Pressemitteilung

B 30, Ortsumgehungen Enzisreute – Gaisbeuren

Bietergemeinschaft als Generalplaner beauftragt.

Das Foto zeigt eine Übersichtskarte bezüglich der B 30 Ortsumgehungen Enzisreute und Gaisbeuren

Übersichtskarte B 30 Ortsumgehungen Enzisreute und Gaisbeuren

Das Regierungspräsidium Tübingen hat nach Abschluss eines umfangreichen europaweiten Vergabeverfahrens die Planungsleistungen für die Projekte der Ortsumgehungen von Enzisreute und Gaisbeuren im Zuge der B 30 an die Ingenieurgesellschaft „SSF, BuP, KB, Inver“ in München vergeben. Die Bietergemeinschaft soll als Generalplaner die Planung bis zur Erlangung des Baurechts durchführen.

 

Ziel der beiden Projekte ist es, die Ortsdurchfahrten von Enzisreute und Gaisbeuren deutlich zu entlasten, Unfallrisiken und Umweltbelastungen zu mindern sowie die Verkehrssicherheit generell zu erhöhen. Zudem sollen Kapazitätsengpässe in diesem Bereich der B 30 abgebaut werden. Der betroffene Abschnitt mit einer Gesamtlänge von 9,2 Kilometer soll von zwei auf vier Fahrstreifen mit einer baulichen Trennung der Richtungsfahrbahnen ausgebaut werden.

 

Der weitere Planungsprozess gliedert sich in vier wesentliche Leistungsphasen: Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung. In einem ersten Schritt bearbeitet die Ingenieurgesellschaft die Grundlagenermittlung sowie die Vorplanung. Dabei werden alle realistisch in Frage kommende Trassenvarianten untersucht und abgewogen, inklusive Tunnel- und Brückenlösungen. Am Ende der Vorplanung in etwa drei bis vier Jahren steht die Entscheidung für eine Vorzugstrasse. Die folgenden zwei Planungsphasen können danach optional an die Bietergemeinschaft vergeben werden.

„Mit der Vergabe der Planungsleistungen für die Ortsumgehungen von Enzisreute und Gaisbeuren an der B 30 bündeln wir sämtliche Fachgutachten und Planungen unter dem Dach des Generalplaners. Dies ermöglicht es uns Kapazitäten im Regierungspräsidium verstärkt für die Planung und Umsetzung anderer Straßen- und Radwegprojekte, und insbesondere auch in der Straßen- und Brückenerhaltung, zu bündeln. Die Erhaltung unserer Infrastruktur ist eine große Zukunftsaufgabe,“ so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

 

Die Stadt Bad Waldsee unterstützt nachdrücklich die Umsetzung der beiden Projekte des Bedarfsplans und die damit einhergehende Entlastung der Ortsdurchfahrten von Enzisreute und Gaisbeuren im Zuge im B 30.

 

Oberbürgermeister Matthias Henne sagt: „Die Vergabe der Planungsleistungen für die nachhaltigen Ortsentlastungen in Enzisreute und Gaisbeuren ist ein Meilenstein, auf den die gesamte Region seit Jahrzehnten gewartet hat. Wir sind voller Zuversicht, dass mit diesem Schritt nun Tempo in dieses äußerst wichtige Vorhaben kommt. Die Beseitigung dieses „Flaschenhalses“ wird die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erheblich verbessern und gleichzeitig die Verkehrssicherheit, den Verkehrsfluss sowie die Infrastruktur nachhaltig stärken. Mit der Vergabe der Planungsleistungen ergibt sich die einmalige Chance, die dringend benötigten Maßnahmen effizient und zeitnah voranzutreiben. Wir sind begeistert über diesen bedeutenden Fortschritt und danken allen Beteiligten für ihr Engagement – insbesondere dem Regierungspräsidium Tübingen. Dieses Signal markiert den Beginn einer Entwicklung, die unsere Region nachhaltig positiv verändern wird.“

 

Hintergrundinformationen

Der Planungsauftrag der B 30 Ortsumgehungen Enzisreute und Gaisbeuren ergibt sich aus der Einstufung der Projekte im aktuellen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen. Im Regierungsbezirk Tübingen sind insgesamt 45 Bundesstraßenprojekte im Bedarfsplan 2016 enthalten. Der Bedarfsplan unterscheidet in die drei Kategorien Vordringlicher Bedarf, Weiterer Bedarf mit Planungsrecht und Weiterer Bedarf. Die Ortsumgehungen von Enzisreute und Gaisbeuren sind im Vordringlichen Bedarf. Insgesamt sind in dieser Kategorie im Regierungsbezirk Tübingen 31 Bundesstraßenprojekte mit einem Gesamtkostenvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro (Kostenstand 2016) verzeichnet.

Bei der Vergabe der kompletten Planungsleistungen an einen Generalplaner handelt es sich um einen neuen Ansatz, mit dem Ziel, die Planungskapazitäten im Regierungspräsidium noch stärker zu bündeln.

 

Die Baukosten für die Ortsumgehungen belaufen sich nach dem Kostenstand von 2014, der dem Bedarfsplan zugrunde liegt, auf rund 94 Millionen Euro. Die nun vergebenen Planungskosten für die Leistungsphasen 1 und 2 betragen rund 4,8 Millionen Euro und werden vom Land Baden-Württemberg finanziert.

 

Für weitere Informationen über das Projekt oder um Updates zu erhalten, besuchen Sie unsere Website unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpt/abt4/b-30-ortsumgehungen-enzisreute-gaisbeuren.

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