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  • Abteilung 5
    25.06.2019
    Regierungspräsidium Freiburg unterstützt den dritten Abschnitt der Erweiterung der Kläranlage in Heppenschwand in der Gemeinde Höchenschwand (Kreis Waldshut) mit rund 629.400 Euro
    Zuwendungsbescheid des Landes ist versandt worden // Optimierung der technischen Ausrüstung, der EMSR-Technik für die Kläranlage sowie des Regenüberlaufbeckens sowie der P-Elimination geplant

    Das Regierungspräsidium Freiburg fördert den dritten und finalen Abschnitt der Erweiterung der Kläranlage in Heppenschwand in der Gemeinde Höchenschwand (Kreis Waldshut) mit 629.400 Euro. Der Zuwendungsbescheid des Regierungspräsidiums Freiburg ist am heutigen 25. Juni an Bürgermeister Stefan Dorfmeister übersandt worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Höchenschwand investiert in die Erweiterung der Kläranlage insgesamt über mehrere Jahre in drei Abschnitten rund 3,33 Millionen Euro, wovon das Land rund 1,4 Millionen Euro beisteuert.

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Der Ausbau der Infrastruktur im Ländlichen Raum und auch die technische Ertüchtigung kommunaler Kläranlagen ist ein wichtiges Zukunftsthema im Regierungsbezirk Freiburg. Hier unterstützen wir Investitionen zur Verbesserung der Reinigungsleistung mit einem Förderanteil von 44,4 Prozent. Damit wird der wesentliche Teil des Gesamtkonzepts zur Sicherstellung der Abwasserbeseitigung in Höchenschwand erfolgreich umgesetzt und die Kapazität deutlich erhöht. Nach dem Ausbau ist außerdem die Situation am Aubächle optimiert, und es stehen genügend Reserven für die zukünftige Entwicklung der Ortsteile zur Verfügung.“

    Höchenschwand betreibt für insgesamt fünf Ortsteile eine zentrale Kläranlage in Heppenschwand, die in das Aubächle einleitet. Diese ist seit 1984 in Betrieb und stößt nun an ihre Belastungsgrenze. Insbesondere im Winter gibt es Schwierigkeiten, geforderte Ablaufwerte einzuhalten. Bei einer Untersuchung zur Leistungsfähigkeit der Kläranlage kam heraus, dass ein Anschluss an eine größere Kläranlage aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist.

    Das Landratsamt Waldshut hat in seiner wasserrechtlichen Erlaubnis daher festgelegt, dass die Kläranlage Heppenschwand erweitert werden muss. 2017 wurde bereits ein neues Puffer- und Regenüberlaufbecken gebaut – von 430.000 Euro konnten rund 116.000 Euro vom Land zur Verfügung gestellt werden. Im zweiten Abschnitt ging es dann im vergangenen Jahr um den Bau eines Kombibeckens (Belebungs- und Nachklärbecken) sowie eines Schlammstapelbehälters. Weiterhin wurde die Belüftung so umgerüstet, dass gezielt Stickstoff eliminiert werden kann.

    Um auch im Winter einen gesicherten Betrieb zu ermöglichen, ist eine Einhausung des Kombibeckens geplant. Der Klärschlamm soll künftig vor Ort entwässert werden, sodass ein größerer Schlammstapelbehälter vonnöten ist. Da die Fördermittel begrenzt sind, musste der zweite Abschnitt in zwei Bauabschnitte aufgeteilt werden. Im ersten Teil errichtete die Gemeinde Kombibecken plus Schlammstapelbehälter, ließ aber die technische Ausstattung zunächst weg. Die wird nun ergänzt und kostet insgesamt 1,4 Millionen Euro. Zu der technischen Ausrüstung zählt die EMSR-Technik für Kläranlage und Regenüberlaufbecken sowie die Phospor-Elimination. Insgesamt hat die Gemeinde Höchenschwand danach noch weitere Hausaufgaben zu machen – wie zum Beispiel die Reduzierung des Fremdwasserzuflusses.​​

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