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  • Abteilung 5
    13.06.2019
    Regierungspräsidium Freiburg bezuschusst den Bau eines Retentionsbodenfilters auf der Kläranlage Spaichingen (Kreis Tuttlingen) mit 580.000 Euro
    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Retentionsfilter dient der Verbesserung der Gewässerqualität“// Erweiterung des Filters um weitere 1000 Quadratmeter möglich

    ​Das Regierungspräsidium Freiburg bezuschusst den Bau eines Retentionsbodenfilters auf der Kläranlange in Spaichingen (Kreis Tuttlingen) mit insgesamt 580.000 Euro. Der Zuwendungsbescheid ist am 11. Juni an die Bürgermeister von Spaichingen, Hans Georg Schuhmacher, und Balgheim, Helmut Götz, auf dem Postweg übersandt worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Der Retentionsfilter dient der Verbesserung der Gewässerqualität, da ein Gutachten der Prim einen schlechten ökologischen Zustand bescheinigt hat. Der Filter dient der weitergehenden Behandlung des Mischwassers und reinigt dieses während der Passage durch den mit Mikroorganismen belebten sowie adsorbierenden Bodenfilter. Das Land unterstützt hier gezielt die technische Verbesserung der Abwasserreinigung im Ländlichen Raum und trägt somit  zur Optimierung des ökologischen Zustands des Gewässers bei.“
     
    An der Kläranlage sind die Stadt Spaichingen und die Gemeinde Balgheim beteiligt. Spaichingen trägt von der Investition 1,155 Millionen Euro und Balgheim 103.000 Euro. Das Land unterstützt davon 580.000 Euro, die Zuschüsse verteilen sich mit 500.000 Euro auf Spaichingen und 80.000 Euro auf Balgheim unterschiedlich – das heißt, die kleinere Gemeinde profitiert mit einem Fördersatz von 80 Prozent deutlich mehr als Spaichingen mit 42,7 Prozent.
     
    Was wird gemacht? Der nicht optimale Gewässerzustand der Prim soll durch einen Retentionsbodenfilter verbessert werden. Dieser Filter ist ein mit Sand gefülltes und mit Schilf bepflanztes abgedichtetes Erdbauwerk auf einer Fläche von zunächst 1000 Quadratmeter. Das im vorhandenen Regenüberlaufbecken behandelte Abwasser soll zur weitergehenden Reinigung über den Filter geleitet werden.
     
    Das gereinigte Wasser wird von einer Drainage gesammelt und über ein Ablaufbauwerk in die Prim geleitet. Der Filter dämpft zudem durch die Speicherung die Spitzen und entlastet so hydraulisch den Vorfluter zusätzlich. Der Filter kann im Endausbau auf bis zu 2000 Quadratmeter ausgeweitet werden – je nachdem was die Überprüfung der Effektivität des ersten Abschnitts hinsichtlich Funktion und Veränderung der Gewässerqualität ergibt. Zusätzlich soll das alte Nachklärbecken, das nicht mehr im Betrieb ist, aber noch im guten Zustand ist, umgebaut und in die Mischwasserbehandlung als zusätzliches Speichervolumen eingebunden werden.

Pressestelle


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