Pressemitteilung

Europatag am 9. Mai – „Europa macht’s möglich“

EU hat mehr als 300 grenzüberschreitende Begegnungsprojekte am Oberrhein mit 3,2 Millionen gefördert

 

 

Eine Frau hält eine Europaflagge hinter ihrem Rücken

„Europa macht’s möglich!“: Anlässlich des Europatags am 9. Mai zieht das Regierungspräsidium Freiburg (RP) Zwischenbilanz zur grenzüberschreitenden Begegnung am Oberrhein. Demnach hat die Europäische Union in den vergangenen 20 Jahren mehr als 300 grenzüberschreitende Begegnungsprojekte am Oberrhein mit insgesamt rund 3,2 Millionen Euro gefördert. Unterstützt wurden damit verschiedene Kultur- und Kunst-, Sport- und Jugendprojekte, Volksfeste, Konzerte und Ausstellungen aber auch Vorhaben im Bereich Umwelt und Klima. Dadurch kamen allein in den vergangenen fünf Jahren mehr als 30.000 Bürgerinnen und Bürger miteinander in Kontakt.

„Europa wird von den Menschen im Alltag gestaltet. In diesem Sinne schaffen die von der EU geförderten grenzüberschreitenden Kleinprojekte Begegnungen und Freundschaften, die das Fundament unseres trinationalen Zusammenlebens am Oberrhein sind“, erklärte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, die auch Vorsitzende des Begleitausschusses für das EU-Förderprogramm INTERREG am Oberrhein ist. Erfreulich sei, dass die Dynamik in diesem Bereich auch der Pandemie Stand gehalten habe. In den vergangenen zwei Jahren sei die Anzahl der Projekte nahezu konstant geblieben: „Hier wird sichtbar, dass die Menschen auf beiden Seiten des Rheins den Kontakt suchen und pflegen.“

Die Fördermittel stammen aus dem Förderprogramm INTERREG. Damit macht die EU Vereinen und gemeinnützigen Strukturen ein niederschwelliges Angebot für Begegnungsprojekte. Unterstützt wurden die Projektträger in der vergangenen Förderperiode von 2017 bis 2021 von den vier Eurodistrikten am Oberrhein. Derzeit arbeiten das INTERREG-Sekretariat in Straßburg und seine Partner an der neuen Förderperiode für Kleinprojekte.

Als Beispiel für ein erfolgreiches Kleinprojekt nennt das RP einen trinationalen Stafettenlauf für alemannische Dialekte, der im Mai 2021 stattfand und vom Verein „Sprochrenner“ organisiert wurde. Außerdem entstand auf Initiative von Radio Dreyeckland ein Wanderhörspiel im Dreiländereck, das drei Schulklassen aus Lörrach, Freiburg, Basel und Mulhouse auf Alemannisch, Baseldeutsch und Elsässisch produzierten.  In einem weiteren Kleinprojekt lernten Jugendliche gemeinsam mit Seniorinnen und Senioren kulinarische Spezialitäten am Oberrhein kennen. Ergebnis dieser zweitätigen Begegnung der drei Nationen ist ein Wörterbuch der grenz- und generationenübergreifenden Küche.

Mehr Information zu INTERREG im Internet: https://www.interreg-oberrhein.eu

 

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