„Mobilitätsdaten entdecken, erheben und nutzen“

Regierungspräsidium Karlsruhe lud zum Austausch über Mobilitätsdaten ein

 

Verschieden große und farbige Zahnräder mit Autos, Bussen, Zügen, Fahrrädern, Menschen, greifen ineinander

Rund vierzig Personen folgten der Einladung des Regierungspräsidium Karlsruhe, das Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Verbänden und Verkehrsverbünden aus dem gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe am Mittwoch, 15. November 2023, in das Bürgerzentrum „Südwerk“ in der Karlsruher Südstadt zu einer Veranstaltung zum Thema „Mobilitätsdaten entdecken, erheben und nutzen“ eingeladen hatte. Die Veranstaltung fand bei den Teilnehmenden großen Anklang und es gab durchweg positive Rückmeldungen.

Ziel der Veranstaltung war es, einen Austausch zu Mobilitätsdaten über alle Erfahrungsebenen hinweg zu ermöglichen und auf die Wichtigkeit des Themas aufmerksam zu machen. Die Teilnehmenden erhielten im Rahmen von Fachvorträgen zunächst Einblicke in unterschiedliche Bereiche von Mobilitätsdaten:

So stellten das Verkehrsministerium und die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) das Mobilitätsdatenkonzept des Landes in Zusammenhang mit der Plattform MobiData BW vor. Danach präsentierten die Stadt Karlsruhe und der Verkehrsverbund Rhein-Neckar ihre Mobilitätsdateninfrastruktur als Best-Practise-Beispiele, gefolgt von einem Impulsvortrag aus der Wissenschaft von Dr. Bastian Chlond vom Institut für Verkehrswesen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Im Anschluss daran fanden Workshops statt, die einen vertieften Austausch ermöglichten. Beispielsweise wurde eruiert ob, beziehungsweise mit welchen Mobilitätsdaten Kommunen und Verkehrsverbünde bereits arbeiten, welche Herausforderungen es diesbezüglich aktuell gibt und was die nächsten Schritte sein könnten, um das Thema weiter voranzubringen.

Diskutiert wurde auch, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Regierungspräsidium, den Kommunen und der NVBW weiter ausgebaut werden könnte. Bei dem anschließenden Networking-Lunch konnten die Teilnehmenden ihre Kontakte vertiefen.

Hintergrund

Das Land Baden-Württemberg hat sich im Verkehrssektor konkrete Ziele gesetzt, die bis zum Jahr 2030 zu einer deutlichen Einsparung von CO2 führen sollen. Im Vergleich zum Jahr 1990 ist mit Blick auf den voranschreitenden Klimawandel eine CO2-Reduzierung von 55 Prozent erforderlich. Die Nutzung von jederzeit frei verfügbaren Mobilitätsdaten kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, diese Zielsetzungen zu erreichen.

Mit frei verfügbaren Mobilitätsdaten können sowohl Kommunen als auch private Unternehmen, Angebote in Form von digitalen Dienstleistungen, wie beispielsweise Apps schaffen. Dadurch werden Bürgerinnen und Bürger in einem klimafreundlichen Mobilitätsverhalten unterstützt, indem beispielsweise der klimafreundlichste Weg von A nach B, das nächste verfügbare Car- oder Bikesharing-Fahrzeug oder der schnellste Weg zum nächsten freien Parkplatz angezeigt werden. Aber auch für das Land ist die Nutzung dieser Daten, zum Beispiel für ein effizienteres Mobilitätsmanagement beziehungsweise die Verkehrssteuerung, von großer Bedeutung.

Mobilitätsdaten sollen gebündelt und frei nutzbar zur Verfügung gestellt werden. Mit MobiData BW (www.mobidata-bw.de) hat das Land Baden-Württemberg eine Plattform geschaffen, auf der bereits heute Mobilitätsdaten aus vielen Bereichen des öffentlichen Verkehrs gesammelt und von jeder und jedem frei genutzt werden können. Ziel ist es, die Datendichte auf der Plattform weiter zu erhöhen. Hierbei spielen kommunale Mobilitätsdaten eine große Rolle.

Katrin Rochner
Leiterin der Koordinierungs- und Pressestelle
Jeanine Großkloß
Stellv. Leiterin der Koordinierungs- und Pressestelle
Naomi Krimmel
Naomi Krimmel
Ansprechpartnerin Soziale Medien
Matthias Aßfalg
Pressesprecher für die Abteilungen 2, 4, StEWK, SGZ
Dr. Stefan Meißner
Pressesprecher für die Abteilung 7
Sabrina Lorenz
Pressesprecherin für die Abteilungen 1, 3, 5, 10, 11