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  • Abteilung 4
    17.01.2018
    Regierungspräsidium Freiburg ordnet Tempolimit auf 130 Stundenkilometer zwischen Engen und Geisingen auf der A 81 an
    Maßnahme zielt auf die Eindämmung von illegalen Autorennen // Umfassende Prüfung aller Aspekte durch die Verkehrssicherheitsbehörde

    Das Regierungspräsidium Freiburg hat heute (Mittwoch, 17. Januar) als zuständige Verkehrsbehörde eine verkehrsrechtliche Anordnung für ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf der A 81 zwischen Engen bis nördlich der Anschlussstelle Geisingen für beide Fahrtrichtungen erlassen. Damit sollen illegale Autorennen unterbunden werden und die Ahndung der damit verbundenen Verkehrsgefährdungen durch die Polizei unterstützt und erleichtert werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

    Dazu hat das Regierungspräsidium Freiburg in den vergangenen Wochen die relevanten Daten zu den betroffenen Streckenabschnitten ermittelt und die konkrete Sachlage eingehend geprüft. In der Vergangenheit hat es immer wieder Hinweise auf mutmaßliche Autorennen verbunden mit entsprechenden Verkehrsbehinderungen und -gefährdungen auf der südlichen A 81 im grenznahen Raum zur Schweiz gegeben. Diese Sondersituation ist auch polizeilich bestätigt.

    Im Zeitraum von August 2014 bis Mitte 2017 wurden insgesamt 49 Meldungen über illegale Autorennen registriert, 35 davon wurden durch die Polizei selbst festgestellt. Dabei kamen 38 Ordnungswidrigkeiten und 16 Straftaten zur Anzeige. Besonders betroffen ist nach Angaben der Verkehrsbehörde vor allem der Bereich zwischen den Anschlussstellen Engen und Geisingen, wobei bis zum Jahre 2016 keine Erfassung der konkreten Tatörtlichkeit erfolgte. Alle 2017 festgestellten Rechtsverstöße konzentrierten sich auf diesen Abschnitt. Vergleichbare Häufungen sind bundesweit auf Autobahnen nirgendwo sonst festgestellt worden. Es ist zudem laut Regierungspräsidium von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, da die Überprüfung und Ahndung von Autorennen auf Bundesautobahnen für die Polizei sehr schwierig und selbst mit erheblichem Personaleinsatz nur eingeschränkt zu bewältigen ist. 

    Nach umfassender Prüfung der in Betracht kommenden Maßnahmen wird das Regierungspräsidium jetzt das Tempolimit anordnen. Dieses orientiert sich an der für Autobahnen geltenden Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer und ist vor dem Hintergrund der im bundesweiten Vergleich einmaligen Situation und der angestrebten Gefährdungsminderung nach Abwägung aller unterschiedlichen Belange und Interessen nach rechtlicher Würdigung durch die Behörde auch verhältnismäßig.

    Mit dem angeordneten Tempolimit können Verkehrsverstöße jetzt im Rahmen der polizeilichen Geschwindigkeitsüberwachung beweissicher festgestellt, in der Folge sanktioniert und damit die Verkehrsgefährdungen durch nicht genehmigte Kraftfahrzeugrennen wirksam unterbunden werden. Das Tempolimit wird nach Erlass der Verkehrsrechtlichen Anordnung in dem Moment wirksam, sobald die Hinweisschilder an der Autobahn stehen. Nach Angaben des Regierungspräsidiums Freiburg wird dies in den nächsten Wochen durch die zuständige Autobahnmeisterei erfolgen – ein ganz genauer Termin kann noch nicht genannt werden.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

Stellvertretung


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Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de