Pressemitteilung

Regierungspräsidium stellt Pläne für neues Naturschutzgebiet „Schangen-Dierloch“ in Freiburg-Hochdorf vor

Ein Exemplar der Schmetterlingsart "Kaisermantel"

Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) plant in Abstimmung mit der Stadt Freiburg und der Ortschaft Hochdorf die Ausweisung des neuen Naturschutzgebiets „Schangen-Dierloch“ in Freiburg-Hochdorf. Vertreterinnen der Naturschutzreferate des RP haben die Pläne am Montag im Umweltausschuss des Gemeinderats vorgestellt. Am Abend fand eine weitere Vorstellung des Vorhabens im Ortschaftsrat Hochdorf statt.

Wie das RP mitteilt, werde die Ausweisung dieses Naturschutzgebiets in der Stadt Freiburg bereits seit langem diskutiert und als wichtige Maßnahme des im Jahr 2019 vom Gemeinderat Freiburg beschlossenen Aktionsplans Biodiversität von der Stadt Freiburg unterstützt. Das östlich von Hochdorf gelegene, 131 Hektar große Gebiet „Schangen-Dierloch“ zeichne sich insbesondere durch zusammenhängende, artenreiche Feucht- und Nasswiesen und eine Vielzahl naturnaher Gräben und Bäche aus. Zudem seien die Wälder mit alten Eichenbeständen und strukturreichen Waldrändern mit artenreicher Saumvegetation naturschutzfachlich sehr wertvoll.  Hier seien zum Beispiel zahlreiche gefährdete Insektenarten wie insbesondere Libellen sowie Tag- und Nachtfalter zu Hause. Außerdem seien dort seltene Pflanzenarten vorhanden, die zum Teil noch auf die historische Landnutzung des Gebiets mit traditionellem Hanfanbau („Hanfreezen“) zurückgehen.

Die Ausweisung des Naturschutzgebiets soll zum langfristigen Erhalt dieser Arten und ihrer Lebensräume beitragen. Im nächsten Schritt starte noch dieses Jahr das förmliche Unterschutzstellungsverfahren, heißt es aus dem RP. Im Rahmen dieses Verfahrens können die Träger öffentlicher Belange sowie Bürgerinnen und Bürger Stellungnahmen zu dem Vorhaben abgeben. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Beteiligung kann dann die Rechtsverordnung für das neue Naturschutzgebiet in Kraft treten.

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