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  • Abteilung 2
    22.03.2017
    Fachleute diskutieren über neue Perspektiven für kommunale Museen im Ländlichen Raum im Regierungsbezirk Freiburg
    Gemeinsame Tagung mit dem Museumsverband Baden-Württemberg und der Landesstelle für Museumsbetreuung // Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Wir wollen bei dieser Tagung zur Vernetzung der Museen untereinander beitragen und über die Angebote des Landes

    ​Gemeinsam mit dem Museumsverband Baden-Württemberg und der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg hat das Regierungspräsidium Freiburg am heutigen Mittwoch (22. März) im Markgräfler Museum in Müllheim (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) eine Fachtagung veranstaltet. Dabei ging es um neue Perspektiven für kommunale Museen im Ländlichen Raum im Regierungsbezirk Freiburg und wie diese noch attraktiver gemacht werden können, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Jeder Baden-Württemberger und jede Baden-Württembergerin besucht statistisch gesehen ein- bis zweimal pro Jahr ein Museum. Die ungemein vielfältige Museumslandschaft im Ländlichen Raum stellt im Regierungsbezirk einen wertvollen Schatz dar, der erhalten, gehegt und gepflegt werden muss. Sie sind eine besondere Stärke des Ländlichen Raums. Wir wollen bei dieser Tagung über die Angebote des Landes für die kommunalen Museen informieren und zum Austausch sowie zur Vernetzung der Museen untereinander beitragen. Die Museen sollen voneinander lernen, Chancen für gemeinsame Projekte erkennen und ihre Profile schärfen können.“

    Die in Museen oder in Stadt- und Gemeindeverwaltungen tätigen rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung diskutierten dabei über den Mehrwert, den ein zeitgemäß ausgestattetes Museum für eine Region haben kann. Bärbel Schäfer: „Moderne Museen sind nicht nur Zentren des Sammelns und Bewahrens von Objekten und Wissen, sondern auch Orte des Lernens, der Kommunikation und der Begegnung. Sie tragen auch zur Identitätsbildung bei und zur Stärkung der Region bei. Sie stellen dabei eine anschauliche Beziehung zur Alltagsgeschichte und den vergangenen Lebensverhältnissen in der Region dar. Sie tragen daher sehr zur Attraktivität einer Kommune bei“, betonte die Regierungspräsidentin.

    „Ich halte es für daher für enorm wichtig, dass wir uns hier der Stärke und Potenziale der kommunalen Museen im Ländlichen Raum bewusst sind und sich die Museen noch besser vernetzen. So können sie erhalten und zeitgemäß weiterentwickelt werden. Auch über neue Formen der Vermittlung und Kommunikation gegenüber Besucherinnen und Besuchern muss nachgedacht werden. Hierzu möchte das Regierungspräsidium mit dieser gemeinsamen Veranstaltung einen Impuls geben“, sagte Schäfer. Aus kommunalpolitischer Sicht unterstrich die Bürgermeisterin der Stadt Müllheim, Astrid Siemes-Knoblich, dass Museen wesentlich zur Stadtidentität und zum Stadtimage beitragen können.

    Bei der Tagung herrschte Einigkeit, dass es für Museen immer wichtiger wird, ganz gezielt neue Wege zur Wissensvermittlung zu suchen, um für Menschen aller Altersgruppen attraktiv zu bleiben. Welche Potenziale sich dabei gerade für kleinere Museen in einer Gemeinde haben, erläuterte der Präsident des Museumsverband Baden-Württemberg und Kulturdezernent der Stadt Müllheim, Jan Merk. Der Leiter der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg, Dr. Axel Burkarth, informierte beispielhaft über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für Museen und Kommunen von Seiten von Bund und Land.

    Der Leiter der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (ALIM), Dr. Thomas Schmidt, ergänzte in seinem Fachvortrag wertvolle Hinweise für Unterstützungsleistungen des Landes in Sachen Museumsförderung. Das Land Baden-Württemberg drückt außerdem mit Johann-Peter-Hebel-Preis, dem Peter-Huchel-Preis und dem Hans-Thoma-Preis für Bildende Kunst seine Wertschätzung für kulturelle Schauplätze im Ländlichen Raum aus. Die Bereitschaft zu Kooperationen betonte auch das größte südbadische Haus, das Augustinermuseum Freiburg, das ebenso wie die Museen aus Offenburg, Lörrach und Konstanz eingeladen war, um die mögliche Vernetzung voranzutreiben. Neuerdings besteht an der Universität Freiburg auch der Weiterbildungsstudiengang „museOn“ zur Qualifizierung von Museumsmitarbeiterinnen und Museumsmitarbeitern.

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