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  • Abteilung 7
    06.09.2018
    Zumeldung zur PM des Kultusministeriums zum Schuljahresbeginn 2018/2019: Unterrichtsversorgung ist trotz offener Stellen gewährleistet
    Zahlen für den Regierungsbezirk Freiburg

    Das baden-württembergische Kultusministerium hat am 6. September aktuelle Informationen zum Start in das neue Schuljahr veröffentlicht. Das Regierungspräsidium Freiburg ergänzt in einer Zumeldung Zahlen für den Regierungsbezirk und welche Maßnahmen von Seiten des Landes ergriffen worden sind, um die Unterrichtsversorgung zu gewährleisten.

    In den 1100 öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Freiburg lernen etwa 280.000 Schülerinnen und Schüler und werden von rund 22.700 Lehrkräften unterrichtet. In diesem Schuljahr werden rund 18885 Erstklässler eingeschult. Beim Übergang in die weiterführenden Schulen liegt die Zahl der Anmeldungen zu Haupt- und Werkrealschulen bei 1540 für den Regierungsbezirk. Bei den Realschul-Eingangsklassen gab es 6640 Anmeldungen in diesem Jahr. An den öffentlichen Gymnasien sind in diesem Jahr 6979 Fünftklässler neu am Start. Für die Gemeinschaftsschule sind es 2018/2019 insgesamt 2315 Fünftklässler.

    Wie sieht es mit der Unterrichtsversorgung aus?

    Die Zahlen der neuen Stellen an den öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Freiburg war mit 1398 rekordverdächtig hoch. Davon entfielen 456 auf den Grundschulbereich, 282 auf die Realschulen, 86 auf die Werkrealschulen, 92 auf die Gymnasien, 48 gymnasiale Stellen auf die Gemeinschaftsschulen, 250 auf die Beruflichen Schulen und 151 auf den sonderpädagogischen Bereich. Etwa 190 Stellen (Stand: 5. September) konnten aufgrund der angespannten Bewerbersituation durch den Mangel an Bewerberinnen und Bewerbern bisher nicht besetzt werden. Davon betroffen sind insbesondere die Grundschulen (139) und die Realschulen (51). Zum Stichtag der Meldung an das Kultusministerium (30. August) lag diese Zahl noch bei 223: Grundschulen (153) und Realschulen (70). Das Einstellungsverfahren endet zum 30. September für das laufende Schuljahr, sodass noch leichte Verbesserungen zu erwarten sind.

    Dennoch wird die ordentliche Unterrichtsversorgung auch in den Grundschulen gewährleistet sein. Um das Defizit zu kompensieren, wurden bereits etwa 660 befristete Verträge abgeschlossen. Darüber hinaus ist eine große Zahl an Teilzeitanträgen zur Erhöhung des Lehrauftrags genehmigt worden. Weiterhin sind beurlaubte Lehrkräfte gebeten worden, vorzeitig in den Schuldienst zurückzukehren. Ergänzend sind erneut Pensionäre für Lehraufträge gewonnen worden. 

    Auch wenn die Unterrichtsversorgung im Pflichtbereich gesichert sein wird, stehen nur vergleichsweise geringe Reserven für krankheitsbedingte Ausfälle zur Verfügung. Entlang der Rheinschiene ist es gelungen, ausgeschriebene Stellen zu besetzen. Wegen des Bewerbermangels im Grundschulbereich sind Engpässe vor allem im ländlichen Raum in den Kreisen Tuttlingen (27), Konstanz (36), Rottweil (37) und im Schwarzwald-Baar-Kreis (34) gegeben – dort liegen fast ausschließlich die noch offenen Stellen im Grundschulbereich. Schwierigkeiten sind absehbar bei der Gewinnung von Vertretungslehrkräften, da die vorhandenen Ressourcen bereits in befristete Verträge geflossen sind. Die Schulverwaltung tut alles, um die Unterrichtsversorgung zu gewährleisten – es ist und bleibt eine besondere Herausforderung, geeignete und für den Einsatz im Ländlichen Raum bereite Bewerberinnen und Bewerber zu gewinnen.

    Wegen des Überangebots von Bewerberinnen und Bewerbern aus dem Gymnasialbereich wird ihnen eine Qualifizierung für den Einsatz im Grundschulbereich angeboten. Im Regierungsbezirk Freiburg haben von dieser Möglichkeit im Schuljahr 2017/2018 sechs Lehrkräfte Gebrauch gemacht – eine deutliche Steigerung wird für das neue Schuljahr erwartet. Bisher haben sich 39 interessierte Gymnasiallehrkräfte für diese Weiterqualifizierung angemeldet.

    Weiterhin konnten bis zu 100 Prozent der zu besetzenden Grundschulstellen im Ländlichen Raum bereits im Dezember, also vor dem Hauptausschreibungsverfahren ausgeschrieben werden. Zudem ist es möglich, dass Bewerberinnen und Bewerber über das Ende der Frist im Hauptverfahren am 31. März hinaus berücksichtigt werden können. Das Land hat den Zugang für Anwärterinnen und Anwärtern aus anderen Bundesländern erleichtert sowie einen Ausgleich zwischen den Stellenkontingenten der Regierungspräsidien eingeführt.

    Künftig können Haupt- und Werkrealschullehrer verstärkt an den Sonderpädagogischen Beratungs- und Betreuungszentren (SBBZ) eingesetzt werden. Zusätzliche Angebote soll es in Form von Qualifizierungslehrgängen und Aufbaustudien für Lehrkräfte geben, die noch keine sonderpädagogische Ausbildung absolviert haben. Der Zugang für Lehrkräfte aus Nicht-EU-Staaten wird erleichtert, die Versorgungsplanung und Verteilung der Ressourcen wird zwischen Schulleitung und Verwaltung durch gezielte Abstimmungen optimiert und Lehrerinnen und Lehrer können im Rahmen einer Gesamtsteuerung auch verstärkt in schlechter versorgte Gebiete abgeordnet und versetzt werden. Die Landesregierung hat zudem den geplanten Abbau der Stellen gestoppt und stärkt den Ländlichen Raum durch mehr Ausbildungsschulen vor Ort.

    Aufruf durch das Regierungspräsidium Freiburg

    Für Bewerberinnen und Bewerber mit entsprechender Ausbildung und Lehrbefähigung werden insbesondere für die Landkreise Schwarzwald-Baar, Rottweil, Tuttlingen und Waldshut unverzüglich Möglichkeiten zur Einstellung geprüft. Der Bewerbungszeitraum läuft noch bis Ende September. Interessierte können sich unter www.lehrer-online-bw.de unter dem Stichwort „Stelleninfo“ informieren und bewerben.

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