Pressemitteilung

Erstes Citizen-Science-Projekt startet: Gemeinsam forschen für mehr Artenvielfalt

Biosphärengebiet Schwarzwald bittet Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe bei der Erfassung von Säugetierarten

 

Das Biosphärengebiet Schwarzwald startet mit einer Infoveranstaltung am Freitag, 22. April um 16.30 Uhr in der Eventhalle in Todtnau sein erstes sogenanntes Citizen-Science-Projekt. Dabei können Bürgerinnen und Bürger aus der Region zu Forschenden werden und der Wissenschaft bei der Erfassung von Bestandsdaten helfen.

„Citizen Science wird auch Bürgerwissenschaften genannt und ist ebenso einfach wie genial“, erläutert Geschäftsführer Walter Kemkes. „Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden als erweitertes Netzwerk der Wissenschaft genutzt, um wichtige Grundlagendaten zu erheben. Dieses Konzept ist weltweit verbreitet und bietet den Ehrenamtlichen die Möglichkeit, sich aktiv an der wissenschaftlichen Forschung zu beteiligen. Und die Wissenschaft erhält wertvolle Informationen, die ihr ansonsten verborgen bleiben würden“, so Kemkes.

Wo kommen welche Tierarten im Biosphärengebiet vor? Wie sind sie verbreitet? Das sind zwei der Fragen, die das Team des Biosphärengebiets gemeinsam mit Beobachtenden aus der Region beantworten möchte. Die Meldedaten werden gesammelt, ausgewertet und auf einer Karte dargestellt. Die Beobachtung ist langfristig angelegt. Damit soll es möglich werden, nicht nur Aussagen über die Verbreitung von Arten zu machen, sondern auch geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Lebensräume zu erhalten und perspektivisch neue Lebensräume zu schaffen.

Zum Auftakt lädt die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets zu einer Einführungsveranstaltung am Freitag, 22. April um 16.30 Uhr in die Eventhalle in Todtnau, Schwarzwaldstraße 15, ein. Dort stellt das Biosphärengebiet Citizen-Science oder Bürgerwissenschaften vor. Die Teilnehmenden lernen Igelhäuschen zu bauen, und es wird über bereits laufende Projekte berichtet. Es wird um eine Anmeldung per E-Mail an gemeinsamforschen.biosphaerengebiet@rpf.bwl.de <mailto:gemeinsamforschen.biosphaerengebiet@rpf.bwl.de>  gebeten. Es wird empfohlen, eine FFP2-Maske zu tragen, wenn die Abstände nicht eingehalten werden können.

Egal ob Igel, Eichhörnchen oder Dachs – erste Sichtungen können ab dem 1. Mai über einen Erfassungsbogen gemeldet werden. Beobachten ist immer und überall möglich. Entdeckungen können sowohl im eigenen Garten, auf der Straße oder auch mitten im Wald erfolgen. Wichtig ist nur, dass Sie beim Beobachten die Tiere nicht stören und auf den Wegen bleiben. Außerdem bezieht sich das Citizen-Science-Projekt ausschließlich auf die Gebietskulisse des Biosphärengebiets Schwarzwald.

Wer mitmachen möchte, kann ab Mai den Erfassungsbogen über die Internetseite des Biosphärengebiets Schwarzwalds herunterladen: https://www.biosphaerengebiet-schwarzwald.de/service/broschueren-und-flyer/. Alle Beobachtungsdaten werden anonymisiert ausgewertet und dienen nur zum Zwecke der Artenerfassung. Auf Wunsch schickt Ihnen das Geschäftsstellenteam auch den Erfassungsbogen und einen Informationsflyer zu.

 

 

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