Pressemitteilung

B 27 Tunnel in Dußlingen

Blick auf die B 27 und den Dußlinger Tunnel

B 27 | Tunnel Dußlingen

Information über den Stand der Arbeiten.

Nach dem Hochwasserereignis am 28. Juni 2021 musste der Tunnel Dußlingen im Zuge der B 27 aufgrund der starken Beschädigungen an der Betriebstechnik und an einzelnen Bauwerksteilen für den Verkehr aus Sicherheitsgründen zunächst voll gesperrt werden. Durch provisorische Einbauten und einen Teilaustausch der Betriebstechnik war es möglich die Weströhre am 13. August 2021 und die Oströhre am 16. September 2021 im Notbetrieb jeweils einspurig für die Verkehrsteilnehmer frei zu geben.

Um wieder einen Normalbetrieb im Tunnel zu ermöglichen, müssen insbesondere die aus Edelstahl bestehenden acht Notrufnischen und die Türen in der Tunnelzwischenwand und zum Betriebsgebäude sowie die Notruftelefone voll funktionsfähig sein. Diese wurden bei der Flutung des Tunnels durch den entstandenen Wasserdruck so stark beschädigt, dass ein Komplettaustausch erforderlich ist. Die Aufträge für die Herstellung aller für den Normalbetrieb erforderlichen Elemente wurden im Sommer umgehend erteilt. Jedoch führen die aktuell weltweit bestehenden Lieferengpässe insbesondere bei Edelstahl, Kabeln und elektronischen Komponenten zu erheblichen Verzögerungen bei der Lieferung der für die Sanierung des Tunnels erforderlichen Bauteile.

Für einen Teil der bestellten Ersatzteile konnte die Lieferung bis zum Ende des Jahres 2021 in Aussicht gestellt werden. Für die weiteren erforderlichen Elemente war es bisher nicht möglich verbindliche Liefertermine zu erhalten.

Der Regelbetrieb des Tunnels, zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung, kann aus Sicherheitsgründen erst nach Einbau aller noch fehlenden Ersatzeile und Komponenten sowie den notwendigen Systemtests erfolgen. Aus heutiger Sicht scheint ein Normalbetrieb des Tunnels gegen Ende des ersten Quartals 2022 möglich.  

Das Regierungspräsidium wird rechtzeitig über den Zeitpunkt und den Verlauf der noch anstehenden Arbeiten informieren.

Hintergrundinformation:

Beim Starkregenereignis am 28. Juni 2021 war der Wiesbach zwischen Nehren und Dußlingen über die Ufer getreten. Die Wassermassen fluteten die B 27 und die beiden Tunnelröhren in Dußlingen. Beide Röhren liefen bis knapp unter die Tunneldecke voll. Der Tunnel musste daraufhin voll gesperrt werden. Durch das interimsweise Aufstellen von Notrufsäulen und den Einbau eines lokalen Mobilfunknetzes, den Austausch der beschädigten Schrankenanlagen mit Steuerungselementen, den Umbau der Beleuchtung der Fluchtwegbeschilderungen sowie die Reparatur weiterer beschädigter elektronischer Bauteile der Betriebstechnik konnte die Weströhre in Fahrtrichtung Hechingen am 13. August 2021 im Notbetrieb unter Verkehr genommen werden. Die Oströhre in Fahrtrichtung Tübingen - die stärker beschädigt war - konnte am 16. September 2021 im Notbetrieb frei gegeben werden. Bis zur einspurigen Freigabe der Tunnelröhren erfolgte die Umleitung der B 27 über Gomaringen und Nehren.

Hinweis für die Redaktionen

Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Katrin Rochner, Pressesprecherin, Telefon: 07071 / 757-3131, gerne zur Verfügung.

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Dirk Abel
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