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  • Abteilung 2
    03.05.2016
    Regional-Stadtbahn Neckar-Alb, Modul 1
    Planfeststellungsverfahren für den 5. Abschnitt – Haltepunkte Reutlingen-Storlach und Reutlingen-Bösmannsäcker – eingeleitet

    ​Das Regierungspräsidium Tübingen hat das Planfeststellungsverfahren für den 5. Planfeststellungsabschnitt (PFA 5) des Moduls 1 der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb (Korridor Bad Urach – Herrenberg) eingeleitet. Gegenstand des PFA 5 sind die Haltepunkte Reutlingen-Storlach und Reutlingen-Bösmannsäcker an der Neckar-Alb-Bahn Strecke 4600 Metzingen – Tübingen. Die Planunterlagen liegen ab Montag, 9. Mai 2016, bei der Stadt Reutlingen aus.

    Mit dem Gesamtbauvorhaben Regional-Stadtbahn Neckar-Alb sollen die Städte Tübingen und Reutlingen umsteigefrei mit der Region verbunden werden. In den Innenstädten von Tübingen und Reutlingen ist der Neubau von Stadtbahnlinien als Straßenbahnen vorgesehen, die an den jeweiligen Bahnhöfen mit den bestehenden Eisenbahnstrecken verbunden werden sollen. Die Bestandsstrecken der Region werden elektrifiziert, um eine Durchbindung und Erhöhung der Taktfrequenz zu ermöglichen. In Tübingen und Reutlingen ist die Errichtung neuer Haltepunkte geplant.
     
    Das Modul 1 ist die erste Ausbaustufe des Gesamtbauvorhabens Regional-Stadtbahn Neckar-Alb und betrifft die Elektrifizierung und den Ausbau der Bestandsstrecken Ermstalbahn (Metzingen – Bad Urach) und Ammertalbahn (Tübingen – Herrenberg).
     
    Der neue Haltepunkt Reutlingen-Storlach liegt an der Straßenüberführung Siemensstraße und umfasst nach den Planungen zwei Außenbahnsteige jeweils mit einer Länge von 120 m und einer Breite von 2,50 m. Der neue Haltepunkt Reutlingen-Bösmannsäcker liegt an der Straßenüberführung Bantlinstraße. Dort sind ein Außenbahnsteig und ein Mittelbahnsteig geplant, die ebenfalls jeweils 120 m lang und 2,50 m (Außenbahnsteig) bzw. bis zu ca. 5,50 m (Mittelbahnsteig) breit sein sollen. Die Planungen umfassen auch jeweils barrierefreie Bahnsteigzugänge, die Errichtung bzw. Anpassung der Oberleitungsanlage (Oberleitungen, Fundamente, Maste) sowie die notwendigen Folgemaßnahmen an bestehenden Bauwerken.
     
    Für das Bauvorhaben, einschließlich landschaftspflegerischer Maßnahmen (z.B. Anpflanzungen von Bäumen) zur Vermeidung und Minderung sowie zur Kompensation unvermeidbarer Eingriffe in Natur und Landschaft, werden Grundstücke in der Stadt beansprucht.
     
    Einwendungen gegen die Planung können schriftlich oder zur Niederschrift bis einschließlich 22. Juni 2016 erhoben werden. Einwendungen per E-Mail sind nicht möglich. Nähere Einzelheiten zum Auslegungsort und den Auslegungszeiten ergeben sich aus der Bekanntmachung der Stadt Reutlingen.
     
    Ab Montag, 9. Mai 2016, sind die Unterlagen auch auf der Internetseite des Regierungspräsidiums unter Bekanntmachungen/ Planfeststellungsverfahren zu finden.

    Zum Sachstand des Gesamtprojekts
    Das Anhörungsverfahren zu den Planfeststellungsabschnitten 1 und 2, die die Elektrifizierung der Ermstalbahn zwischen Metzingen und Bad Urach mit Erstellung entsprechender Oberleitungsanlagen beinhalten, wurde mit dem Erörterungstermin am 13. April 2016 für diese Abschnitte abgeschlossen. Die Vorhabenträgerin hat eine weitere Prüfung der Themen Lärmschutz, barrierefreie Planung der Bahnsteigzugänge und elektromagnetische Verträglichkeit zugesagt.
     
    Das Anhörungsverfahren für die Planfeststellungsabschnitten 3 und 4, bei denen es um die Elektrifizierung der Ammertalbahn zwischen Tübingen und Herrenberg und zwei Ausbauabschnitten geht, ist bereits beendet. Insgesamt sind 30 private Einwendungen und 26 Stellungsnahmen von Trägern öffentlicher Belange eingegangen, die zur Beantwortung an die Vorhabenträgerin weitergeleitet wurden.
     
    Zum Planfeststellungsabschnitt 6 liegen noch keine Anträge vor.

    Hinweis für die Redaktionen
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dr. Steffen Fink, Pressereferent, Tel.: 07071/757-3076 zur Verfügung.
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