Neubau der B 311 bei Erbach als Querspange zur B 30

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Regierungspräsidium Tübingen

Baureferat Mitte

 

Daten & Kosten

Gesamtlänge ca. 5,9 km (Strecke) und ca. 4,2 km (Anschlussstrecken und Rampen)
Querschnitt  Regelquerschnitt 10,5 m
Straßenfläche  ca. 60.000 m²
Ingenieurbauwerke  13 Brückenbauwerke
Flächenbedarf Gesamtvorhaben  ca. 14 ha (ohne Kompensation)
Verkehrsprognose 2025 12.600–15.600 Kfz/24 h (Querspange)
Gesamtkosten  54 Mio. Euro (Stand 2020, Freigabe durch den Bund)

    Aktueller Stand

    Die Maßnahme befindet sich im Bau.

    Spatenstich  3. August 2017


     

    Rund um das Projekt

    Beschreibung

    Das Vorhaben umfasst den Neubau der B 311 bei Erbach als Querspange zur B 30. Die Trasse beginnt in Höhe von Oberdischingen, verläuft nördlich von Ersingen, südlich von Dellmensingen und schließt östlich von Dellmensingen im Bereich der Brücke über die Schmiehe und die K 7373 an die zweibahnige B 30 Ulm - Biberach an.

    Die B 311 verläuft heute durch die Stadt Erbach. Der sehr starke Durchgangsverkehr mit einem hohen Schwerverkehrsanteil wird durch einmündende Straßen und signalisierte Fußgängerüberwege stark behindert. Da die zweibahnige B 30 noch über genügend freie Kapazitäten verfügt, soll mit Hilfe dieser Querspange der Ost-West-Verkehr der B 311 mit der B 30 gebündelt werden, um Erbach, seine Teilgemeinden sowie die Stadt Ulm zu entlasten.

    Die Strecke hat eine Länge von rund 5.850 m, Anschlussstrecken und Rampen der Knotenpunkte sind rund 4.220 m lang. Es sind zwei Fahrstreifen vorgesehen mit einer befestigten Fahrbahnbreite von 8 m.

    Im Zuge der Maßnahme werden 13 Brückenbauwerke errichtet. Hervorzuheben sind zwei Brücken, die im Zuge der Trasse der B 311 neu die Donau und den Donaukanal auf kürzestem Wege rechtwinklig zum Verlauf dieser beiden Gewässer queren, nämlich die Bauwerke 2 und 3 mit einer lichten Weite von jeweils ca. 114 m.

    Vor Baubeginn der Straßen- und Brückenbauarbeiten waren umfangreiche landschaftspflegerische und artenschutzrechtliche Vorarbeiten (sogenannte CEF-Maßnahmen) notwendig. Im Mai 2017 wurde mit der Umsetzung einer ersten CEF-Maßnahme, dem Bau eines rd. 5,8 ha großen Limikolengewässers (ein sogenannter Polder), begonnen. Seit Juli 2018 ist dieser Polder im Regelbetrieb. Auch die übrigen CEF-Maßnahmen sind fertig gestellt.

    Ebenfalls nahezu fertig gestellt ist das Bauwerk 5 (Brücke über die Bahnlinie Ulm - Sigmaringen). Seit Sommer 2020 sind die Brücken über die Donau und den Donaukanal (Bauwerke 2 und 3) im Bau. Die Bücken über die Westernach und im Zuge des Westernachweges (Bauwerke 6 und 7) sind seit Herbst 2020 im Bau. Die Fertigstellung ist für Herbst 2022 geplant.

    Derzeit wird die Ausführungsplanung für weitere Ingenieurbauwerke und den Straßenbau erstellt.


    Chronologie

    November 2020

    Baubeginn Bauwerke 6 und 7
    (Brücken über die Westernach und im Zuge des Westernachweges)

    Juli 2020

    Baubeginn Bauwerke 2 und 3
    (Brücken über die Donau und den Donaukanal)

    Oktober 2019

    Änderung des Planfeststellungsbeschlusses (bestandskäftig)

    Mai 2019 – Juli 2020

    Bauwerk 5
    (Brücke über die DB)

    September 2018 – Juni 2019

    Umsetzung von CEF-Maßnahmen
    (u.a. Renaturierung Rot, Feldlerchenblühstreifen, Ersatzlebensräume für Zauneidechsen, Auwaldentwicklung)

    Mai 2017–Juli 2018

    Anlage eines regelbaren Polders

    04.08.2017

    Feierlicher Spatenstich

    Juli 2015

    Baumittelfreigabe durch den Bund

    August 2013

    Bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluss

    Dezember 2011

    Planfeststellungsbeschluss


    Bauwerke 2 und 3: Brücken über Donau und Donaukanal

    Juli–Oktober 2020

    Bauwerk 5: Brücke über die Bahn

    2019

    Regelbarer Polder

    2017

    Pläne und Unterlagen auf einen Klick

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