Pressemitteilung

„Nutzung von Erdwärme verstehen und Transparenz schaffen“

Umweltministerium und Regierungspräsidium Freiburg informieren über Tiefe Geothermie in Baden-Württemberg

Innenansicht einer Geothermie-Anlage

Rund 200 Bürgerinnen und Bürger haben am Donnerstagabend an einer digitalen Informationsveranstaltung zur Tiefen Geothermie in Baden-Württemberg teilgenommen. Im Rahmen der dreistündigen Videokonferenz informierten das Umweltministerium und das Regierungspräsidium Freiburg insbesondere über die Technologie und die Verfahren zur Genehmigung von Geothermie-Vorhaben.

„Für die Energiewende ist die Tiefe Geothermie elementar wichtig“, betonte Energieministerin Thekla Walker. Sie berge enormes Potenzial, Wärmenetze mit großen Mengen erneuerbarer Wärme zu versorgen. „Beim Anschluss an ein Wärmenetz, das durch Geothermie beheizt ist, erhalten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit einer langfristig sicheren Wärmeversorgung mit lokal erzeugter erneuerbarer Energie.“

Die Ministerin versicherte zugleich, dass das Land sehr ernst nehme, wenn manche Bürgerinnen und Bürger bei der Umsetzung von Geothermie-Projekten verunsichert seien. „In umfangreichen, mehrstufigen behördlichen Verfahren werden alle Aspekte eines Projekts begutachtet, geprüft und bewertet. Ziel ist eine umweltgerechte und sichere Nutzung der geothermischen Ressourcen im tiefen Untergrund.“

„Mit dieser Informationsveranstaltung schaffen wir Transparenz und vermitteln Wissen, um die Tiefe Geothermie und die Grundlagen ihrer Nutzung in Baden-Württemberg zu verstehen. So wollen wir das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in das Handeln des Regierungspräsidiums als Genehmigungsbehörde stärken“, erklärte die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Das landesweit für die Genehmigung von Bohrungen zuständige Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) ist beim Regierungspräsidium Freiburg angesiedelt. Wie Schäfer betonte, werden die Genehmigungsverfahren auf Grundlage des Bergrechtes sorgfältig und fachlich fundiert durchgeführt.

Referenten des LGRB, des Kompetenzzentrums Energie beim RP Freiburg und des Landesforschungszentrums Geothermie hielten zunächst ihre Vorträge rund um die Tiefe Geothermie. Anschließend stellten sich die Experten den Fragen des Publikums. Dabei wurde deutlich, dass die Vorhaben bei der Planung und bei der Umsetzung Schritt für Schritt eng begleitet und kritisch geprüft werden. Bei den bergrechtlichen Zulassungen stehe die Sicherheit der Bürger im Vordergrund.

Fachvorträge auf dem YouTube-Kanal des Regierungspräsidiums

Die Fachvorträge finden Sie auf dem YouTube-Kanal des Regierungspräsidiums Freiburg.

Fachvortrag von Jörg-Detlef Eckhardt zur Tiefen Geothermie am Oberrhein

Fachvortrag von Axel Brasse zur bergrechtlichen Genehmigungsverfahren

Vorstellung des Kompetenzzentrums Energie von Heiko Hogenmüller

Fachvortrag von Frank R. Schilling: "Tiefe Geothermie - Chancen nutzen, Gefährdung vermeiden!"

Hintergrund-Info:

Im Unterschied zur oberflächennahen Geothermie wird bei der Tiefen Geothermie die Erdwärme in Tiefen von mehr als 400 Metern genutzt. Auf diese Weise lassen sich über Wärmenetze große Gebiete mit erneuerbarer Wärme versorgen. Auch grundlastfähiger Strom lässt sich mit Tiefer Geothermie erzeugen.

In Baden-Württemberg gibt es am Oberrhein und in Oberschwaben geeignete Regionen für die Nutzung der Tiefen Geothermie. Im Land sind bislang zwei Anlagen in Bruchsal und Pfullendorf in Betrieb. Weitere Vorhaben befinden sich in Planung.

Weitere Informationen über Geothermie beim baden-württembergischen Umweltministerium:

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/erneuerbare-energien/geothermie/.


Vorträge als PDF

Fachvortrag von Axel Brasse zur bergrechtlichen Genehmigungsverfahren

Fachvortrag von Jörg-Detlef Eckhardt zur Tiefen Geothermie am Oberrhein

Vorstellung des Kompetenzzentrums Energie von Heiko Hogenmüller

Fachvortrag von Frank R. Schilling: "Tiefe Geothermie - Chancen nutzen, Gefährdung vermeiden!"

Pressestelle

Kaiser-Joseph-Straße 167
79083 Freiburg
pressestelle@rpf.bwl.de

 

Heike Spannagel
Pressesprecherin
Matthias Henrich
Stellv. Pressesprecher
Annika Nafz
Social Media