Pressemitteilung

Pegelanlagen in Menningen und Bittelschieß fertiggestellt

Blick auf die Pegelanlage Menningen-Ablach

Pegelanlage Menningen-Ablach

Blick auf die Pegelanlage Bittelschieß-Andeslbach

Pegelanlage Bittelschieß-Andelsbach

Nach einer Bauzeit von nur sieben Wochen wurden die Umbauarbeiten an den Pegelanlagen in Menningen-Ablach und in Bittelschieß-Andelsbach im Landkreis Sigmaringen im Auftrag des Landesbetriebs Gewässer am Regierungspräsidium Tübingen abgeschlossen.

Die beiden Pegelanlagen Bittelschieß-Andelsbach auf Gemarkung der Gemeinde Krauchenwies und Menningen-Ablach auf Gemarkung der Stadt Meßkirch sind nun wieder voll funktionsfähig und einsatzbereit. Die bis zu 60 Jahre alten Anlagen mussten technisch und baulich saniert werden. Außerdem wurde die Messgenauigkeit insbesondere bei Niedrigwasser verbessert.  

Ab sofort werden wieder an beiden umgebauten Pegeln kontinuierlich die hydrologischen Werte, Wasserstände und Abflussmengen in Echtzeit ermittelt sowie an die Hochwasservorhersagezentrale in Karlsruhe übermittelt und dort verarbeitet.

Um wasserwirtschaftlich belastbare Daten über Niedrigwasserabflüsse zu erhalten wurde am Pegel Menningen ein Niedrigwassergerinne in die Ablach eingebaut. Gleichzeitig wurde der vorhandene Messsteg versetzt und angehoben, um auch im Hochwasserfall mit modernster Technik die Wassermengen sicher und verlässlich erfassen zu können. Die massive Gestaltung der Uferböschung ist erforderlich geworden, um eine gleichmäßige Anströmung der Pegelanlage zu gewährleisten.

Für die Fischökologie wurde eine sogenannte Raue Rampe im Anschluss an die Pegelanlage hergestellt um die Durchwanderbarkeit für Fische und Kleinlebewesen zu ermöglichen.

Am Pegel Bittelschieß wurden die Uferbereiche unter der Brücke über den Andelsbach entfernt und Betonsystemsteine als neue Ufersicherung eingebracht. Die vorhandene marode Holzschwelle wurde durch eine Betonschwelle ersetzt. Auch hier war es das Ziel, eine verbesserte Anströmung der Pegelanlage zu erhalten, um die Datenqualität zu verbessern. Ebenfalls sorgt eine Raue Rampe für die ökologische Durchwanderbarkeit für aquatische Gewässerbewohner.

Die Kosten für beide Anlagen belaufen sich auf rund 250 000 Euro und werden vom Land Baden-Württemberg getragen.

Hintergrundinformation:

Pegelanlagen sind sehr technische Bauwerke im Gewässer. Das Land Baden-Württemberg betreibt und unterhält landesweit rund 250 Pegelanlagen. Ziel ist es dabei, die Wasserstände und mit Hilfe von Abflusskurven auch die Abflussmengen an den Gewässern zu erfassen. Dies ist notwendig um belastbare wasserwirtschaftliches Daten über das Abflussgeschehen zu erhalten.

Benötigt werden die Daten für vielfältige Anwendungsbereiche, wie die Ausweisung von Hochwassergefahrenkarten, für Brücken und Bauwerken am Gewässer, als auch für die Hochwasser- und Niedrigwasservorhersage.

Standen bisher die Hochwasserabflüsse durch Unwetter im Blickpunkt der Öffentlichkeit, so rücken zukünftig durch den Klimawandel immer mehr die Niedrigwasserabflüsse in den Fokus.

Die aktuellen Wasserstände und Abflussmengen an allen Pegeln in Baden-Württemberg können online unter www.hvz.baden-wuerttemberg.de eingesehen werden. Zudem sind die Informationen in der kostenfrei verfügbaren App „Meine Pegel“ erhältlich.

Bildunterschrift:

Pegelanlage Bittelschieß-Andelsbach, Fotografie: Regierungspräsidium Tübingen, Manfred Bleile.

Pegelanlage Menningen-Ablach, Fotografie: Regierungspräsidium Tübingen, Yvonne Jöbkes.

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Katrin Rochner, Pressesprecherin, Telefon: 07071/757-3131, gerne zur Verfügung.

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Dirk Abel
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