Murg zum Hochrhein

Lage des Natura 2000-Gebiets

Die Murg im Südschwarzwald durchfließt in ihrem Oberlauf eine offene, glazial überformte Tallandschaft. Südlich von Hottingen verengt sich das ausgedehnte Tal der sehr naturnahen Hauensteiner Murg zu einem engen Schluchttal (FFH 8413-341).

Auf einer Strecke von etwas über 20 Kilometer überwindet der Fluss vom Hochschwarzwald (983 Meter über Normal-Null) hinab zum Hochrheintal (284 Meter über Normal-Null) 700 Höhenmeter. Dies bedingt eine außerordentliche Vielfalt an Lebensräumen und Arten.

Übersichtskarte, (pdf, 743 KB)

Charakteristik

Auf 21 Teilflächen umfasst das 1395 Hektar große Natura 2000-Gebiet „Murg zum Hochrhein“ mindestens 19 zu schützende Lebensraumtypen (LRT) der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Von diesen nehmen die Berg-Mähwiesen und Mageren Flachland-Mähwiesen den größten Anteil ein. Doch auch die auf den silikatischen Gneisen der höheren Lagen ausgebildeten Artenreichen Borstgrasrasen, die Pfeifengraswiesen sowie die Auenwälder und Schlucht- und Hangmischwälder besitzen beachtliche Vorkommen. Erwähnenswert sind darüber hinaus die Moore verschiedenster Ausprägung im Gebiet, die ebenfalls FFH-Lebensraumtypen entsprechen.
 

Bisher sind sechs Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie für das Gebiet „Murg zum Hochrhein“ gemeldet: In einigen Waldbeständen wurde das Grüne Besenmoos kartiert. Die Fledermausarten Großes Mausohr, Wimper- und Bechsteinfledermaus nutzen das Areal unter anderem zur Nahrungssuche. Des Weiteren findet man in den Fließgewässern mit sehr guter Wasserqualität die Groppe und die Gelbbauchunke besiedelt vor allem im Südes des Gebiets um Bad Säckingen die Klein- und Kleinstgewässer. Im FFH wird darüber hinaus das Vorkommen von Rogers Goldhaarmoos und der Mopsfledermaus vermutet.

Kulturhistorische Bedeutung besitzen die für das Gebiet typischen Wuhren. Diese zur Wässerwiesenwirtschaft genutzten Zuleitungskanäle haben zugleich einen hohen landschaftsprägenden Charakter.

 

Eindrücke aus dem Natura 2000-Gebiet