Spatenstich mit Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Oberbürgermeister Klaus Muttach und Weitere

Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Acher

In zwei Bauabschnitten soll der Hochwasserschutz entlang der Acher zwischen Bahnbrücke und Acherknie bei Gamshurst auf ein 100-jährliches Hochwasser angepasst werden. Dies geschieht mittels Profilaufweitung, Sohlvertiefung und Dammneubau entlang der L87.
Parallel dazu wird mittels diverser ökologischer Strukturverbesserungen eine Verbesserung des aquatischen Lebensraums angestrebt. Die voraussichtliche Bauzeit ist auf 3 Jahre angesetzt.

Kontakt

Projektleitung
Sven Nendzynski
Dienstsitz Offenburg
sven.nendzynski@rpf.bwl.de

 

Zahlen und Fakten

Baubeginn: November 2021
Geplante Fertigstellung: Ende 2024
Kosten: ca. 13.500.000 Euro

Termine

27.10.2021: Spatenstich mit Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Oberbürgermeister Klaus Muttach und Weitere

Informationen zum Projekt

Ausgangslage

Wie Voruntersuchungen nachgewiesen haben, entspricht der Schutzgrad der Acherdämme im Bereich zwischen der Bahnbrücke und dem Acherknie bei Gamshurst lediglich einem ca. 20-jährlichen Hochwasserabfluss. Höhere Wasserstände führen in der Folge zu Überflutungen von nahe gelegenen Gewerbe- und Siedlungsflächen. Auch wichtige Straßenverbindungen wie der Autobahnzubringer L87 sind davon betroffen. Darüber hinaus konnte aufgezeigt werden, dass die kanalartig ausgebaute Acher den guten ökologischen Zustand, wie ihn die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) fordert, nicht erreicht. Zwei große Abstürze im Planungsgebiet verhindern eine Durchwanderbarkeit für wassergebundene Lebewesen. Zudem fehlen abwechslungsreiche Ufer- und Sohlstrukturen. Für den Ausbau des oben genannten Abschnitts ist der Landesbetrieb Gewässer beim RP Freiburg zuständig, da die Acher ab der Bahnbrücke ein Gewässer erster Ordnung ist.


Ziel der Maßnahme

Ziel ist es den Hochwasserschutzgrad an der Acher auf ein 100-jährliches Ereignis auszubauen und gleichzeitig eine Verbesserung des aquatischen Lebensraums auf der gesamten Länge der Maßnahme zu erreichen.


Geplante Maßnahmen


Zur Erhöhung der Hochwassersicherheit wurden zahlreiche Maßnahmen an der Acher auf Realisierbarkeit und Wirksamkeit geprüft, unter anderem Dammerhöhungen und - rückverlegungen, Profilaufweitungen und Sohlvertiefungen. Die Gesamtmaßnahme ist in zwei verschiedene Abschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt von der Bahnbrücke bis zum Reitclub Achern ist eine in Fließrichtung linksseitige Profilaufweitung mit gleichzeitiger Sohlvertiefung geplant. Im zweiten Abschnitt vom Reitclub Achern bis zum Acherknie bei Gamshurst wird ein neuer Damm entlang der Landesstraße L87 errichtet, um die Überschwemmungsbereiche auf nicht besiedelte Gebiete zu verlagern.

Gleichzeitig mit den Maßnahmen des Hochwasserschutzes wird eine Verbesserung des ökologischen Gewässerlebensraumes angestrebt. Hierfür sollen im oberen Ausbauabschnitt die Abstürze in durchwanderbare Rampen umgestaltet, die vorhandenen Sohlpflasterungen zugunsten eines natürlichen Sohlsubstrates ersetzt und flache Bermen für Kraut- und Röhrichtbewuchs angelegt werden. Strömungslenkende Buhnen, der Einbau von Totholz und zahlreiche Fischunterstände ergänzen die ökologischen Strukturverbesserungen im unteren Abschnitt. Als erste „Vorwegmaßnahme“ fand im Vorjahr eine Umverlegung diverser Leitungen statt.

Die eigentliche Umbaumaßnahme wird im November 2021 mit dem ersten Baulos beginnen.