B 27 Tübingen (Bläsibad) – B 28 Langer Schindhaubasistunnel

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Regierungspräsidium Tübingen
Referat 44

 

Zahlen & Fakten

Gesamtlänge  3,50 km
Tunnellänge  2,30 km
Querschnitt  mod. RQ 28
Anschlüsse  Bläsibad und Tübinger Kreuz
Kosten  338,3 Mio. Euro (Gesamtkosten)
Verkehrsprognose für das Jahr 2030
– B 27, AS Bläsibad: ca. 51.500 Kfz/24h
– Schindhaubasistunnel: ca. 35.500 Kfz/24h
– B 27, Tübinger Kreuz: ca. 54.360 Kfz/24h

     

    Aktueller Stand

    Die Maßnahme befindet sich in der Entwurfsplanung. Der RE-Vorentwurf wird derzeit von den Minsterien geprüft und abgestimmt.


    Rund um das Projekt

    Ausgangslage

    Die Ortsumgehung Tübingen ist Bestandteil der 2-bahnigen (4-streifigen) Ausbaukonzeption der B 27 von Stuttgart bis Balingen. Die B 27 führt als wichtige Nord-Süd-Verbindung vom Mittleren Neckarraum über Tübingen in den Zollernalbkreis.

    Im Bereich der Gartenstadt („Knotenpunkt Bläsibad“) schwenkt die Trasse der Ortsumgehung Tübingen von der bestehenden B 27 ab und unterquert den Höhenrücken des Schindhaus mit einem 2,30 km langen Tunnel. Im Bereich der Reutlinger Wiesen und des Französischen Viertels endet der Tunnel. Die B 27 neu wird hier mit der B 28 verknüpft („Knotenpunkt Tübinger Kreuz“) und auf die bestehende B 27 Richtung Stuttgart geführt.

    Für den Ausbau der B 27 im Bereich der Stadt Tübingen wurden im Rahmen der Linienfindung von 1988 bis zur Jahrtausendwende verschiedene Trassenvarianten (innerörtliche Ausbaulösungen und Lösungen über den Höhenrücken des Schindhaus) unter verkehrlichen, umwelt- und kostenbezogenen Aspekten untersucht. Nach Abwägung aller Belange und Beteiligung der Raumschaft, insbesondere der Stadt Tübingen, wurde der „Lange Schindhaubasistunnel“ in die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans 2004 aufgenommen. Mit der Vorentwurfsplanung für den „Langen Schindhaubasistunnel“ wurde Anfang 2005 begonnen. Der Bundesrechnungshof verlangte Mitte 2005 jedoch umfassende Prüfungen und zusätzliche Untersuchungen und Gutachten unter Einbeziehung zusätzlicher Varianten. Im August 2011 hat der Bundesrechnungshof schließlich seine Bedenken zum „Langen Schindhaubasistunnel“ zurückgestellt.

    Die Planung für den „Langen Schindhaubasistunnel“ wird von einem „projektbegleitenden Arbeitskreis“ unter Leitung der Straßenbauverwaltung begleitet. Dieser setzt sich u.a. aus Vertretern der betroffenen Fachbehörden, der Gebietskörperschaften sowie den Verbände des Naturschutzes und der Landwirtschaft zusammen. Darüber hinaus wurden die Bürgerinnen und Bürger von 2013 bis 2014 im Rahmen eines „Bürgerdialoges zu den Knotenpunkten“ aktiv in die Erarbeitung von Planungsalternativen einbezogen.

