Pressemitteilung

L 1134: Neubau der Herrenwaagbrücke in Mühlacker - Regierungspräsidium Karlsruhe zu Optimierungsvorschlägen

Herrenwaagbrücke in Mühlacker

Herrenwaagbrücke in Mühlacker

Das Regierungspräsidium plant einen Ersatzneubau für die Herrrenwaagbrücke. Diese muss aufgrund der Bauwerksschäden und der durch die jetzige Brücke verursachten Einengung des Abflussquerschnitts der Enz erneuert werden. Im Zuge des Brückenneubaus werden auch die Verkehrsverhältnisse in diesem Bereich optimiert. Die Baumaßnahmen beginnen im Frühjahr 2021 und werden bis 2023 andauern. Im Rahmen der Gesamtmaßnahme wird eine dreimonatige Vollsperrung der Verbindung Mühlacker-Dürrmenz mit einer Umleitung über
Lomersheim erforderlich.

In den letzten Wochen hat das Regierungspräsidium verschiedene Vorschläge aus der Öffentlichkeit zur Optimierung der Planungen und der Umleitung erhalten. Wie in der Presseeinladung vom 19. Januar 2021 mitgeteilt, wird das Regierungspräsidium am 3. Februar 2021 in einer digitalen Informationsveranstaltung im Detail die Planungen und die damit verbundenen Verkehrseinschränkungen erläutern und Fragen der Teilnehmenden beantworten. Im Vorfeld der Veranstaltung möchte das Regierungspräsidium nochmals die Gründe für die Vollsperrung erklären und die Frage nach dem Radweg beantworten:

Vollsperrung
Die Umleitungspläne für die dreimonatige Vollsperrung wurden vom Baureferat des Regierungspräsidiums mit der Verkehrsbehörde der Stadt Mühlacker und der Polizei einvernehmlich abgestimmt. Grund für die dreimonatige Vollsperrung der Verbindung Mühlacker-Dürrmenz ist der Umbau des östlichen Kreisverkehrsplatzes sowie die Sanierung der Enzstraße und nicht der vorgesehene Standort der Brücke. Auch eine Positionsverschiebung der Brücke würde die Sperrung weiterhin notwendig machen und hätte im Übrigen eine Neuplanung, verbunden mit erheblichen Mehrkosten und Zeitverschiebungen bis zum Neubau der Brücke, zur Folge.

Radweg
Obwohl der Enztalradweg in diesem Abschnitt nicht in der Zuständigkeit des Landes liegt, hatte sich das Regierungspräsidium bei der damaligen Erstellung der Planung für die Herrenwaagbrücke Gedanken über die Unterquerung der Brücke mit Radwegen gemacht. Die Stadt hat jedoch am 6. Mai 2014 in einer Ausschusssitzung darüber beraten und beschlossen, die Planungen nicht weiter zu verfolgen. Dies hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 7. Juli 2015 bestätigt. Bei der Vorstellung der Gesamtmaßnahme im Gemeinderat am 24. September 2019 wurde dann mehrheitlich nochmals beschlossen, dass eine Planung zum Ausbau des Enztalradweges unter der neuen Herrenwaagbrücke nicht weiter verfolgt werden soll.

Hintergrund
Bei der Herrenwaagbrücke handelt es sich um ein innerstädtisches Bauwerk bei dem aufgrund seiner Lage bei der Planung besondere Vorgaben zu berücksichtigen sind. Dies sind insbesondere die Richtlinien für den Hochwasserschutz HQ100+Freibord+Klimazuschlag und für die Barrierefreiheit sowie zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit, Vorgaben für das maximale Gefälle der Kreisverkehre an den Bauwerksenden und der Rad- und Fußwege.
Das Regierungspräsidium hat am 6. Mai 2014 die Straßenplanungen und am
7. Juli 2015 die Brückenplanung im Gemeinderat der Stadt Mühlacker vorgestellt, der den Planungen zustimmte. Nach der wasserrechtlichen Genehmigung des Landratsamtes Enz in 2019 und der Erteilung des Absehensentscheids für ein Planfeststellungsverfahren durch die Genehmigungsbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe in 2019, wurde dem Gemeinderat der Stadt Mühlacker im Herbst 2020 die Ausführungsplanung und die Umleitungsplanung während der Bauzeit vorgestellt. Diese sieht aktuell eine dreimonatige Sperrung aufgrund des Umbaus des östlichen Kreisverkehrsplatzes und der Sanierung der Enzstraße vor. Die Gesamtmaßnahme einschließlich dem Bau der neuen Brücke wird insgesamt rund zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung am 3. Februar 2021 ist eine Anmeldung erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf 200 Personen beschränkt.
Bitte melden Sie sich unter folgendem Link an: https://eveeno.com/herrenwaagbruecke

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe.

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