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  • Abteilung 5/SGZE
    28.11.2018
    Abschlussveranstaltung zum INTERREG-Projekt „RAMS‘Artenschutz – Erhaltung bedrohter Zielarten und ihrer Habitate im Ramsargebiet Oberrhein“
    Regierungsvizepräsident Klemens Ficht: „Gemeinsam nach Lösungen suchen und sich über Erfahrungen in der Umsetzung des Artenschutzes austauschen“ // Dreijähriges Folgeprojekt zu sechs Tierarten ist in Vorbereitung

    Bei einer Abschlussveranstaltung in Straßburg bei der Région Grand Est mit 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind am heutigen Mittwoch (28. November) Ergebnisse des INTERREG-Projekts „RAMS’Artenschutz – Erhaltung bedrohter Zielarten und ihrer Habitate im Ramsargebiet Oberrhein“ vorgestellt worden. Dazu standen in den vergangenen drei Jahren etwas mehr als 800.000 Euro zur Verfügung, um im grenzüberschreitenden Maßstab ein gemeinsames Monitoring von Wirbeltieren zu organisieren und um geplanten Schutz über die Ländergrenzen hinweg zu entwickeln, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

    Regierungsvizepräsident Klemens Ficht sagte bei der Begrüßung: „40 Prozent der Fauna und Flora in Baden-Württemberg gelten als gefährdet. Das Land hat daher für die Jahre 2018 und 2019 ein Sonderprogramm zur Förderung der biologischen Vielfalt mit einem Volumen von 36 Millionen Euro aufgelegt. Alle Akteurinnen und Akteure müssen in den Handlungsfeldern des Naturschutzes noch enger zusammenarbeiten – gerade auch über staatliche Grenzen hinweg. Es liegt nahe, dass die auf dem Gebiet des Artenschutzes tätigen Verbände und Behörden gemeinsam nach Lösungen suchen und sich über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung austauschen. Hier wird der Nutzen eines geeinten Europas ganz konkret sichtbar.“

    Was wurde konkret innerhalb der vergangenen drei Jahre geleistet? Es wurden auf deutscher und französischer Seite Monitoring- und Schutzprogramme analysiert und verglichen und gemeinsame Strategien für grenzüberschreitenden Artenschutz abgeleitet. Ein weiterer Baustein war der Informationsaustausch zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Praxis – es gab mehrere Exkursionen, Workshops und Treffen. Diese Ergebnisse und Perspektiven sind bei der mehrstündigen Tagung vorgestellt worden und wurden gemeinsam von Deutschen und Franzosen präsentiert.

    Die Idee für dieses Projekt kam vom elsässischen Vogelschutzverband (LPO) in enger Abstimmung mit dem NABU. Von den Gesamtprojektkosten in Höhe von rund 800.000 Euro trugen das RP Freiburg 150.000 Euro und das RP Karlsruhe 45.000 Euro. Rund 400.000 Euro und damit exakt 50 Prozent der Gesamtkosten wurden vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) übernommen.

    Regierungsvizepräsident Klemens Ficht: „Das grenzüberschreitende Ramsargebiet Oberrhein ist das natürliche Bindeglied zwischen Elsass und Baden. Es bildet aber auch die gemeinsame naturräumliche Kulisse und das Spanungsfeld, innerhalb dem sich unser gesellschaftliches Handeln in Verantwortung der kommenden Generationen zu bewähren hat. Dieses nachhaltige Naturererbe am Oberrhein in all seiner Vielseitigkeit zu erhalten, ist unsere gemeinsame Aufgabe.“

    Ein dreijähriges Folgeprojekt befindet sich in Vorbereitung, das die Erkenntnisse aus dem Projekt „RAMS’Artenschutz“ aufgreift. Im Mittelpunkt steht dabei die Umsetzung konkreter Schutzmaßnahmen für sechs repräsentativ ausgewählte Tierarten sowohl auf der badischen als auch auf der elsässischen Seite. Es handelt sich dabei um Bechsteinfledermaus, Europäischer Laubfrosch, Flussseeschwalbe, Steinkauz, Kiebitz und Wasserralle. Entschieden wird voraussichtlich in der nächsten Sitzung des „INTERREG-Begleitausschusses“.

Pressestelle


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