Pressemitteilung

Planung zur Sanierung und Nachrüstung des Kappler- und Schützenalleetunnels an der B 31 in Freiburg startet

Regierungspräsidium, Stadt, Landratsamt und Umlandgemeinden tauschen sich aus

Basler Hof in Freiburg

Bei einem Fachgespräch haben das Regierungspräsidium Freiburg (RP), die Stadt Freiburg und das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald am Montag zum weiteren Vorgehen bei der Sanierung und Nachrüstung der Betriebstechnik des Kappler Tunnels und des Schützenalleetunnels an der B 31 in Freiburg informiert. Insbesondere war der Betrieb der Pförtnerampel Gegenstand des Gesprächs. An dem Termin im RP nahmen neben Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag, Landrätin Dorothea Störr-Ritter sowie die Bürgermeister Andreas Hall (Kirchzarten), Ralf Kaiser (Buchenbach), Fränzi Kleeb (Stegen), Thomas Mark (stellvertretender Bürgermeister, St. Märgen), Rudolf Schuler (St. Peter) und Klaus Vosberg (Oberried) teil. Das RP stellte das Projekt zur Erneuerung des Brandschutzes sowie zur generellen Sanierung der über 20 Jahre alten Tunnelanlage vor. Mit den Bürgermeistern wurde ausführlich über die Minimierung des Ausweichverkehrs diskutiert. Dazu sind unter anderem digitale Anzeigetafeln geplant, die über die Fahrtzeit durch die Tunnel informieren.

Ein Fachgutachten, das die für den Betrieb und die Verkehrssicherheit in den Tunneln verantwortliche Stadt Freiburg in Auftrag gegeben hatte, war im September vergangenen Jahres zu dem Schluss gekommen, dass der Brandschutz der beiden Tunnel den gestiegenen Verkehrsbelastungen nicht genügt. Insbesondere sind die Tunnel nicht auf regelmäßige Staus ausgerichtet. Die Stadt richtete am östlichen Tunneleingang eine provisorische Pförtnerampel ein, um Staubildung im Tunnel zu vermeiden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Ausweichverkehr hat sich der Verkehr inzwischen eingespielt. Die Pförtnerampel kommt nur selten zum Einsatz.

„Die Pförtnerampel ist ein Provisorium. Um die Sicherheit der Tunnelanlage nach den aktuellen Standards zu gewährleisten, ist die Nachrüstung des Brandschutzes unumgänglich. Diese Maßnahmen setzen zwingend die Erneuerung der kompletten Betriebstechnik sowie bauliche Anpassungen der Tunnel voraus. An der B 31 Ost in Freiburg steht also ein aufwändiges Bauprojekt bevor, das wir in Abstimmung mit der Stadt, dem Landkreis und den Gemeinden mit höchster Priorität angehen wollen“, erklärte Regierungspräsidentin Schäfer. Mit den Bürgermeistern der Umlandgemeinden wurde vereinbart, weiterhin in engem Austausch zu bleiben.

Das RP wird im Auftrag des Bundes die Federführung übernehmen. Die Gesamtbaukosten werden derzeit auf 40 Millionen Euro geschätzt. Insbesondere aufgrund der Zusammenhänge mit dem innerstädtischen Verkehr ist die Planung hochkomplex. Sie wird zusammen mit dem europäischen Ausschreibungsverfahren voraussichtlich fünf Jahre in Anspruch nehmen. Demnach könnten die Bauarbeiten 2027 beginnen und 2030 abgeschlossen werden. Um die Einschränkungen während der Bauzeit möglichst gering zu halten, soll der Verkehr dann jeweils in beide Fahrtrichtungen durch eine Tunnelröhre fließen.

Im Rahmen des Gesamtprojektes werden die Tunnel saniert und mit einer zukunftssicheren Betriebstechnik ausgestattet. Die Ertüchtigung des Brandschutzes umfasst neben der Erneuerung der Lüftungsanlage die Herstellung weiterer Fluchtwege. Komplett erneuert werden müssen zudem die zentrale Leittechnik, die Beleuchtung und die Kommunikationseinrichtungen der Tunnel. Darüber hinaus wird die Zeit der Sperrung genutzt, um die Bausubstanz der Tunnel zu sanieren, unter anderem zählt dazu die Erneuerung der Kabelzug- und Entwässerungsschächte sowie des Straßenbelags. Bereits von diesem Jahr an sollen die dringendsten Maßnahmen vorgezogen werden, um den sicheren Verkehr auf der B 31 aufrecht zu erhalten.

„Wir mussten als Tunnelbetreiber im Auftrag des Bundes sofort reagieren, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Mit der provisorischen Pförtnerampel haben wir eine Verkehrslenkung gefunden, welche die Anwohnerinnen und Anwohner in Freiburg wie auch in den Umlandgemeinden nach Möglichkeit von unnötigen Fahrten und zusätzlichem Verkehr verschont“, so Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag.

„Es ist sehr erfreulich festzustellen, dass alles unternommen wird, um den Verkehrsfluss auf der B31 aufrecht zu erhalten und die eingerichtete Pförtnerampel nur selten einsetzen zu müssen. Unser gemeinsames Ziel muss sein, dass möglichst alle Verkehrsteilnehmer auf der B 31 Ost verbleiben. Das geplante Verkehrsinformationssystem mit digitalen Anzeigetafeln, die mittels Echtzeitdaten über die Fahrtzeit durch die Tunnel informieren, kann hierzu einen wertvollen Beitrag liefern“, erklärte Landrätin Störr-Ritter.

 

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