Pressemitteilung

L 170 oberhalb der Schattenmühle (Bonndorf, Landkreis Waldshut) ab Donnerstag, 17. Juni, voll gesperrt

Sperrung wegen erheblicher Straßenschäden bis Ende des Jahres - Regierungspräsidium: Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gefährdet –Wanderparkplätze bleiben erreichbar

Wie das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mitgeteilt hat, muss die L 170 im Bereich der Schattenmühle (Bonndorf, Landkreis Waldshut) zwischen Abzweig B 315 und Abzweig Boll wegen erheblicher Straßenschäden bis Ende des Jahres voll gesperrt werden. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer sei nicht mehr gewährleistet ist.

Der Straßenzustand habe sich laut RP jüngst massiv verschlechtert. Zu Wochenbeginn sei festgestellt worden, dass bereits vorhandene Aufbrüche in der Straße in den vergangenen Tagen erheblich gewachsen sind. Erneut sei es zu einer Verschiebung des Straßenuntergrunds gekommen, der Löcher und Risse in der Fahrbahn verursachte. Eine unmittelbare geologische Begutachtung zum Straßenuntergrund brachte das Ergebnis, dass die Straße voll gesperrt werden müsse. Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gewährleistet.

„Selbstverständlich ist uns die Bedeutung der L 170 für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bonndorf, die dort ansässigen Unternehmen und für den Naturschutz und den Tourismus rund um die Wutachschlucht bewusst. Dennoch hat die Verkehrssicherheit Vorrang. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bereits mit Nachdruck an einer nachhaltigen Sanierung der Straße“, so der zuständige Abteilungsleiter im RP, Karl Kleemann.

Bedingt durch die geologische Situation der Wutachschlucht ist die L 170 immer wieder Bodenbewegungen ausgesetzt, die zu Schäden in der Straße führen. Die Straßenbauingenieure im RP sind deshalb bereits seit Jahren damit befasst, die für die Verbindung der B 31 und der B 315 erforderliche Landesstraße in einem verkehrssicheren Zustand zu erhalten. Dazu setzt das RP ein langfristiges Sanierungskonzept um, mit dem der Straßenuntergrund und der anstehende Hang nachhaltig stabilisiert werden sollen. Die nächste größere Sanierungsmaßnahme im Rahmen dieses Konzeptes ist für 2021 bereits beauftragt, die im Bereich der aktuellen Rutschungen erforderlichen Arbeiten werden zeitnah ausgeschrieben und sollen im Herbst ausgeführt werden.
Mehrmals wöchentlich finden Kontrollen statt, um immer einen aktuellen Stand über den Zustand der Straße zu haben.

Die erheblichen Straßenschäden wurden nach Ansicht der Fachleute insbesondere auch durch unzulässigen Schwerlastverkehr beschleunigt, der den ohnehin labilen Untergrund weiter strapaziere. Viele Lkw hätten trotz bereits bestehender Sperrung ab 3,5 Tonnen weiterhin die L 170 in diesem Bereich genutzt, um Umwege zu vermeiden. Nach den nun aufgetretenen Straßenschäden müsse die Landesstraße nun auch für den Pkw-Verkehr gesperrt werden, um die Straße instand setzen zu können. Die Sperrung gelte auch für den Busverkehr. Der öffentliche Wanderbus der SBG werde umgeleitet. Alle Wanderparkplätze bleiben jedoch weiterhin erreichbar.

Pressestelle

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Heike Spannagel
Pressesprecherin
Matthias Henrich
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