Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Stuttgart »Abteilung 4 »Referat 44 »B 29 Schwäbisch Gmünd - Mögglingen
Referat 44 (Straßenplanung)  des Regierungspräsidium Stuttgart

B 29 Schwäbisch Gmünd - Mögglingen

Übersicht Planungsraum

Bild zeigt Übersicht Planungsraum, Quelle: RPS 

Projektbeschreibung

Die Bundesstraße 29 ist eine großräumige Ost-West-Verbindung zwischen der Metropolregion Stuttgart und dem bayerischen Oberzentrum Nördlingen. Sie verläuft entlang der Landesentwicklungsachse von Waiblingen über Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Mögglingen und Aalen bis zur A 7 und weiter zur Landesgrenze Baden-Württemberg/Bayern. Der Streckenzug ist überwiegend autobahnähnlich ausgebaut. Die Eröffnung des Schwäbisch Gmünder Einhorntunnels fand im November 2013, die Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung (OU) Mögglingen im April 2019 statt. Außerdem hat der vierstreifige Ausbau der B 29 zwischen Essingen und Aalen begonnen. Mit der Planung für den vierstreifigen Ausbau zwischen Schwäbisch Gmünd und der OU Mögglingen wird die letzte Lücke im durchgehenden autobahnähnlichen Ausbau der B 29 zwischen Waiblingen und Aalen geschlossen.

Der Planungsbeginn liegt östlich des Einhorntunnels im Bereich der Anschlussstelle (AS) Schwäbisch Gmünd-Ost. Im weiteren Verlauf werden die Ortschaften Hussenhofen, Hirschmühle, Zimmern und Böbingen passiert. Das Ende des Planungsabschnitts befindet sich kurz hinter Böbingen im Übergang zur OU Mögglingen.

Die Planung erfolgt nach den Richtlinien für die Anlage von Autobahnen (RAA), Ausgabe 2008. Diese hat der Bund für Neu-, Aus- und Umbauplanungen von Autobahnen und autobahnähnlichen Bundesstraßen verbindlich eingeführt. 

Streckenlänge: ​ca. 10 km
Ausbauquerschnitte: ​Regelquerschnitt RQ 28 (Straßenkörper mit 28 m Kronenbreite)
Verkehrsprognose: ​Durchschnittlicher täglicher Verkehr (DTV) an allen Tagen (Montag - Sonntag) abschnittsweise von 21.500 Kfz/24h bis 30.000 Kfz/24h (Prognosejahr 2030), davon zwischen 13,2 % und 17,4 % Schwerverkehr
Kosten: ​ca. 150 bis 205 Mio. € (Stand August 2019, Kostenschätzung Vorplanung)
 

Planungsvorgeschichte

Bereits in den 1990er Jahren gab es erste Untersuchungen der drei einzelnen Streckenabschnitte. Die Planung wurde seinerzeit in 3 Planungsabschnitte eingeteilt:

1. Abschnitt: Schwäbisch Gmünd – Hussenhofen
2. Abschnitt: Hussenhofen – Böbingen
3. Abschnitt: Böbingen – Mögglingen

In dem seit Dezember 2016 gültigen Bedarfsplan des Bundes ist die gesamte Strecke zu einem Projekt zusammengefasst. Die Planung für den Gesamtabschnitt begann Anfang des Jahres 2017. Faunistische Kartierungen zur Ermittlung der Betroffenheit von geschützten Arten erfolgten 2018. Seit September 2019 liegt ein Verkehrsgutachten mit der Verkehrsprognose für das Prognosejahr 2030 vor.

Variantenuntersuchung

Das Regierungspräsidium Stuttgart erarbeitet derzeit im Rahmen der Vorplanung verschiedene Varianten für den vierstreifigen Ausbau der B 29 im Abschnitt Schwäbisch Gmünd – Mögglingen. In dieser frühen Phase werden alle denkbaren, sich aufdrängenden und technisch sinnvollen Varianten gleichrangig untersucht und im nachfolgenden Variantenvergleich ergebnisoffen und neutral bewertet. Aspekte für die Abwägung in der Variantenuntersuchung stellen die raumstrukturelle Wirkung, die verkehrlichen Belange, die entwurfs- und sicherheitstechnische Beurteilung, die Umweltverträglichkeit und die Kosten dar. Gleichzeitig lässt das Regierungspräsidium auf Basis der faunistischen Erhebungen und der zugrunde gelegten Planung bis zum Herbst 2019 eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) erstellen. Ziel ist es, eine Ausbauvariante zu finden, die den Bedürfnissen der Bevölkerung, der Umwelt und des Verkehrs insgesamt am besten entspricht.

Aufgrund der vorhandenen Zwangspunkte wie der parallel verlaufenden Bahnlinie Stuttgart – Aalen, der Rems, der Bebauung von Hussenhofen und Zimmern sowie der Topografie im engen Remstal verbleibt zwischen Schwäbisch Gmünd und Zimmern nur eine Ausbauvariante. Im Bereich der AS Hussenhofen sowie zwischen Zimmern und Böbingen werden zwei Trassenvarianten untersucht. In der Ortslage Böbingen unterscheiden sich die Varianten nur in der Höhenlage.
Hierbei ist eine

  • bestandsorientierte Dammvariante,
  • eine Brückenvariante
  • sowie eine Tunnelvariante

untersucht worden.

Zum Auftakt der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung hat das Regierungspräsidium am 17. September 2019 in Böbingen und am 19. September 2019 in Schwäbisch Gmünd die verschiedenen Varianten für die jeweilige Gemarkung im Rahmen von Bürgerinformationsveranstaltungen der Allgemeinheit präsentiert. Hierbei konnte die Bevölkerung Fragen stellen und über die Planung diskutieren. Die jeweiligen Präsentationen sowie Ausschnitte aus der Visualisierung können in der rechten Spalte aufgerufen und heruntergeladen werden.

Aktuell finden die Zusammenstellung der Unterlagen zum Abschluss der Vorplanung und die Ausschreibung der Baugrunduntersuchungen statt. Mit Fertigstellung der Vorplanung im Frühjahr 2020 werden die Unterlagen im Internet veröffentlich und der Öffentlichkeit die Gelegenheit gegeben, sich schriftlich dazu zu äußern. Zeitgleich führt das Regierungspräsidium die Anhörung der Träger öffentlicher Belange durch.

Am Ende der Planungsstufe „Vorplanung“ steht die Entscheidung des Baulastträgers Bund, welche Variante als Vorzugslösung der nächsten Planungsstufe zugrunde gelegt wird.