Pressemitteilung

Straßen- und Radwegebau im Regierungsbezirk Tübingen Bilanz 2021 und Ausblick 2022

Blick von oben auf die Baustelle B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen; rechts sieht man den Ortsteil Kiebingen

B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen

Bilanz 2021

Im Regierungsbezirk Tübingen wurden im vergangenen Jahr rund 100 Millionen Euro in die Straßeninfrastruktur des Bundes- und Landesstraßennetzes einschließlich Radwege investiert. Den Großteil der Ausgaben stellten mit einem Investitionsvolumen von rund 68 Millionen Euro wieder die Bundesstraßen dar. Die Investitionen in das Landesstraßennetz beliefen sich mit über 32 Millionen Euro auch weiterhin auf hohem Niveau.

„Auch im vergangenen Jahr konnten wir erneut hohe Beträge in die Straßen- und Radwegeinfrastruktur im Regierungsbezirk investieren. Ich danke allen Verantwortlichen im Bund und Land. Den Kolleginnen und Kollegen der Abteilung ‚Mobilität, Verkehr, Straßen‘ im Regierungspräsidium ist es gelungen, auch dank der Unterstützung der Landkreise, Städte und Gemeinden, die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel umzusetzen und somit die Qualität, die Leistungsfähigkeit und die Sicherheit unseres Straßen- und Radwegenetzes weiter zu verbessern“, lobte Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Ein Schwerpunkt der Investitionen lag auch im vergangenen Jahr wieder in der Erhaltung der Straßeninfrastruktur im Regierungsbezirk. So wurden im Jahr 2021 rund 62 Millionen Euro in 60 Fahrbahnerneuerungen und Bauwerkssanierungen investiert. Wichtige Erhaltungsschwerpunkte waren exemplarisch die Fahrbahndeckenerneuerung im Zuge der B 28 zwischen Tübingen und dem Anschluss Jettenburg für rund vier Millionen Euro, die grundhafte Sanierung der L 391 zwischen Grosselfingen und Rangendingen für rund 2,7 Millionen Euro und die Brückeninstandsetzung der B 311 über die Donau bei Sigmaringen für knapp 1,5 Millionen Euro. Hinzu kam eine Fülle von kleineren Erhaltungsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Erneuerung von Schutzplanken, Beschilderungen, Signalisierungen von Knotenpunkten sowie Felssicherungsmaßnahmen.

Neben der Erhaltung wurde aber auch in den Neu-, Um- und Ausbau der Straßeninfrastruktur investiert. Schwerpunkte waren die laufende Neubaumaßnahme der B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen mit knapp 16 Millionen Euro einschließlich dem Ausbau der Osttangente Rottenburg sowie der Neubau der B 311 zwischen Oberdischingen und Erbach-Dellmensingen, Querspange Erbach, mit über sechs Millionen Euro. Beträchtliche Ausgaben entfielen auch auf die inzwischen verlegte B 30 bei Ravensburg mit rund zwei Millionen Euro. Bei den Landesstraßen wurden im letzten Jahr rund drei Millionen Euro für den Neu-, Um- und Ausbau ausgegeben. Davon entfiel alleine knapp eine Million Euro auf den begonnenen Ausbau der L 333 zwischen den Wangener Ortsteilen Pflegelberg und Primisweiler.

Das Radwegenetz an Bundes- und Landesstraßen im Regierungsbezirk konnte für rund 4,5 Millionen Euro erweitert und verbessert werden. Zusätzlich zu diesen direkten Investitionen konnte das Regierungspräsidium im letzten Jahr noch Zuwendungen in Höhe von rund 12 Millionen Euro an Landkreise, Städte und Gemeinden für deren Straßen- und Radverkehrsinfrastruktur vergeben.

„Gerade in unserem stark ländlich geprägten Regierungsbezirk ist eine funktionierende Straßeninfrastruktur von zentraler Bedeutung für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger und für eine funktionierende Wirtschaft. Dank der bereitgestellten Haushaltsmittel ist es möglich, weiterhin nachhaltige Investitionen in unsere Straßeninfrastruktur zu tätigen. Durch die zahlreichen Baustellen entstehen wieder unvermeidbare Behinderungen, weshalb ich schon heute um Verständnis bei den Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern bitte“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Ausblick 2022

Im Jahr 2022 werden laufende Aus- und Neubauprojekte sowie Erhaltungsmaßnahmen fortgesetzt oder abgeschlossen. Neben der B 311 zwischen Oberdischingen und Erbach-Dellmensingen, Querspange Erbach, stellt der Neubau der B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen weiter einen Schwerpunkt der Investitionen dar. Nachdem im vergangenen Herbst bereits die ausgebaute Osttangente Rottenburg mit der ertüchtigten Neckarbrücke unter Verkehr genommen wurde, folgte am 1. April 2022 die Verkehrsfreigabe für die durchgehende B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen. Anschließend erfolgt im Zuge der Maßnahme noch der Umbau der L 385 am Knoten Rottenburg Ost sowie weitere Restarbeiten.

