerneuerung Brühl – Schwetzingen, BA 1:

Kosten: rund 0,7 Millionen Euro, fertiggestellt

L 1132, Umgehung Ötisheim (Abzweig "Erlenbach" bis KVP L 1132 / Industriestraße:

Länge ca. 3,2 km, Kosten: rund 1,3 Millionen Euro, begonnen

L 1134, Osttangente Mühlacker – Lienzingen:

Länge: ca. 3,0 km, Kosten: rund 1,5 Millionen Euro, fertiggestellt

Förderung Kommunaler Vorhaben

Kommunaler Straßenbau

Im Jahr 2020 hat das Regierungsbezirk Karlsruhe sechs Förderanträge von Kommunen mit Gesamtkosten von rund 38,7 Millionen Euro bewilligt. Darunter:

K 4762, Ausbau zwischen Betra und Empfingen:

Gesamtkosten ca. 5,2 Millionen Euro, Zuwendung ca. 3,2 Millionen Euro

Verkehrsleitsystem für das Wildparkstadion in Karlsruhe:

Gesamtkosten ca. 3,2 Millionen Euro, Zuwendung ca. 1,6 Millionen Euro

A 5, Überführung Eppelheimer Straße über A 5 bei Heidelberg-Pfaffengrund – Anteil Stadt Eppelheim:

Gesamtkosten ca. 16,7 Millionen Euro, Zuwendung ca. 737.300 Euro

A 5, Überführung Eppelheimer Straße über A 5 bei Heidelberg-Pfaffengrund – Anteil Stadt Heidelberg:

Gesamtkosten ca. 16,7 Millionen Euro, Zuwendung ca. 1,4 Millionen Euro)

Kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur

Im Jahr 2020 hat das Regierungsbezirk Karlsruhe drei Förderanträge von Kommunen mit Gesamtkosten von rund 1,7 Millionen Euro bewilligt. Darunter:

Maßnahmenkataster RadNETZ BW – Gemarkung Mühlacker:

Gesamtkosten ca. 92.700 Euro, Zuwendung ca. 40.900 Euro

Radweg zwischen Erfeld und Gerichtstetten zum Lückenschluss des bestehenden Erftal-Mühlenradweges:

Gesamtkosten ca. 545.000 Euro, Zuwendung ca. 315.900 Euro

K 3737, Anbau eines Radwegs zwischen B 36neu und OD Bietigheim:

Gesamtkosten ca. 1,1 Millionen Euro, Zuwendung ca. 595.300 Euro

Kommunaler Sanierungsfonds Brücken

Der Kommunale Sanierungsfonds Brücken ist ein Förderprogramm, das im Jahr 2018 erstmalig aufgelegt wurde und mit dem die Landkreise, Städte und Gemeinden bei der Sanierung von Brücken in deren Baulast unterstützt werden. Seit 2020 ist im novellierten LGVFG die Sanierung kommunaler Brücken als Fördertatbestand (Ersatzneubau, Ertüchtigung) enthalten. In 2020 hat das Regierungspräsidium Karlsruhe 29 Förderanträge von Kommunen mit Gesamtkosten von rund 10,7 Millionen Euro bewilligt. Darunter:

Instandsetzung der Straßenüberführung Walldorfer Straße in Wiesloch:

Gesamtkosten ca. 1,6 Millionen Euro, Zuwendung ca. 947.500 Euro

Ersatzneubau des Bockstegs in Calw-Hirsau:

Gesamtkosten ca. 532.300 Euro, Zuwendung ca. 344.300 Euro

K 3533, Ersatzneubau Brücke über die "Heglach" bei Friedrichstal:

Gesamtkosten ca. 708.000 Euro, Zuwendung ca. 361.400 Euro

Hintergrundinformationen

Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist für die Planung und Umsetzung von Neu-, Um- und Ausbauvorhaben im Straßen- und Brückenbau ebenso zuständig wie für die Erhaltung der bestehenden Straßen und Bauwerke im Zuge der Bundes- und Landesstraßen einschließlich der dazugehörigen Radwegenetze. Die Aufgaben im Bereich der Bundesautobahn werden seit dem 1. Januar 2021 von der neu gegründeten Autobahn GmbH des Bundes wahrgenommen. Von nun an liegen Planung, Bau, Betrieb, Erhalt und Finanzierung der Autobahnen in einer Hand beim Bund. Weiterführende Informationen zur Straßenbauverwaltung „Mobilität, Straßen, Verkehr“ im Regierungspräsidium Karlsruhe unter folgendem Link: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/abt4/

Hintergrundinformationen zur Autobahn GmbH

Seit dem 1. Januar 2021 ist die Autobahn GmbH des Bundes verantwortlich für Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung der Autobahnen in Deutschland. Die Zentrale der Autobahn GmbH des Bundes hat ihren Sitz in Berlin. Eine von insgesamt zehn regionalen Niederlassungen – die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest – befindet sich in Stuttgart-Obertürkheim. Zu ihr gehören Außenstellen in Stuttgart-Vaihingen, Freiburg, Karlsruhe, Heidelberg und Heilbronn sowie 15 Autobahnmeistereien, eine Verkehrs-rechnerzentrale mit Tunnelleitzentrale sowie ein Fachcenter für Informationstechnik und -sicherheit (FIT). Die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest mit rund 1000 Beschäftigten ist verantwortlich für ca. 1050 Kilometer Autobahnen in Baden-Württemberg sowie in Teilen von Hessen und Rheinland-Pfalz. 

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