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  • Abteilung 3/ Abteilung 5
    04.12.2017
    Regierungspräsidium Freiburg bringt Vertreterinnen und Vertreter von Landwirtschaft und Naturschutz zu regelmäßigen Dialogforen zusammen
    Anregung des BLHV aus den Ergebnissen des Sommerempfangs wird umgesetzt // Behörden und Verbände wollen sich zu Schwerpunktthemen regelmäßig austauschen
     Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft und Naturschutz

    Als Anregung aus dem Sommerempfang von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer haben sich dieser Tage mehr als 80 Behörden- und Interessenvertreterinnen und -vertreter aus Landwirtschaft und Naturschutz in drei Clustern zu einem ersten Dialogforum im Regierungspräsidium getroffen, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Damit ist ein Wunsch des erweiterten Vorstands des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands (BLHV) umgesetzt worden, einen regelmäßigen Informationsaustausch zu aktuellen Vorhaben und Projekten zu schaffen.

    Um den Kreis der Beteiligten aus dem ganzen Regierungsbezirk nicht zu groß werden zu lassen, wurden jeweils drei bis vier Landkreise zu sogenannten Clustern zusammengefasst. So trafen sich beispielsweise Vertreterinnen und Vertreter vormittags aus den Kreisen Ortenau, Emmendingen und Rottweil sowie nachmittags aus den Kreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Stadt Freiburg, Lörrach und Waldshut und aus den Kreisen Schwarzwald-Baar, Konstanz und Tuttlingen.

    Die Abteilungsleitungen Umwelt, Elke Höpfner-Toussaint, und Landwirtschaft, Dieter Blaeß, hatten gemeinsam in ihrer Einladung die Zielrichtung des Dialogforums so umrissen: „Dieses neue Dialogforum soll künftig Gelegenheit bieten, Informationen zu aktuellen Vorhaben auszutauschen und gemeinsam, wertschätzend und vertrauensbildend die verschiedenen und häufig gegensätzlichen Positionen zu erörtern. Das Dialogforum kann insoweit auch Plattform fürs Andenken kreativer Lösungen sein. Auf alle Fälle sollen so kurze Kommunikationswege geschaffen werden. Naturschutz und Landwirtschaft sind nicht notwendigerweise gegensätzlich orientiert, sondern haben eigentlich die Erhaltung der Landschaft zum gemeinsamen Ziel. Allerdings kommen sie aus unterschiedlich geprägten Erfahrungshorizonten, die es durch das gemeinsame Dialogforum anzunähern gilt.“

    Mit am Tisch saßen jeweils die Vertreterinnen und Vertreter der unteren Naturschutz- und Landwirtschaftsbehörden der Landratsämter sowie Landschaftserhaltungsverbände sowie die vom BLHV und Landesbauernverband (LBV) benannten Verbandsmitglieder der Kreisverbände sowie des Bezirks, außerdem die zuständigen Fachvertreterinnen und Fachvertreter aus Naturschutz und Landwirtschaft im Regierungspräsidium Freiburg. Neben dem gemeinsamen Kennenlernen ging es in der ersten Sitzung um die Identifizierung aktueller Themenfelder sowie die Abstimmung der nächsten Sitzungen. Für den künftigen Dialog gab es in der mehrstündigen Veranstaltung eine gemeinsame Priorisierung, auf der künftig aufgebaut werden soll.

    Inhaltlich ging es bei dem Treffen vor allem um das Thema „Bruttoflächen“: Dabei geht es darum, dass mit Sträuchern, Adlerfarn- und Heidelbeer-Beständen bewachsene Flächenanteile (im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb gilt dies für viele Allmendweiden und Wacholderheiden) nicht mehr als landwirtschaftliche Nutzung anerkannt und damit nicht mehr über die Betriebsprämie (EU-Zahlungen) gefördert werden. Am Nachmittag ist auch noch ein zweites Thema behandelt worden: die Biotopkartierung und die Managementpläne für Natura 2000-Gebiete sowie die dazugehörigen Kartierungen. Künftig wollen sich die Cluster-Vertreter anlassbezogen in regelmäßigen Abständen zusammenfinden – nächste Treffen sind im Januar und Februar 2018 vorgesehen.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



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Pressereferent
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FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

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Stellv. Pressereferent
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