Blick auf die Aitrach und angrenzende Wiesen

Aitrach, Ach und Dürrenbach (FFH 8126-311)

Charakteristik

Ehemalige Gebietsbezeichnung

Aitrach und Herrgottsried (FFH 8026-341) / Ach und Dürrenbach (FFH 8126-341)

Das FFH-Gebiet »Aitrach, Ach und Dürrenbach« liegt in den Naturräumen »Riss-Aitrach- Platten«, »Holzstöcke« und »Unteres Illertal«. Es umfasst eine Fläche von 596 ha und hat Anteile an den Landkreisen Ravensburg und Biberach. Ca. 210 ha sind durch Ausweisung als Naturschutzgebiete geschützt.

 

 

Kontakt

Regierungspräsidium Tübingen

Referat 56
Carsten Wagner
07071 757-5217
carsten.wagner@rpt.bwl.de

Die Grafik zeigt drei Pfeile mit Text : Managementplan (MaP) geplant, MaP aktuell, MaP fertiggestellt. MaP fertiggestellt ist rot umrandet - Hinweis, dass es sich hier um ein fertiggestelltes Verfahren handelt.

Fließgewässer als Lebensadern

Auf einer Strecke von ca. 50 km kennzeichnen Fließgewässer wie Aitrach, Ach und Dürrenbach die Landschaft. Sie erfüllen dabei wichtige Funktionen. Sie dienen z. B. der Energiegewinnung oder sind Vorfluter für die Entwässerung landwirtschaftlicher Flächen.
Für die Natur sind sie wertvolle »Lebensadern«, die Landschaften und Lebensräume verbinden. Im FFH-Gebiet sind naturnahe Abschnitte mit begleitenden Auwäldern mit Erle, Esche und Weiden und Feuchten Hochstaudenfluren noch häufig. Die dort vorkommenden Pflanzen und Tiere sind an hohe Grundwasserstände und regelmäßige Überflutungen angepasst.

Slideshow

Blick auf die Lautrach

Lautrach

Aitrach fließt durch einen Auwald

Aitrach fließt durch einen Auwald

Blich auf den Dürrenbach in einem Wald

Dürrenbach

Lebensraummosaik mit seltenen Arten

Vielfältige Moore

Die Landschaft Oberschwabens wurde durch die eiszeitlichen Gletscher gestaltet: sie lagerten Massen von Schotter, Geröll und Sand ab und formten Rinnen, Becken und Senken aus, die bis heute die Landschaft prägen. An diesen Standorten entwickelten sich nach der Eiszeit verschiedene Moortypen. Das heutige Erscheinungsbild ist durch ehemaligen Torfabbau geprägt, der ein Mosaik unterschiedlicher Moorlebensräume zurückließ. So haben sich aus verlandeten Torfstichen stellenweise Übergangs- und Schwingrasenmoore entwickelt. Sie sind häufig die letzten Standorte seltener Arten.

 

Blick auf einen Frauenschuh (Cypripedium calceolus)

Naturnahe Wälder

Zu den schützenswerten Wäldern gehören neben den Auwäldern auch die wenigen naturnahen Buchenwälder, die nicht in Fichtenforste umgewandelt wurden. Sie sind Lebensraum des im Naturraum stark gefährdeten Frauenschuhs (Cypripedium calceolus), einer besonders prächtigen Orchideenart.

Informieren Sie sich!