Pressemitteilung

Spatenstich für neue Sportanlagen des SV Burkheim (Vogtsburg, Kreis Breisgau-Hochschwarzwald)

Im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms für Hochwasserschutz wird der bisherige Standort des Sportvereins verlegt.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Benjamin Bohn, Bürgermeister der Stadt Vogtsburg im Kaiserstuhl, haben gemeinsam mit Vertretern des SV Burkheim und weiteren Beteiligten mit einem symbolischen Spatenstich am Mittwoch die Bauarbeiten der neuen Sportanlagen des SV Burkheim gestartet. Das bestehende Vereinsgebäude und die Sportplätze liegen im Rheinwald von Burkheim, mitten im künftigen Hochwasserrückhalteraum Breisach/Burkheim, der im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms des Landes derzeit errichtet wird. Deshalb werden die Sportanlagen jetzt am Ortsrand von Burkheim neu gebaut.

Am neuen Standort rund 500 Meter südlich von Burkheim mit Anbindung an die Landesstraße L 104 werden in den kommenden Jahren ein neues Vereinsheim mit Sportplätzen sowie ein neuer Parkplatz entstehen. In der Planungsphase für den Rückhalteraum Breisach/Burkheim hatte sich gezeigt, dass ein Schutz der bestehenden Sportanlagen im Rheinwald erheblich aufwändiger und letztlich unverhältnismäßig gewesen wäre. Das Land übernimmt deshalb die Kosten für einen funktionalen Ersatz der bestehenden Sportanlagen und des Parkplatzes. Diese werden sich auf mehrere Millionen Euro belaufen. Die Höhe kann erst nach der europaweiten Ausschreibung beziffert werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2024 dauern. Danach gehen die bisherigen Sportanlagen und das Gelände an das Land über. Dort wird künftig ein artenreicher und klimaresistenter Auwald entstehen.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer lobte in ihrem Grußwort die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Regierungspräsidium, der Stadt und dem Verein: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam eine gute Lösung für Burkheim gefunden haben.“ Darüber hinaus betonte sie die großen Anstrengungen, die für den Hochwasserschutz am Oberrhein unternommen werden. „Mit dem möglichst zügigen Bau der Rückhalteräume können wir in Zukunft verheerende Hochwasserschäden für Menschen und Infrastruktur am Rhein verhindern. Dabei erfolgen unsere Maßnahmen in enger Abstimmung mit den Gemeinden und ihren Bürgerinnen und Bürgern.“ Schäfer bedankte sich für die Solidarität der Menschen am Oberrhein, die diese mit der Akzeptanz der Hochwasserschutzmaßnahmen vor ihrer Haustür der Bevölkerung rheinabwärts entgegenbringen.

Der Einladung zum Spatenstich der Stadt Vogtsburg als Bauherrin der neuen Sportanlagen und des SV Burkheim waren auch Martin Barth, Erster Landesbeamter des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, Ortsvorsteherin Alexandra Bercher, Ortschafts- und Gemeinderäte sowie Mitglieder des Sportvereins und Vertreter der beteiligten Planungsbüros gefolgt.

„Nach vielen Jahrzehnten der ungewissen Zukunft und unzähligen Gesprächen wurde mit dem funktionalen Ersatz eine Möglichkeit geschaffen, um für den Burkheimer Sportverein eine neue Heimat an einem zukunftsfähigen Standort zu realisieren. Ich danke hierfür allen Beteiligten, insbesondere den Vertretern des Regierungspräsidiums Freiburg sowie des SV Burkheim für die gute Zusammenarbeit und die intensiven Verhandlungen der vergangenen Jahre“, betonte Bürgermeister Benjamin Bohn.

Für den SV Burkheim bedeutet der Spatenstich ein neues Kapitel der über 100-jährigen Vereinsgeschichte. „Die Weichen für eine positive Zukunft sind gestellt. Wir sehen Sie als Chance den Verein weiterzuentwickeln und noch viele Jubiläen gemeinsam feiern zu dürfen“, so Bernd Klaus, erster Vorsitzender des Sportvereins.

Das Integrierte Rheinprogramm (IRP) ist ein Vorhaben des Landes Baden-Württemberg, das auf ehemaligen Überflutungsflächen zwischen Basel und Mannheim insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume umfasst. Mit dem Bau des Hochwasserrückhalteraumes Breisach/Burkheim können nach Fertigstellung bis zu 6,5 Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden und so zum Hochwasserschutz für die Rheinunterlieger beitragen.

Weitere Informationen zum IRP: www.irp-bw.de.

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Heike Spannagel
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