Pressemitteilung

Land fördert Regenüberlaufbecken in Schlechtnau (Todtnau) mit 2,24 Millionen Euro

Umweltministerium Walker: „Durch den Bau des Regenüberlaufbeckens verbessert sich die Situation für Natur und Menschen in Todtnau“

v. l. n. rechts: Regierungsvizepräsident Klemens Ficht, Bürgermeister Andreas Wießner und Andreas Schneider vom Landratsamt Lörrach (Sachgebietsleitung Wasser und Abwasser). (Quelle: Stadt Todtnau)

Das Land Baden-Württemberg fördert das neue Regenüberlaufbecken im Todtnauer Ortsteil Schlechtnau mit 2,24 Millionen Euro. Es kostet insgesamt rund 3,19 Millionen Euro. Mit dem Bau dieses Beckens wird das neue Konzept der Regenwasserbehandlung in Todtnau abgeschlossen. Bereits 2021 hat das Land einen Regenüberlauf im Ortsteil Todtnauberg und Umbauten an der Kläranlage Schlechtnau mit knapp einer Million Euro gefördert. Die Gesamtkosten liegen bei 4,86 Millionen Euro.

Zitat Umweltministerin Walker: „Wir unterstützen das Vorhaben der Gemeinde Todtnau gerne. Das ist gut investiertes Geld für die Menschen dort, um die Abwasserbeseitigung zu modernisieren, effizienter zu machen und gleichzeitig die Gewässer, Tiere und Pflanzen vor Schadstoffen zu schützen“, sagte Umweltministerin Thekla Walker heute (24.10.) in Stuttgart.

Regierungsvizepräsident Klemens Ficht ließ es sich nicht nehmen, den Förderbescheid selbst zu übergeben. „Es freut mich sehr, dass die Gemeinde Todtnau im Herzen des Biosphärengebiets Schwarzwald mit dieser neuen Anlage auch ökologisch auf dem neuesten Stand sein wird. Darüber hinaus ist das neue Abwasserkonzept erfreulicherweise auch aus wirtschaftlicher Sicht die optimale Lösung,“ sagte Regierungsvizepräsident Ficht bei der Übergabe des Förderbescheides in Todtnau.

Im Einzugsgebiet der Kläranlage Schlechtnau wurde das Konzept der Regenwasserbehandlung überarbeitet. Dabei hat sich der Neubau eines Regenüberlaufs im Ortsteil Todtnauberg und die Erhöhung der auf der Kläranlage Schlechtnau behandelbaren Abwassermenge sowie der Bau eines Regenüberlaufbeckens vor der Kläranlage Schlechtnau als wirtschaftlich und auch umwelttechnisch beste Lösung herauskristallisiert.

Das Regenüberlaufbecken entlastet die Kanalisation, die sowohl Regen- als auch Schmutzwasser aufnimmt. Bei Starkregen kommt mehr Abwasser im Kanal an, als zur Kläranlage abgeleitet werden kann. Das zu viel ankommende Abwasser fließt bislang ungereinigt in den Fluss Wiese. In Zukunft wird das Abwasser im neuen Regenüberlaufbecken zwischengespeichert und später zur Kläranlage weitergeleitet. Wenn das Becken voll ist, erfolgt zwar immer noch ein Überlauf in die Wiese. Durch die Zwischenspeicherung erfolgt allerdings eine mechanische Reinigung, da sich ungelöste Feststoffe im Regenüberlaufbecken absetzen.

Das neue Regenüberlaufbecken wird als Betonrundbecken gebaut. Neben dem Becken entsteht ein Trennbauwerk, ein Geschiebeschacht, ein Auslaufbauwerk, ein Betriebsgebäude sowie ein Mess- und Drosselbauwerk. Das Regenrückhaltebecken kann auch als Retentions- und Havariebecken genutzt werden.

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