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Tag des Artenschutzes

Eine Kreuzotter liegt zusammengerollt auf der Erde

Kreuzotter

Weltweit ist aktuell das größte Artensterben seit dem Zeitalter der Dinosaurier zu beobachten. Es ist zu einem wesentlichen Teil durch den Menschen verursacht. Der Artenschwund ist auch in Deutschland dramatisch. Im Regierungsbezirk Tübingen stehen etwa 40 % der wildlebenden Pflanzen- und Tierarten auf Roten Liste. Bei der Herpetofauna (Reptilien und Amphibien) sind es sogar über 60 %. Um die am stärksten gefährdeten dieser Arten kümmern sich die Experten des Naturschutzreferats am Regierungspräsidium Tübingen im Rahmen des Artenschutz-Programms des Landes Baden Württemberg. Für diese Arten gibt es Hilfsprogramme mit einem ganzen Bündel an gezielten Maßnahmen, um ihr Überleben in unserer Region zu sichern.

Ein Beispiel ist die Kreuzotter – eine Art die früher im Regierungsbezirk weit verbreitet war und in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen ist. Die letzten größeren Bestände auf der Schwäbischen Alb befinden sich im Zollernalbkreis. Hier werden ihre Vorkommen aktuell kartiert und die Ansprüche an ihren Lebensraum detailliert erfasst. Ab dem Herbst 2021 werden dann gezielte Maßnahmen zur Förderung der Art durchgeführt – beispielsweise Gehölze entfernt, um besonnte Bereiche zu schaffen, wo die wechselwarmen Tiere sich aufwärmen können, buchtige, strukturreicher Waldränder gestaltet als geschützte Aufenhaltsorte sowie Stein- und Asthäufen angelegt als Zuflucht vor Greifvögeln und anderen Gefahren.

Hintergrundinformation: Der Welttag des Artenschutzes wird jedes Jahr am 3. März begangen, um an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (nach seiner englischen Bezeichnung "CITES" genannt) am 3. März 1973 in Washington zu erinnern. An diesem Tag sind weltweit Institutionen und Organisationen jeglicher Art sowie die Öffentlichkeit dazu aufgerufen auf den anhaltenden globalen Verlust der Artenvielfalt aufmerksam zu machen.

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