Pressemitteilung

Vier weitere Unternehmen aus dem Regierungsbezirk Freiburg sind „Spitze auf dem Land“

Auszeichnung für Firmen aus Achern (Ortenaukreis), Stockach (Kreis Konstanz), Wurmlingen (Kreis Tuttlingen) und Villingendorf (Kreis Rottweil)

Butterbrezel-Maschine Doninger

Ab sofort dürfen sich landesweit acht weitere Firmen mit dem Label „Spitze auf dem Land“ schmücken und erhalten aus dem gleichnamigen Landesförderprogramm einen Investitionszuschuss. Vier davon kommen aus dem Regierungsbezirk Freiburg: Wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) am Freitag, bekanntgab, dürfen die Firma Doninger Maschinenbau in Achern (Ortenaukreis), Weber Instrumente GmbH & Co.KG in Stockach (Landkreis Konstanz), Kreidler Objekt GmbH & Co.KG in Wurmlingen (Landkreis Tuttlingen) und SK Scheidel Kunststoffe-Glas GmbH in Villingendorf (Landkreis Rottweil) als innovative Unternehmen künftig diesen Titel führen und erhalten aus dem gleichnamigen Förderprogramm einen Zuschuss für ihre geplanten Erweiterungsinvestitionen. Damit fließt rund die Hälfte des zur Verfügung stehenden Mittelvolumens in den Regierungsbezirk Freiburg.

„Dass unser Regierungsbezirk bei der zweiten Förderentscheidung in diesem Jahr wieder herausragend abschneidet, unterstreicht die Qualität der innovativen Entwicklungen unseres kleinen und mittelständischen Gewerbes im Ländlichen Raum und schafft mit Hilfe des Förderzuschusses des Landes und der EU eine Basis für deren weitere wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit“, so die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer“.

Information zu den Unternehmen:

Doninger Maschinenbau in Achern entwickelt und baut unter anderem Maschinen und Geräte für die Nahrungsmittel- und Bioindustrie. Die aktuellen Neuentwicklungen einer Butterbrezel-Schmiermaschine, einer Scheibenmühle zum energieeffizienten Schroten von Braumalz und ergonomischer Laborpressen sollen mittels einer baulichen Erweiterung am Standort zur Marktreife und Serienproduktion weiterentwickelt werden.

Weber Instrumente GmbH & Co.KG in Stockach entwickelt als Medizintechnik-Unternehmen Datenbanklösungen zur Rückverfolgbarkeit von OP-Instrumenten nach internationalen Kriterien in Kombination mit digitalen Drehmomentinstrumenten zur Unterstützung von OP-Teams (Alarmmeldung), außerdem spezielle, optimierte Schiebeschaftinstrumente mit wechselbaren Arbeitsenden. Hierfür wird in ein neues Entwicklungs- und Produktionsgebäude investiert.

Kreidler Objekt GmbH & Co.KG in Wurmlingen hat als Medizintechnik- Unternehmen ein verbessertes Fixierungssystem zum Brustbein-(Sternum-) Verschluss nach Herz-OPs mit innovativen Eigenschaften zur erhöhten Patientensicherheit entwickelt und arbeitet an der Entwicklung eines minimal-invasiven Rippenfixationssystems. Um diese Entwicklungen auf den Weltmarkt zu bringen, ist die geplante Betriebserweiterung erforderlich.

SK Scheidel Kunststoffe-Glas GmbH in Villingendorf bringt ihre neue technologische Entwicklung im Bereich transparenter Verbundwerkstoffeaus Kunststoff/ Glasauf den Markt.Die neuentwickelte Schutzscheibe mit modularen, untereinander kombinierbaren Funktionen wie Splitterresistenz, steuerbare Scheibeneinfärbung, Touch-Funktion, Anlaufschutz, ist in vielfältigen Branchen wie zum Beispiel Automobilindustrie, Maschinenbau, Personenschutz, Zoo, Museen etc. einsetzbar. Durch einen Erweiterungsbau mit Maschineninvestition am Unternehmensstandort soll eine serielle Produktion dieser firmeneigenen Entwicklung realisiert werden.

Das Förderprogramm „Spitze auf dem Land“

Das Förderprogramm „Spitze auf dem Land“ ist ein gemeinsam vom Land Baden-Württemberg und der EU finanziertes Förderprogramm, um kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ländlichen Raum, die eigene Produkte und Dienstleistungen entwickeln, besonders innovativ sind und den starken Willen zur Marktführerschaft haben, bei der Umsetzung ihrer zukunftsgerichteten Investitionen zu unterstützen.

Von 2021 bis 2027 stehen jeweils rund drei Millionen Euro pro Auswahlrunde an Zuschüssen zur Verfügung. Die nächste Antragsfrist endet am 28. Februar 2023. Über die grundsätzliche Förderwürdigkeit der Anträge entscheidet eine Kommission mit Geschäftsstelle beim MLR. Anträge sind möglichst frühzeitig über die Standortgemeinden beim Regierungspräsidium einzureichen. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem Regierungspräsidium wird empfohlen.

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Heike Spannagel
Pressesprecherin
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