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Biodiversität in der LandwirtschaftFragen aus der landwirtschaftlichen Praxis

  • Produktionsintegrierte Maßnahmen umsetzen, wie Anbau von Getreide in weiter Reihe oder Anlage von Feldlerchenfenstern, um einen Lebensraum für Bodenbrüter zu schaffen
  • Nachsaatmischungen im Grünland mit blühenden Kräutern/ Leguminosen (z.B. Weißklee) ergänzen
  • Bei Kulturen mit niedrigen Deckungsbeiträgen kann es sich lohnen Teile eines Schlages die schlecht zu bewirtschaften sind (Waldschatten, unförmige/kleine Flächen) stillzulegen.
  • Anbau von Zwischenfrüchten
  • Gemengeanbau

  • Durch die Rückläufige Anzahl von Bestäuberinsekten sinkt die Anzahl an beflogenen Blüten. Das hat zur Folge dass die Erträge von fremdbestäubten Kulturen wie Raps oder Äpfel sinken können.
  • Das Risiko von Wasser und Winderosion auf unbewachsenen Böden ist deutlich höher als auf bewachsenen Böden. Der Anbau von Zwischenfrüchten oder das Einbringen von Untersaaten können hier Abhilfe schaffen

Über Förderprogramme der Länder, des Bundes oder der Europäischen Union besteht die Möglichkeit bestimmte Maßnahmen finanziell zu fördern. Bei Fragen zu aktuellen Förderprogrammen wenden Sie sich an ihre zuständige Landwirtschaftsbehörde.

Ja, indem Sie sich aktiv im Biodiv Netzwerk BW beteiligen.

  • Blütenreiche Bestände bei bedecktem Himmel und kühlen Temperaturen mähen, da dann weniger Blütenbesucher unterwegs sind
  • Mahd von innen nach außen; das ermöglicht Wildtieren während der Mahd die Flucht
  • Stehenlassen von ungemähten Teilflächen und Altgrasstreifen, um Rückzugsflächen zu erhalten, alternierendes Mähen
  • Hochschnitt >10-12 cm, um Amphibien und Wiesenvögel zu schonen
  • Naturverträgliche Mähmaschinen, z. B. Balkenmäher

  • Anlage von Feldlerchenfenstern im Getreide
  • Anbau von Getreide mit erweitertem Drillreihenabstand (Weite-Reihe-Getreide)
  • Stehenlassen von ungemähten Streifen und Inseln im Ackerfutter
  • Mehrjährige Blühstreifen und -flächen
  • Erhalt von Landschaftsstrukturen wie Hecken und Feldgehölze
  • Angepasste Bewirtschaftung im Grünland (siehe „Wie kann ich als Landwirt Tiere bei der Mahd schonen?)
  • Verspäteter Stoppelumbruch (Stoppelbrache) 

  • Herbstaussaaten unterdrücken unerwünschte Beikräuter besser und bieten bereits ab April Nahrung für Insekten.
  • Mehrjährig angelegte Blühflächen dienen darüber hinaus als Nistplatz und Überwinterungsquartier; auch für Feldvögel und das Niederwild. 

  • Mehrjährig angelegte Blühflächen sind aus naturschutzfachlicher Sicht besser als einjährige, da sie nachhaltigere Lebensräume für Tiere bieten. Die Flächen bieten ein ganzjähriges Nahrungsangebot sowie Nistplätze und Überwinterungsquartiere für Insekten, Feldvögel und das Niederwild. Die Pflanzenvielfalt ist in mehrjährigen Blühflächen meist höher.
  • Der Etablierungserfolg ist bei einer Herbsteinsaat höher (siehe: „Blühflächen besser im Frühjahr oder im Herbst einsäen?“). 

  • Erweiterter Drillreihenabstand und Feldlerchenfenster fördern Bodenbrüter
  • Blühende Untersaaten und Beisaaten fördern Insekten
  • Blühstreifen entlang von Getreideschlägen bieten einen Nahrungs- und Lebensraum
  • Ackerschonstreifen fördern seltene Ackerwildkräuter
  • Verzicht auf Insektizide schont Nützlinge
  • Gemenge-Anbau fördert durch eine höhere Blütenvielfalt Insekten
  • Anbau alter Getreidesorten fördert seltene Ackerwildkräuter und Bodenbrüter durch leichtere Bestände
  • Stoppelbrachen bieten Rückzugsraum für Offenlandarten wie den Feldhasen 

  • Hofbaum
  • Einheimische Pflanzen fördern
  • Frühblüher setzen
  • Bauerngarten, bienenfreundliches Kräuterbeet
  • Nisthilfen für Insekten, Wildbienen, Vögel, Fledermäuse
  • „Wilde Ecken“ zulassen; Brenneseln als Nahrungsquelle für Schmetterlingsraupen
  • Fassaden-/Dachbegrünung
  • Totholz- und Steinhaufen anlegen
  • Wasserflächen anlegen (mit Ausstiegshilfe) 

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