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  • Abteilung 4
    06.02.2018
    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer erlebt den Durchschlag durch eine der beiden Röhren des Herrschaftsbucktunnels an der A 98 bei Rheinfelden (Kreis Lörrach)
    Bärbel Schäfer: „Tunnel ist nach neuesten Sicherheitsstandards geplant und wird fast vollständig in geschlossener Bauweise erstellt, die für diese schwierige Geologie am besten passt“ // Ausbau des 2,8 Kilometer langen Abschnitts dauert noch bis Ende 2020

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat auf der Baustelle des Herrschaftsbucktunnels an der A 98 bei Rheinfelden (Kreis Lörrach) den Durchschlag in der Nordröhre des 480 Meter langen zweiröhrigen Bauwerks erlebt. Nach wenigen Monaten Bauzeit ist damit sehr schnell am Herzstück der erste große Meilenstein des neuen Abschnitts des Ausbauprojekts erreicht. Der Berg ist damit durchfahren, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Als Tunnelpatin bin ich besonders stolz auf dieses herausragende Resultat der Ingenieurs- und Baukunst durch die fachkundige Arbeit der Mineurinnen und Mineure in äußerst kurzer Zeit, mit der wir am Hochrhein ein Zeichen setzen. Der Tunnel ist nach den neuesten Sicherheitsstandards geplant und wird fast vollständig in geschlossener Bauweise erstellt, die für diese schwierige Geologie am besten passt. Der schnelle Bau eines der größten Tunnelprojekte in Baden-Württemberg zeigt, dass es an der A 98 wirklich vorangeht und dass wir am Hochrhein Wert auf eine hervorragende Infrastruktur legen.“

    Wie wird gebaut? Im ersten Schritt wird die Kalotte, die obere Hälfte des Tunnels, ausgebrochen. Dabei wurde das entstehende Gewölbe mit Spritzbeton und Ankern gesichert. Nachlaufend wird die untere Hälfte – bestehend aus Strosse und Sohle – herausgenommen. Beim Durchschlag werden die letzten Meter  unter  einer Portalsicherung mit dem Tunnelbagger ausgebrochen. Während die Südröhre in den kommenden Wochen ebenfalls durchstoßen wird, wird die Kalotte und Strosse weiter in beiden Röhren entfernt. Im Anschluss daran wird nach dem Einbau einer Abdichtung die Sohle sowie das 40 bis 60 Zentimeter starke Gewölbe betoniert, das den abschließenden Tragring bildet. Zur Fertigstellung des Rohbaus sind noch die Notgehwege, die Entwässerung und die Fahrbahn zu erstellen.

    Seit dem Sommer liefen die Vortriebsarbeiten, bei denen im Berg über weite Strecken gesprengt werden musste, für den Bau des Herrschaftsbucktunnels als neues Kernstück des 2,8 Kilometer langen Abschnitts zwischen dem Autobahndreieck Hochrhein und der Anschlussstelle Minseln. Unter anderem werden im Zug dieses Ausbaus der östliche Teil des Dreiecks Hochrhein, ein Kaltluftdurchlass, die Anschlussstelle Minseln, eine vierspurige Fahrbahn sowie weitere kleinere Teilbauwerke errichtet.

    Der Tunnel besteht aus einer Nord- und einer Südröhre. Dabei wird die Fahrbahn in der Südröhre deutlich breiter ausfallen als im Nordabschnitt, da hierin insgesamt drei Fahrstreifen für die vorausgehende Verzweigung zum Dreieck Hochrhein untergebracht werden. Diese Wege sind in der Tunnelmitte mit  einem Querschlag (Durchgang) verbunden, damit im Notfall eine schnelle Rettung über einen zusätzlichen Weg möglich ist. Bei beiden Tunnelröhren sind seitlich Notgehwege mit einer Mindestbreite von einem Meter angeordnet. 

    Das Durchstoßen des schwierigen Baugrunds stellt eine Herausforderung für die Expertinnen und Experten der beteiligten Firmen dar. Nach dem Durchstich ist der Tunnel aber noch lange nicht fertig, da die Rohbauarbeiten noch in vollem Gange sind . Zur Inbetriebnahme des Tunnels fehlt noch die betriebstechnische Ausstattung. Mit dem Abschluss des vierten Abschnitts der A 98 wird bis Ende  2020 gerechnet.

Pressestelle


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Pressestelle
79083 Freiburg



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Stellv. Pressereferent
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