Pressemitteilung

Fertigstellung Henneteichwehr - freie Bahn für Lachse

Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidium Freiburg hat die Umgestaltung des ehemaligen Wehres abgeschlossen

Am vergangenen Freitag, 23. April, wurden die Bauarbeiten zur Umgestaltung des ehemaligen Henneteichwehres in Renchen abgeschlossen. Bei einem gemeinsamen Vor-Orttermin von Bürgermeister Bernd Siefermann und Vertretern des Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidium Freiburg machten sich die maßgeblich beteiligten Akteure ein gemeinsames Bild von der neuen Riegelrampe.

Das Wehr war bisher ein Wanderungshindernis für Fische und aquatische Kleinlebewesen in der Rench. Durch die Riegelrampe, wird das Wehr passierbar gemacht. Die Riegelrampe ermöglicht sowohl den Auf- als auch Abstieg von Fischen und anderen Wassertieren und ermöglicht so, dass der Höhenunterschied von bis zu 1,5 Metern überwunden werden kann.

Bürgermeister Siefermann dankte allen Beteiligten für die gelungene Umgestaltung. Sie sei nicht nur ökologisch äußerst wichtig, sondern auch für die Naherholung in Renchen ein Highlight. Durch die Ertüchtigung des ehemaligen Bedienstegs konnte zudem die Zugänglichkeit zum Vereinsgelände des Angelsportvereins Renchen dauerhaft gesichert werden. Er sei erfreut, dass nun die jahrzehntelang geplante Umgestaltung realisiert werden konnte. Sein Dank gelte daher besonders Betriebsleiter Simon Spinner für seinen pragmatischen Einsatz für die Umgestaltung des Wehres und die unkomplizierte Zusammenarbeit.

Betriebsleiter Spinner bedankte sich beim Baggerbetrieb Finkbeiner für die fachgerechte und sorgfältige Ausführung der Maßnahme, sowie seinen Kollegen für die Unterstützung bei Planung und Ausführung der Riegelrampe. Die Mitarbeiter des Betriebshof Wagshrust haben die Stahlbauarbeiten am Steg und Teile der Materiallieferungen durchgeführt. „Ein weiterer Dank gilt der Stadt Renchen für Ihren Einsatz zum Gelingen des Projekts, sowie den Kolleginnen und Kollegen des Landratsamt Ortenau. Nur durch den gemeinsamen Einsatz aller Akteure konnte am Ende dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen werden“, so Spinner.

Die Arbeiten wurden durch den Landesbetrieb Gewässer geplant und durch den Flussbaubetriebshof Wagshurst in Zusammenarbeiten mit der Firma Finkbeiner aus Baiersbronn durchgeführt.

Die Rench ist der fünftgrößte Oberrheinzufluss in Baden-Württemberg. Sie wurde als Programmstrecke nach der Wasserrahmenrichtlinie festgelegt. Um einen guten ökologischen Zustand zu erreichen, sind Maßnahmen zur Verbesserung der Durchgängigkeit, Sicherung des Mindestwasserabflusses und Verbesserung der Gewässerstruktur notwendig. Außerdem ist die Rench von überregionaler Bedeutung für die Wiederansiedlung des Lachses. Mit der Umgestaltung des ehemaligen Henneteichwehres konnte ein weiterer Abschnitt der Rench in seiner Lebensraumfunktion aufgewertet werden.

Möglich wurde die Maßnahme durch eine gemeinsame Vereinbarung zwischen dem Regierungspräsidium Freiburg, Landesbetrieb Gewässer, der Stadt Renchen, dem Landratsamt Ortenaukreis, sowie den ehemaligen Wasserrechtsinhabern am Mühlbach.

Foto: von links nach rechts

Betriebsleiter Simon Spinner, Planer Lukas Hoffmann (beide Landesbetrieb Gewässer), Bernd Siefermann Bürgermeister der Stadt Renchen, Felix Finkbeiner und Wilhelm Gaiser (Baggerbetrieb Finkbeiner)

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