Pressemitteilung

Regierungspräsidium baut in der Donau in Fridingen (Kreis Tuttlingen) Wanderungshindernis für Fische zurück/ Fluss wird fit gemacht für Folgen des Klimawandels

Wie das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mitteilt, wird seit Anfang der Woche in der Donau in Fridingen (Kreis Tuttlingen) im Bereich des Sportzentrums eine kleine Schwelle zurückgebaut. Im Anschluss wird der Fluss in einem rund 150 Meter langen Abschnitt oberhalb der Schwelle naturnah gestaltet. Diese Maßnahme dient der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Die vor vielen Jahrzehnten in der Donau eingebaute Schwelle aus Beton erschwert die Wanderung von Fischen und wassergebundenen Kleinlebewesen. Zudem hat sie zu einem Rückstau der Donau geführt. „Dies hat sich auch negativ auf die Gewässergüte ausgewirkt hat, denn gerade an heißen Sommertagen kommt es zu einer starken Erwärmung des Wassers. Mit der aktuellen Maßnahme machen wir die Donau in diesem Bereich wieder durchgängig für Fische und gleichzeitig fit für die Folgen des Klimawandels“, erklärt Michael Koch vom Landesbetrieb Gewässer des RP.

So werden in den Fluss Buhnen aus Holzstämmen und Steinen eingebaut, um eine Strömungsvielfalt in dem geradlinig ausgebauten Abschnitt der Donau zu erzeugen. Es sollen flach überströmte Bereiche entstehen, aber gerade auch tiefere Fließrinnen, in denen in Niedrigwasserzeiten noch ausreichend Wassertiefe und Rückzugsräume für Fische vorhanden sind. Durch die eingebauten Strukturen wird die Donau bei Hochwasser immer wieder selbst durch Erosion und Ablagerungen von Sand und Steinen unterschiedliche Lebensräume im Flussbett schaffen.

Die Arbeiten im Flussbett, die der Gewässerbetriebshof Tuttlingen des RP Freiburg ausführt, dauern voraussichtlich bis Ende September. Darüber hinaus wird auf der Seite des Sportzentrums das mit Steinen verbaute Ufer umgestaltet und zum Abschluss der Maßnahme Anfang Oktober mit gebietsheimischen Gehölzen bepflanzt.

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