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eWayBW: Pilotstrecke für Oberleitungs-Lkw im Murgtal startet dreijährige Testphase

Gruppe von TeilnehmerInnen steht vor dem LKW: Die eWayBW Pilotstrecke für Oberleitungs-Lkw im Murgtal wurde für die dreijährige Testphase feierlich im Beisein von Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, und dem baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann eröffnet.

Die eWayBW Pilotstrecke für Oberleitungs-Lkw im Murgtal wurde für die dreijährige Testphase feierlich im Beisein von Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, und dem baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann eröffnet

Man sieht einen LKW, der an einer Oberleitung geführt wird

Pilotstrecke für Oberleitungs-Lkw im Murgtal startet dreijährige Testphase

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, und der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann haben heute die Pilotstrecke von eWayBW feierlich in Betrieb genommen.

eWayBW ist ein Pilotprojekt zu elektrisch betriebenen Oberleitungs-Hybrid-Lkw. Auf einer etwa 18 Kilometer langen Pilotstrecke (davon vier Kilometer elektrifiziert) auf der Bundesstraße im Murgtal bei Rastatt können Lkws mit entsprechender Technik über Oberleitungen Fahrstrom beziehen. Gleichzeitig wird eine Batterie aufgeladen, die dem Lkw eine emissionsfreie Weiterfahrt nach Beenden der Oberleitung ermöglicht. Die Testphase dauert bis Juni 2024 an.

Die Mobilitätszentrale Baden-Württemberg wird den Betrieb leiten. „Unsere Aufgabe wird es sein, in den kommenden drei Jahren einen durchgehenden und vor allem sicheren Testbetrieb hier auf der B 462 sicherzustellen. Wir haben uns in den vergangenen Monaten auf unsere neue Aufgabe vorbereitet und sind dafür, auch dank der tollen Unterstützung durch die Projektpartner und die kommunalen Partner hier vor Ort, gut gerüstet“, resümierte Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Ziel des Pilotprojekts eWayBW ist die Durchführung eines realitätsnahen elektrischen Betriebs von Oberleitungs-Hybrid-Lkw, um bisherige Erkenntnisse zu erweitern. Eine wissenschaftliche Begleitforschung wird vor allem Aspekte der Energieversorgung sowie Auswirkungen auf Lärm, Luftschadstoffe und straßenplanerische Maßnahmen untersuchen. Die B 462 im Murgtal wurde für das Pilotprojekt gewählt, weil auf der Strecke jährlich 510.000 Tonnen Papier im 24 Stunden/7 Tage-Betrieb von drei Papierherstellern in Obertsrot in ein Logistikzentrum in Kuppenheim im Rheintal gebracht werden. Damit ergibt sich pro Kalendertag die hohe Anzahl von durchschnittlich 64 Umläufen. In Summe legen die OH-Lkw damit pro Jahr rund 250.000 Kilometer im Bereich der Oberleitungen zurück. Diese Randbedingungen lassen belastbare Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt erwarten.

Die Kosten für das Projekt betragen insgesamt ca. 28. Millionen Euro. Darin sind Planung, Bau und Betrieb sowie die Wissenschaftliche Begleitforschung enthalten. Mit 26,4 Millionen Euro übernimmt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit dem Förderprogramm „Erneuerbar Mobil“ einen Großteil der Kosten. Der Eigenanteil des Landes beträgt rund 1,6 Millionen Euro. Damit möchte sich das Land am Forschungsprojekt beteiligen und die innovative Technik mit fördern.

Das BMU fördert seit vielen Jahren die Weiterentwicklung der Oberleitungstechnologie zur Elektrifizierung des Schwerlastgüterverkehrs. Bis 2024 werden insgesamt drei Teilstrecken gefördert: Neben dem Projekt eWayBW auf einer Bundesstraße in Baden-Württemberg laufen die Projekte ELISA und FESH auf Autobahnen in Hessen und Schleswig-Holstein. Dort sind bereits seit 2019 Oberleitungs-Lkw im realen Transportbetrieb im Einsatz. Das BMU unterstützt alle drei Projekte beim Aufbau der Infrastruktur, beim Betrieb der Teststrecken sowie bei der begleitenden Forschung mit insgesamt rund 103 Millionen Euro.

Weitere Informationen unter: Ministerium für Verkehr und eWayBW

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