     


    Ziele der Maßnahme

    – Lückenschluss
    – Minderung der Umweltbelastung im Bereich der Tübinger Südstadt und der Gartenstadt
    – Verbesserung er städtebaulichen Qualitäten und Entwicklungsmöglichkeiten
    – Erhöhung der Verkehrssicherheit


    Slideshow

    Das Luftbild zeigt den derzeitigen Verlauf der B 27 und der B 28 im Bereich des künftigen Knotens Nord

    Anschluss Süd "Bläsibad" (2013): Variante mit Erschließungsstraße (Bürgerdialogvariante)

    Anschluss Nord „TübingerKreuz“ (2014): Zweifachanschluss mit Abrücken von der B 27 (weiterentwickelte Bürgerdialogvariante)

    Pressemitteilungen

    DatumTitelDateitypGröße
    2021-04-23 Die Planung geht voran. Umfangreiche Bürgerbeteiligung bereits in den Jahren 2012/13 pdf 284 KB
    2021-03-10 Planung zum Umbau der Anschlussbereiche für den Schindhaubasistunnel pdf 253 KB
    2020-09-16 Erkundungsbohrungen für den Schindhaubasistunnel ab 24. September 2020 bis Januar 2021 pdf 282 KB
    2019-07-01 Vorentwurf für die B 27, Ortsumgehung Tübingen mit dem Schindhaubasistunnel ist fertiggestellt pdf 226 KB

    Einmalig und frühzeitig: Der Bürgerdialog

    Informieren Sie sich

    Öffentlichkeitsbeteiligung

    Bürgerdialog

    2012–2013 fand ein intensiver Bürgerdialog statt, bei dem interessierte Bürgerinnen und Bürger mit dem Regierungspräsidium und der Stadt Tübingen aktiv an der Ausgestaltung der beiden Knotenpunkte am Bläsibad und dem Tübinger Kreuz mitwirkten.

    Dokumentation (pdf, 9.2 MB)


    Chronologie

    derzeitAbstimmung zwischen den Ministerien und Prüfung durch die Ministerien,
    parallel: Erarbeitung der Planfeststellungsunterlagen
    Juli 2019Vorlage des RE-Vorentwurfs beim Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg mit der Bitte um Genehmigung und Weiterleitung an das Bundesministerium  für Verkehr und digitale Infrastruktur
    05.10.2018Straßenbaukonferenz in Tübingen
    Präsentation (pdf, 1.7 MB)
    Seit 2015Fortsetzung der Planungsarbeiten für den Vorentwurf mit Knotenpunktvorschlägen aus dem Bürgerdialog
    28.01.2015öffentliche Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums Tübingen und der Universitätsstadt Tübingen zum aktuellen Planungsstand
    2014Regierungspräsidium Tübingen konkretisiert die Ergebnisse des Bürgerdialogs planerisch und stimmt den aktuellen Planungsstand mit der Universitätsstadt Tübingen, dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ab
    2014Anmeldung der Maßnahme durch das Land Baden-Württemberg für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans 2015
    2012–2013Bürgerdialog zu den Knotenpunkten Nord „Tübinger Kreuz“ und Süd „Bläsibad“
    19.03.2012Vorstellung des aktuellen Planungsstandes im Gemeinderat der Stadt Tübingen
    Sept. 2011Fortsetzung der Planungsarbeiten für den Vorentwurf
    August 2011Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung teilt mit, dass der Bundesrechnungshof seine Bedenken gegenüber dem „Langen Schindhaubasistunnel“ zurückgestellt und der weiteren Planung auf Basis des „Langen Schindhaubasistunnels“ zugestimmt habe
    Sept. 2005Der Bundesrechnungshof verlangt umfassende Prüfungen unter Einbeziehung zusätzlicher Varianten
    Juli 2005Beginn der Vorentwurfsplanung für den „Langen Schindhaubasistunnel“
    Juli 2004Der Deutsche Bundestag beschließt den Bedarfsplan mit dem „Langen Schindhaubasistunnel“
    Juli 2002Der Gemeinderat der Stadt Tübingen spricht sich in einem Beschluss für den „Langen Schindhaubasistunnel“ aus
    1988 –2002Variantenuntersuchung im Rahmen der „Umweltverträglichkeitsstudie zum Aus- bzw. Neubau der B 27 Abschnitt Tübinger Kreuz/Bläsibad“; u. a. Ausbau im Bestand („Göglertrasse“) und Kelterhautrasse; Abstimmung mit der Stadt Tübingen und den Trägern öffentlicher Belange
    Ab 1962Erste Planungsüberlegungen