Weiter ist vorgesehen, auf den Bundes- und Landesstraßen etwa 110 Kilometer an Straßenbelägen zu erneuern und rund 20 Bauwerke in Stand zu setzen. So sind größere Fahrbahndeckenerneuerungen in diesem Jahr beispielsweise vorgesehen an der B 10 bei Ulm, der B 27 bei Hechingen, der B 30 bei Laupheim und der B 32 bei Sigmaringendorf; ferner beispielsweise an der Landesstraße L 268 von Scheer-Heudorf nach Langenenslingen-Wilflingen, der L 301 bei Seibranz (Stadt Bad Wurzach), der L 390 bei Rosenfeld-Heiligenzimmern oder der L 1208 zwischen Tübingen-Lustnau und Bebenhausen. Zu den Erhaltungsarbeiten an Bauwerken gehören beispielsweise die Brücke der B 32 über die Obere Argen in Wangen im Allgäu oder auch die Brücke der L 360 über den Mühlkanal bei Haigerloch.

Auch der Ausbau der Radinfrastruktur wird im Jahr 2022 weiter vorangetrieben. Es ist der Bau von Radwegen auf einer Gesamtlänge von knapp 18 Kilometern, darunter beispielsweise der Radweg entlang der L 333 zwischen den Wangener Ortsteilen Pflegelberg und Primisweiler vorgesehen. Weiter sollen im Jahr 2022 über eine Million Euro in den rund zwei Kilometer langen Lückenschluss der Radwegverbindung zwischen Herdwangen-Schönach und Owingen entlang der L 195 fließen.

Über die konkret anstehenden Baumaßnahmen im Jahr 2022 informiert das Regierungspräsidium Tübingen in gesonderten Pressemitteilungen.

Außerdem werden zahlreiche Planungen des Bundesverkehrswegeplans mit einem Gesamtvolumen von einer Milliarde Euro intensiv vorangebracht. Aktuelle Straßenplanungen im Regierungsbezirk Tübingen sind online unter: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpt/abt4/seiten/strassenplanung/ einsehbar.

Hintergrundinformationen:
Verglichen mit den Vorjahren ergibt sich für 2021 auf den ersten Blick ein Rückgang des Investitionsvolumens. Dies ist jedoch maßgeblich der Änderung von Zuständigkeiten für Autobahnen und weiteren Reformen zu Beginn des vergangenen Jahres geschuldet, mit der auch ein anteiliger Personalübergang einherging. Nachdem die Bundesautobahnen seit dem 01. Januar2021 nicht mehr in Auftragsverwaltung durch die Länder, sondern in Bundesverwaltung geführt werden, hat der Bund die alleinige Verantwortung für Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, vermögensmäßige Verwaltung und Finanzierung der Bundesautobahnen übernommen. Des Weiteren wurden bestimmte Aufgaben für die betriebliche Unterhaltung der Bundes- und Landesstraßen an die Mobilitätszentrale Baden-Württemberg übertragen, die seit Jahresbeginn vom Regierungspräsidium Tübingen ins Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg überführt wurde.

Das Regierungspräsidium Tübingen ist zuständig für die Verwaltung sowie Planung, Bau und Erhaltung von rund 3.400 Kilometern Bundes- und Landesstraßen einschließlich des zugehörigen Radwegenetzes. Die Abteilung „Mobilität, Verkehr, Straßen“ des Regierungspräsidiums Tübingen hat die Aufgabe, Entwicklungen zu einer Integrierten Mobilität regional zu steuern und zu koordinieren. Die Stärkung und Förderung von neuen Antriebsformen wie beispielsweise der Elektromobilität und Intelligenten Mobilität gehört zu den weiteren Aufgaben. Und sie berät und fördert die Kommunen bei der Umsetzung kommunaler Maßnahmen im Bereich der Straßeninfrastruktur, der Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sowie des öffentlichen Personennahverkehrs.

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Katrin Rochner, Pressesprecherin, Telefon: 07071/757-3131, gerne zur Verfügung.

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Dirk Abel
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