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Referat 44 (Straßenplanung)  des Regierungspräsidium Stuttgart

B 27 - sechsstreifiger Ausbau zwischen Aichtal und Leinfelden-Echterdingen/Nord

Übersicht Planungsraum

Bild zeigt Übersichtskarte, Quelle: RP Stuttgart

Projektbeschreibung

Die B 27 ist eine Haupterschließungsachse für den Regional- und Fernverkehr von den Oberzentren Tübingen/Reutlingen sowie den Zollernalbkreis in die Metropolregion Stuttgart. Die B 27 ist heute zwischen Balingen und der A 8 bei Stuttgart, mit Ausnahme der noch in Planung befindlichen Ortsumgehungen von Ofterdingen und Tübingen, als autobahnähnliche Bundesstraße ausgebaut. Ab Aichtal vereinigen sich die Verkehrsströme der B 27 und der von Metzingen kommenden B 312 in Richtung Stuttgart. Im Abschnitt zwischen Aichtal und der A 8 ist die B 27 regelmäßig überlastet, morgens bilden sich vor allem in Fahrtrichtung Stuttgart Staus, nachmittags in der Gegenrichtung. 

Der durchschnittliche werktägliche Verkehr (DTVW) lag in 2015 im Querschnitt am Fildertunnel bei rd. 84.000 Kfz/24h mit einem Schwerverkehrsanteil von 5,1 %. Der bisherige Straßenquerschnitt mit 4 Fahrstreifen ohne bzw. zu schmalen Seitenstreifen ist dieser Verkehrsbelastung nicht gewachsen, weshalb ein 6-streifiger Ausbau erforderlich ist. 

Die Planung erfolgt nach den Richtlinien für die Anlage von Autobahnen (RAA 2008), die für Neu-, Aus- und Umbauplanungen von Autobahnen und autobahnähnlichen Bundesstraßen vom Bund verbindlich eingeführt wurden. Danach ist für autobahnähnliche Bundesstraßen mit einer Verkehrsbelastung von über 60.000 Kfz/24h ein 6-streifiger Straßenquerschnitt mit zusätzlichen Seitenstreifen und einer Kronenbreite von 36 m vorgesehen (RQ 36). 

Der Beginn der Planungsmaßnahme befindet sich unmittelbar an der Verknüpfung der B 312 mit der B 27 nördlich von Aichtal (AS Aich). Das Planungsende liegt bei der Ortslage Echterdingen nördlich der Halbanschlussstelle Leinfelden-Echterdingen Nord. Die Gesamtlänge der Planungsstrecke beträgt rd. 9 km. Der Ausbau liegt auf den Gemarkungen der Städte Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt im Landkreis Esslingen. 

Wesentliche Ziele der Planung sind ein möglichst ungestörter Verkehrsablauf während der Bauzeit, eine geringe Flächeninanspruchnahme und ein adäquater Lärmschutz. 

Der Planungsprozess gliedert sich in mehrere Stufen:

  • Im Zuge der Vorplanung werden mehrere Planungsvarianten untersucht und mit dem Bund als Baulastträger in einem Projektgespräch abgestimmt. Im Anschluss erfolgt die Anhörung der Träger öffentlicher Belange und die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung als Grundlage für die endgültige Festlegung der Vorzugsvariante.
  • Mit dem RE-Vorentwurf wird die Vorzugsvariante im Detail ausgearbeitet. Hierbei werden u.a. die schalltechnischen Unterlagen und die landschaftspflegerische Begleitplanung erstellt. Der RE-Vorentwurf schließt mit der Genehmigung in Form des Gesehenvermerks durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ab.
  • In der Genehmigungsplanung werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren überarbeitet und im Anschluss daran das Verfahren selbst eingeleitet. Mit Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses wird abschließend das Baurecht hergestellt.
  • Nach Vorliegen des Baurechts folgen nacheinander die Ausführungsplanung, die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen sowie die Bauarbeiten.

Aktueller Sachstand und weiteres Vorgehen

Die Planung konnte bis Dezember 2016 nicht aufgenommen werden, da das Ausbauvorhaben im Bedarfsplan 2004 des Bundes nur im Weiteren Bedarf ohne Planungsrecht eingestuft war. Im neuen Bedarfsplan 2016 des Bundes ist diese Maßnahme nunmehr im Vordringlichen Bedarf vorgesehen, sodass die Planung aufgenommen werden kann.
Im Februar 2018 erfolgte die EU-weite Ausschreibung zur Vergabe der Planungsleistungen. Mit dem Beginn der Vorplanung wird voraussichtlich im Sommer 2018 gerechnet.
Eine faunistische Planungsraumanalyse zur Ermittlung des Umfangs der faunistischen Kartierungen wurde erstellt und liegt seit Ende März 2018 vor.
Für die Erstellung des Verkehrsgutachtens wurde zwischen dem 5. und 19. März 2018 eine Verkehrserhebung auf der B 27 und der A 8 im Bereich Echterdingen und Filderstadt durchgeführt. Die Ergebnisse des Gutachtens liegen voraussichtlich im Herbst 2018 vor.
Eine erste Projektvorstellung fand in den öffentlichen Gemeinderatssitzungen am 16. April 2018 in Filderstadt, am 17. April 2018 in Leinfelden-Echterdingen und am 25. Juli 2018 in Aichtal statt. Die Vorträge können in der rechten Spalte aufgerufen und heruntergeladen werden.