Pressemitteilung

Radschnellweg „RS 6“: Verkehrsminister Hermann und Regierungspräsidentin Schäfer im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern in Waldkirch (Kreis Emmendingen)

Bei einer Radtour auf der künftigen Trasse des Radschnellwegs „RS 6“ hat Verkehrsminister Winfried Hermann am Mittwoch in Waldkirch die landesweite Bedeutung dieses Projekts hervorgehoben: „Das große Interesse an den Plänen zum RS 6 zeigt, die Zeit ist reif für eine neue Qualität von Radwegen, die schnell, kreuzungsfrei und breit sind. Damit schaffen wir eine echte Alternative zur Autofahrt. Im ganzen Land werden derzeit Radschnellwege geplant. Sie sind Teil der Verkehrswende zu einer umwelt- und klimafreundlichen Mobilität“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann. In Baden-Württemberg sollen in den kommenden zehn Jahren mindestens zwanzig Radschnellwege realisiert werden.

Neben Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und dem stellvertretenden Oberbürgermeister Klaus Detel nahmen rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger an dem Informationstermin des Regierungspräsidiums Freiburg (RP) teil. „Die Bürgerbeteiligung an der Planung des RS 6 ist schon jetzt ein voller Erfolg. Neben der Radtour in Waldkirch haben wir diese Woche bereits drei weitere Vor-Ort-Termine in Denzlingen, Emmendingen und Gundelfingen angeboten, die innerhalb weniger Tagen weitgehend ausgebucht waren. Wir wollen möglichst viele Menschen aus der Region in die Planung einbinden, um mit deren Ortskenntnis und Detailwissen eine verträgliche und akzeptierte Trasse zu bauen“, erklärte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer.

RP-Projektleiter Martin Laufer berichtete vom aktuellen Planungsstand. So werden derzeit die erarbeiteten Hauptvarianten der Trasse detailliert ausgearbeitet und anschließend anhand der Bewertungskriterien miteinander verglichen. Unter Berücksichtigung aller Randbedingungen in Richtung Emmendingen und Waldkirch werde das RP voraussichtlich gegen Ende des Jahres die Vorzugsvariante der Öffentlichkeit vorstellen.

Auf der Radtour wurden an mehreren Haltepunkten zentrale Aspekte der Planung besichtigt und erläutert. Besonders intensiv wurde die Trassenführung zwischen Suggental und Waldkirch diskutiert. Das RP plant auf diesem Abschnitt, die parallel zur B 294 verlaufende K 5103 zu einer Fahrradstraße umzuwidmen. Die damit verbundene Sperrung der Kreisstraße für den Autoverkehr wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern in Suggental kritisch gesehen. Martin Laufer erläuterte, dass dem Kfz-Verkehr weiterhin die B 294 mit ihrer Anschlussstelle bei Suggental zur Verfügung steht. „Die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn auch die Autofahrerinnen und Autofahrer bereit sind, einen Beitrag zu leisten“, betonte Verkehrsminister Hermann. „Es ist wichtig, dass die Radschnellwege auch schnell geplant und gebaut werden.“

Hintergrundinformation zum Radschnellweg „RS 6“:

Die eigenständige, durchgängige und breite Trasse des Radschnellwegs soll ein störungsfreies, sicheres Vorankommen ermöglichen und damit insbesondere Pendlerinnen und Pendlern den Umstieg auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtern. Das Verkehrspotenzial auf der Hauptachse im Raum Freiburg liegt bei bis zu 12.000 Radfahrerinnen und Radfahrer am Tag – damit belegt der RS 6 einen Spitzenplatz im Land.

Die insgesamt rund 21 Kilometer langen Teilstrecken des Radschnellwegs von der Stadtgrenze Freiburgs bis nach Waldkirch und Emmendingen plant und baut das RP im Auftrag des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg. Die Planung kostet hierfür rund 1,4 Millionen Euro. Davon steuert das Bundesverkehrsministerium rund 1,1 Millionen Euro bei. Planung und Bau der fünf Kilometer langen Strecke auf dem Stadtgebiet erfolgen durch die Stadt Freiburg. Ziel ist, dass der RS 6 bis 2028 gebaut wird. Unproblematische Streckenabschnitte sollen jedoch vorgezogen und beschleunigt umgesetzt werden.

Weitere Informationen zum RS 6 im Internet:www.breisgau-y.de

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