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  • Abteilung 5
    02.11.2018
    Land und Stadt Achern unterzeichnen Vereinbarung für den Hochwasserschutz an der Acher
    Eine der größten Maßnahmen an Gewässern erster Ordnung im Regierungsbezirk
     Land und Stadt Achern unterzeichnen Vereinbarung für den Hochwasserschutz an der Acher. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Dieses Projekt ist ein schönes Beispiel für das Zusammenwirken von Land und Kommune“, Copyright: RPF

    Im Rahmen ihres Besuchs in Oberachern unterzeichneten Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Oberbürgermeister Klaus Muttach im Beisein von Landrat Frank Scherer am Mittwoch (31. Oktober) eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Acher. Ziel der Maßnahmen ist es, den Hochwasserschutz für die Stadt Achern wesentlich zu verbessern. 

    „Wir freuen uns, dass mit dieser Vereinbarung nun ein wichtiger Meilenstein in diesem für die Stadt Achern so weitreichenden Vorhaben geschafft ist“, sagte die Regierungspräsidentin. „Dieses Projekt ist ein schönes Beispiel für das gute Zusammenwirken von Land und Kommune. Außerdem ist der Ausbau des Hochwasserschutzes an der Acher eine der größten Maßnahmen an Gewässern erster Ordnung im gesamten Regierungsbezirk. Umso wichtiger war es wegen der unterschiedlichen regionalen Zuständigkeiten an der Acher, die Planungen von Stadt und Land genau aufeinander abzustimmen.“ 

    Auch Oberbürgermeister Klaus Muttach betonte die Bedeutung der Maßnahme für die Entwicklung der Stadt Achern. „Mit der Herstellung des 100-jährlichen Hochwasserschutzes in diesem Gewässerabschnitt der Acher reduzieren wir die Gefahr von Hochwasserschäden im Gewerbegebiet Achern maßgeblich und schaffen einen wichtigen ersten Schritt im Hochwasserschutz für die Innenstadt‘‘, stimmte er überein.
     
    Landrat Frank Scherer zeigte sich ebenfalls erfreut über die Hochwasserschutzpläne: „Dieses bedeutsame Hochwasserschutzprojekt eröffnet der Stadt Achern weitere Entwicklungschancen. Damit die Pläne möglichst bald in die Tat umgesetzt werden können, haben die Fachämter des Landratsamts den technisch schwierigen Planungsprozess bereits im Vorfeld der Antragstellung intensiv und konstruktiv begleitet.“
     
    Wesentliche Inhalte der Vereinbarung sind die Aufgabenverteilung im weiteren Projektverlauf und die Kostenaufschlüsselung zwischen Land und Stadt. So wird der Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium in seiner Funktion als Bauherr die weitere Planung, Ausschreibung, Vergabe und Bauleitung beauftragen. Die Stadt Achern wird sich ihrerseits um den erforderlichen Grunderwerb kümmern. Die Gesamtkosten des Projektes werden derzeit mit über zehn Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt Achern beteiligt sich dabei an den Kosten im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Vorteilsausgleichs mit 30 Prozent.
     
    Die umfangreichen Antragsunterlagen wurden bereits dem Landratsamt Ortenaukreis zur Vollständigkeitsprüfung übergeben. Sobald das Landratsamt die wasserrechtliche Planfeststellung erteilt hat, werden die weiteren Planungsleistungen europaweit ausgeschrieben. „Wenn es planmäßig läuft, können wir schon ab 2020 mit den Baumaßnahmen beginnen“, zeigt sich die Regierungspräsidentin zuversichtlich.
      
    Hintergrundinformationen zum Projekt: 
    Derzeit bieten die Acherdämme Schutz vor einem großen Hochwasser, wie es statistisch gesehen nur alle etwa 30 Jahre vorkommt. Mit dem Dammsanierungsprogramm des Landes soll die Abflussleistung der Acher auf 110 Kubikmeter pro Sekunde erhöht und damit eine 100-jährliche Hochwassersicherheit hergestellt werden. Konkret realisiert werden soll dies durch eine generelle Aufweitung des Abflussquerschnitts und Tieferlegung der Flusssohle an zwei Abstürzen. Zusätzliche Schutzmaßnahmen entlang der Landesstraße L87 sollen Überflutungen des Autobahnzubringers und der nördlich gelegenen Siedlungsgebiete verhindern.
     
    Neben dem Hochwasserschutz wird auch die ökologische Aufwertung des Gewässerlebensraumes berücksichtigt. Um den in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie geforderten ,,guten ökologischen Zustand‘‘ zu erreichen, sollen naturnahe Ufer- und Sohlstrukturen geschaffen werden. Zum Schutz der Fischfauna sind zudem sogenannte Fischunterstände geplant, die den Fischen Schutz vor Fressfeinden bieten.
     

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