Pressemitteilung

Regierungspräsidium Karlsruhe informiert über geplante Straßenbaumaßnahmen an Bundes- und Landesstraßen im Rhein-Neckar-Kreis, dem Neckar-Odenwald-Kreis sowie den Stadtkreisen Heidelberg und Mannheim im Jahr 2021

Bund und Land werden auch in diesem Jahr wieder erhebliche Mittel in die Erweiterung und Erhaltung des Straßennetzes in der Metropolregion Rhein-Neckar einsetzen. Hierdurch können viele Bundes- und Landesstraßen im Rhein-Neckar-Kreis, dem Neckar-Odenwald-Kreis sowie den Städten Heidelberg und Mannheim saniert und erneuert werden. „Nachdem bereits 2020 trotz der Corona-Pandemie kaum Auswirkungen auf die umgesetzten Straßenbauprojekte im überörtlichen Straßennetz zu verzeichnen waren, gehen wir davon aus, dass auch 2021 die dringend notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung des Straßennetzes in der Metropolregion wie geplant durchgeführt werden können“, sagt der Leiter des Baureferates Nord, Bernd Braun. Dies sei positiv für den Erhaltungszustand der Straßen, bedeute aber, dass auch im Jahr 2021 wieder Baustellen in der Region vorhanden sein werden und es für die Verkehrsteilnehmer zu Unannehmlichkeiten wie Staus und Umleitungen kommen könne, so Braun.

Wie in den vergangenen Jahren wurden die geplanten Baumaßnahmen im Vorfeld größtenteils insbesondere mit den zuständigen Verkehrsbehörden, den Kommunen, den Landkreisen, der Polizei sowie den Verkehrsbetrieben abgestimmt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten jedoch notwendige Vor-Ort-Termine nur sehr eingeschränkt stattfinden. Da deshalb noch nicht alle Vorhaben abschließend abgestimmt werden konnten, kann es möglicherweise noch bei einzelnen Maßnahmen zu zeitlichen Verschiebungen kommen.

Die beiden größten Straßenbaumaßnahmen, die derzeit vom Baureferat Nord betreut werden, der Neubau der Ortsumgehung Adelsheim und die Ortsumgehung Ladenburg, werden in diesem Jahr weitergeführt. Bei der B 292, Ortsumgehung Adelsheim, laufen bereits seit dem vergangenen Jahr die aufwändigen Hangsicherungs- und Erdbaumaßnahmen des letzten großen Bauabschnitts. An der L 597 zwischen Mannheim-Friedrichsfeld und Ladenburg wurde mittlerweile der Knotenpunkt mit der Trasse der OEG und der L 637 in Angriff genommen.

Ebenfalls fortgesetzt wird die Sanierung der Salierbrücke an der B 39 bei Speyer. Nachdem im vergangenen Sommer in den 2. Bauabschnitt gewechselt werden konnte, soll hier bis Ende des Jahres 2021 die nördliche Brückenhälfte saniert und die Gesamtmaßnahme damit abgeschlossen werden. In unmittelbarer Nähe erfolgt gleichzeitig der Umbau des Lußhofknotens (B 39 / L 722). Hier sind die Arbeiten weit fortgeschritten, so dass mit der Verkehrsfreigabe der Salierbrücke ein leistungsfähiger Knotenpunkt zur Verfügung stehen wird. Um das derzeit geringere Verkehrsaufkommen in diesem Bereich auszunutzen, ist während der Bauzeit auch eine Erhaltungsmaßnahme an der Fahrbahndecke der B 39 bei Altlußheim zwischen dem Ende des Umbaubereichs und dem Knotenpunkt mit der L 723 bei Hockenheim vorgesehen.

