Bodenseehinterland bei Überlingen (FFH 8221-341)

Charakteristik

Das FFH-Gebiet mit einer Größe von insgesamt 317 ha liegt in den Naturräumen »Hegau«, »Bodenseebecken« und »Oberschwäbisches Hügelland«. Darin eingebunden sind die Naturschutzgebiete »Aachtobel« und »Schwarzer Graben«, wodurch bereits nahezu 100 ha unter Schutz stehen.

Das Gebiet gehört zum Bodenseekreis und verteilt sich in acht Teilgebieten über die Gemeinden Frickingen, Owingen, Salem, Überlingen und Uhldingen-Mühlhofen. Eine Teilfläche gehört zum Vogelschutzgebiet »Salemer Klosterweiher«.

Kontakt

Regierungspräsidium Tübingen

Referat 56
Carsten Wagner
07071 757-5319
carsten.wagner@rpt.bwl.de

Die Grafik zeigt drei Pfeile mit Text : Managementplan (MaP) geplant, MaP aktuell, MaP fertiggestellt. MaP fertiggestellt ist rot umrandet - Hinweis, dass es sich hier um ein fertiggestelltes Verfahren handelt.

Großes Mausohr Myotis myotis hängt an einem Holzbalken

Besonderheiten

Naturnahe Gewässer, steile Schluchtwälder, magere Wiesen und wechselfeuchte Streuwiesen bieten hier vielfältigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. So besiedelt die urtümlich anmutende Groppe als Grundfisch die sauberen, strömungsreichen Bach- und Flussabschnitte. In lichten Wäldern wächst an wärmebegünstigten Standorten mit dem Frauenschuh eine sehr seltene Orchideenart. Das Große Mausohr, unsere größte einheimische Fledermausart, nutzt das Gebiet zur Jagd und Jungenaufzucht.

Vielfalt gemeinsam bewahren

Während einige Wälder – wie im tief eingeschnittenen Aachtobel - noch als Reste der ursprünglichen Landschaft im Bodenseegebiet anzusehen sind, verdanken die blumenreichen Mähwiesen, Kalk-Magerrasen, Streuwiesen und Weiher ihre Existenz dem Menschen. Ihr Fortbestehen ist auch künftig von einer naturgerechten Nutzung abhängig.

Sowohl eine Intensivierung der Bewirtschaftung als auch eine völlige Nutzungsaufgabe würden zum Verschwinden dieser Lebensräume und zum Verlust vieler seltener Tier- und Pflanzenarten führen. Zusammen mit den Landnutzern wollen wir uns für den Erhalt dieser unterschiedlichen Lebensräume einsetzen.

Natura 2000 gibt hier einen Rahmen vor, der dabei hilft, das ökologische Gleichgewicht der verschiedenen Lebensräume zu erhalten und so die Vielfalt dieser Landschaft zu bewahren.

Informieren Sie sich!

Weitere Informationen

DateitypBeschreibungGröße
pdf Mitteilung vom Mai 2008 - Erstellung eines Managementplans 29 KB
pdf Mitteilung vom Juni 2008 - Einladung Auftaktveranstaltung 29 KB
pdf Mitteilung vom Dezember 2011 - Endfassung des Managementplans 27 KB
pdf Mitteilung vom August 2011 - Öffentliche Auslegung des Planentwrufs 26 KB
pdf Flyer vom April 2008 419 KB