Termin: Donnerstag, 20 März 2025, 18 Uhr im Regierungspräsidium am Rondellplatz, Karl-Friedrich-Straße 17, 76133 Karlsruhe
Die Ausstellungsreihe zum Europäischen Gestaltungspreis Preis im Holzbildhauerhandwerk, die ab dem 21. März 2025 im Regierungspräsidium Karlsruhe zu sehen ist, unterstreicht die Holzbildhauerei als eine bedeutende kulturelle Ausdrucksform. Unter dem Motto „Lichtblicke“ präsentieren 48 renommierte Holzbildhauerinnen und Holzbildhauer ihre Arbeiten, die einen faszinierenden Blick auf die zeitgenössische Kunst des traditionellen Handwerks werfen.
Mal glatt, mal rau, von Licht durchbrochen oder von feinen Linien gezeichnet – Holz ist mehr als nur ein Material. Es trägt Spuren von Zeit und Natur, geformt von Wind, Wetter und Wachstum. In den Händen von Künstlerinnen und Künstlern entfaltet es sich immer wieder neu. Bis zum 27. April zeigt der Europäische Gestaltungspreis für Holzbildhauer im Regierungspräsidium Karlsruhe, wie Holz zu Kunst wird – facettenreich, kraftvoll und überraschend.
Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 20. März 2025, Beginn: 18:00 Uhr, von Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder. Es folgen Grußworte von Sascha Vogelmann (Hüffenhardt), Landesinnungsmeister der Holzbildhauer Baden-Württemberg, und Jochen Fankhänel, Bürgermeister der Stadt Lichtenstein/Sachsen. Sascha Vogelmann wird dabei im Namen der Jury Preisgelder über 2.500 Euro vergeben. Bürgermeister Jochen Fankhänel wird den mit 5.000 Euro dotierten Ankauf, den „Ruth-Leibnitz-Preis“, bekannt geben. Der Ruth-Leibnitz Preis wird von der Ruth-Leibnitz-Stiftung ausgeschrieben und von der Stadt Lichtenstein/Sachsen betreut. Er zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für Holzbildhauerei im deutschsprachigen Raum und wird im drei jährigem Turnus vergeben.
Was diese Ausstellung besonders macht? Die Vielfalt. 48 Holzbildhauerinnen und Holzbildhauer aus Deutschland, Italien, der Schweiz und Luxemburg zeigen ihre Sicht auf das Thema „Lichtblicke“. Jede Skulptur erzählt ihre eigene Geschichte – von Hoffnung und Inspiration bis hin zu Momenten der Reflexion. Ob durch das Spiel von Licht und Schatten, das Zusammenspiel von Form und Struktur oder die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen – die Werke zeigen, wie unterschiedlich der Begriff ‚Lichtblicke‘ verstanden und künstlerisch umgesetzt wird.
Seit über 20 Jahren verbindet die Landesinnung der Holzbildhauer Baden-Württemberg mit dem Europäischen Gestaltungspreis handwerkliche Tradition und künstlerische Innovation. Die Ausstellung macht deutlich, wie vielfältig Holz gestaltet und interpretiert werden kann – als Medium, das Geschichten erzählt, Emotionen weckt und Denkanstöße gibt. Von filigraner Präzision bis hin zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen zeigt sich hier die beeindruckende Bandbreite der Holzbildhauerei.
Die Werke, die im Rahmen dieser Ausstellung zu sehen sind, belegen eindrucksvoll, dass Holzbildhauerei mehr ist als nur handwerkliche Fertigkeit. Sie ist ein Medium, das durch seine Vielseitigkeit und Nachhaltigkeit zahlreiche Facetten der menschlichen Erfahrung thematisiert – von der Auseinandersetzung mit Natur und Umwelt bis hin zu persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Reflexionen.
„Lichtblicke“ ist nicht nur als Titel der Ausstellung zu verstehen, sondern auch als Symbol für die kreativen Impulse, die das Handwerk im 21. Jahrhundert setzt. In einer Welt, die zunehmend von Technologie und digitalen Medien geprägt wird, bietet das Handwerk einen Gegenpol: Es lässt Raum für direkte, körperliche Auseinandersetzung mit Material und Form. Die Werke der Holzbildhauerinnen und Holzbildhauer zeigen, wie es gelingt, traditionelle Techniken mit innovativen Ideen zu verbinden und dabei Werke von zeitloser Schönheit zu schaffen.
Der Besuch der Ausstellung ist eine Einladung, sich auf die Kunstfertigkeit und die Leidenschaft der Holzbildhauerei einzulassen, die im Einklang mit der Natur steht und dennoch tief in der modernen Kunstwelt verwurzelt ist. Es ist eine Gelegenheit, die handwerkliche Kunst in ihrer schönsten Form zu erleben und ihre Bedeutung in der heutigen Zeit neu zu entdecken.
Die Ausstellung ist nach der Eröffnung am 20. März von Freitag, 21. März, bis Sonntag, 27. April täglich von Montag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr im Regierungspräsidium Karlsruhe, Karl-Friedrich-Straße 17, 76133 Karlsruhe, geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Nach der Ausstellung in Karlsruhe wird die Ausstellung auf Schloss Rochsburg in Sachsen gezeigt. Danach wandert sie ins Kultur.Palais.Lichtenstein (Sachsen), wo sie bis 31. August 2025 zu sehen ist.
Weitere Informationen zur Ausstellung sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe zu finden. Dort ist auch ein digitaler Katalog zu finden, in dem alle Ausstellungsstücke zu finden sind.