Weiterhin plant das Regierungspräsidium 2021 den nächsten Bauabschnitt der Fahrbahndeckenerneuerung an der L 599 zwischen Brühl und Schwetzingen. Hier führt derzeit die Autobahn GmbH auf der parallel verlaufenden A 6 die Erneuerung von Übergangskonstruktionen an der Bahnbrücke im Bereich der Anschlussstelle Schwetzingen Nord / Brühl weiter, die im Dezember 2020 noch unter Federführung des Regierungspräsidiums Karlsruhe begonnen wurde, weshalb bei dieser Maßnahme eine enge zeitliche und verkehrliche Abstimmung mit der Autobahn GmbH erfolgt. Auch die von der Autobahn GmbH angekündigte Teilsperrung der Anschlussstelle Hirschberg während der in diesem Bereich für das Spätjahr angekündigten Sanierung der A 5 soll genutzt werden, um gleichzeitig Sanierungs- und Umbaumaßnahmen an der L 541 bei Heddesheim durchzuführen.

Bei den Erhaltungsmaßnahmen wurde die schon bisherige intensive Zusammenarbeit mit den Landkreisen und den Kommunen nochmals verstärkt, um den Wechsel einer Vielzahl an Kolleginnen und Kollegen, die zum Jahresbeginn vom Baureferat Nord zur Autobahn GmbH gewechselt sind aufzufangen. So soll die L 541 bei Heddesheim zwischen der Anschlussstelle Hirschberg und der K 4236 in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Neckar-Kreis saniert werden. Auch der Neckar-Odenwald-Kreis steht, zum Beispiel bei der Erneuerung der Fahrbahndecke der L 633 zwischen Neuenkirchen und Neckarkatzenbach, dem Regierungspräsidium tatkräftig zur Seite. Daneben gibt es noch mehrere Streckenabschnitte, bei denen in Gemeinschaftsmaßnahmen unter Federführung der Gemeinden Kanal- und Fahrbahnsanierungen kombiniert werden können. Hier sei beispielhaft die Ortsdurchfahrt Gaiberg im Zuge der L 600 erwähnt.

Darüber hinaus sind noch eine Vielzahl von Fahrbahndeckenerneuerungen und Bauwerkssanierungen an den Bundes- und Landesstraßen geplant, wie die Sanierung der B 39 zwischen Mühlhausen und Eichtersheim oder der B 27 zwischen Waldhausen und dem Abzweig zur L 523.

Die Gesamtkosten aller Maßnahmen in den oben genannten Land- und Stadtkreisen belaufen sich voraussichtlich auf rund 158 Millionen Euro. Davon werden in diesem Jahr circa 41 Millionen Euro ausgegeben.

Eine Übersicht und Karten zu den im Baureferat Nord für 2021 geplanten Maßnahmen finden Sie auf der Homepage des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter folgendem Link:

Übersicht und Karten Maßnahmen 2021 Baureferat Nord

Hintergrundinformationen

Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist für die Planung und Umsetzung von Neu-, Um- und Ausbauvorhaben im Straßen- und Brückenbau ebenso zuständig wie für die Erhaltung der bestehenden Straßen und Bauwerke im Zuge der Bundes- und Landesstraßen einschließlich der dazugehörigen Radwegenetze. Die Aufgaben im Bereich der Bundesautobahn werden seit dem 1. Januar 2021 von der neu gegründeten Autobahn GmbH des Bundes wahrgenommen. Von nun an liegen Planung, Bau, Betrieb, Erhalt und Finanzierung der Autobahnen in einer Hand beim Bund.

Weiterführende Informationen zur Straßenbauverwaltung „Mobilität, Straßen, Verkehr“ im Regierungspräsidium Karlsruhe

Hintergrundinformationen zur Autobahn GmbH

Seit dem 1. Januar 2021 ist die Autobahn GmbH des Bundes verantwortlich für Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung der Autobahnen in Deutschland. Die Zentrale der Autobahn GmbH des Bundes hat ihren Sitz in Berlin. Eine von insgesamt zehn regionalen Niederlassungen – die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest – befindet sich in Stuttgart-Obertürkheim. Zu ihr gehören Außenstellen in Stuttgart-Vaihingen, Freiburg, Karlsruhe, Heidelberg und Heilbronn sowie 15 Autobahnmeistereien, eine Verkehrsrechnerzentrale mit Tunnelleitzentrale sowie ein Fachcenter für Informationstechnik und -sicherheit (FIT). Die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest mit rund 1000 Beschäftigten ist verantwortlich für circa 1.050 Kilometer Autobahnen in Baden-Württemberg sowie in Teilen von Hessen und Rheinland-Pfalz.

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