Pressemitteilung

Artenvielfalt erhalten: Arbeiten zur Landschaftspflege am Katzenbuck bei Untermettingen (Kreis Waldshut)

Im August und September finden auf den landeseigenen Flächen am Katzenbuck südöstlich von Untermettingen (Kreis Waldshut) Landschaftspflegearbeiten im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg (RP) statt. Die Flächen liegen im Naturschutzgebiet Katzenbuck-Halde, das besonders aufgrund seiner für die Muschelkalklandschaft typischen Kalkmagerrasen und Magerwiesen auch im europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 eine herausragende Rolle zur Bewahrung unseres Naturerbes einnimmt.

Wiesen und Weiden bieten vielen seltenen und geschützten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Damit tragen sie zum Erhalt der natürlichen Artenvielfalt bei. „Nachdem ein ehemaliger Fichtenforst am Katzenbuck der Trockenheit der vergangenen Sommer zum Opfer gefallen ist, soll in enger Abstimmung mit dem Forstbezirk Südschwarzwald (ForstBW) auf dem flachgründigen und nährstoffarmen Standort nun ein blumenbunter Magerrasen unter lockerem Baumbestand entstehen“, erklärte Friederike Tribukait vom Naturschutzreferat des RP. Hierfür müssen die auf der Fläche wachsenden Gebüsche entfernt und die typischen Blumen, Gräser und Kräuter der Magerrasen angesät werden. Für die Ansaat wird gebietsheimisches Saatgut aus der Nähe verwendet, das bereits vor Oktober ausgebracht werden muss. Die Gebüsche und kleineren Gehölze werden deshalb ab Ende August gerodet. „Selbstverständlich nehmen wir dabei auch Rücksicht auf die Vogelwelt“, so Linda Weggler von der mit der Maßnahmenumsetzung betrauten BHM Planungsgesellschaft: „Die verschiedenen Vogelarten habe ihre Brut zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen. Zur Sicherheit wird die Fläche aber vor Beginn der Arbeiten auf brütende Vögel nochmals kontrolliert.“ Durch die Maßnahme entstehen neue blütenreichen Magerwiesen am Katzenbuck, deren Nektar und Samen einer Vielzahl von Insekten und damit auch Vögeln Nahrung bieten wird. Sie stellt damit einen wichtigen Beitrag für den Erhalt dieses wertvollen Lebensraumes dar, der auch als Trittstein im landesweiten Biotopverbund von besonderer Bedeutung für die Artenvielfalt ist.

Für Fragen zu diesem Projekt stehen Friederike Tribukait oder Linda Weggler als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung: Friederike.Tribukait@rpf.bwl.de oder Weggler@bhmp.de.

Pressestelle

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Heike Spannagel
Pressesprecherin
Matthias Henrich
Stellv. Pressesprecher
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