Gauchachtalbrücke von unten fotografiert

B 31 - Ortsumfahrung Döggingen

Gesamtprojekt mit Bau der zweiten Gauchachtalbrücke

Aktueller Stand

Derzeit findet die Entwurfs- und Genehmigungsplanung statt. Die verwaltungsinternen Genehmigungsverfahren sind eingeleitet.

Außerdem befinden sich die öffentlichen Ausschreibungen der Arbeiten für die Gauchachtalbrücke in der Vorbereitung.

Pressemitteilung aus Februar 2021

Kontakt

Fachinformationen

Helmut Mayer
Projektleiter
helmut.mayer473@rpf.bwl.de

Zwei grüne Sprechblasen Öffentlichkeitsbeteiligung

oeffentlichkeitsbeteiligung@rpf.bwl.de

Zahlen und Fakten

Ortslage: Döggingen (Stadt Bräunlingen; Schwarzwald-Baar-Kreis), Unadingen (Stadt Löffingen; Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)
Projektstart: 2016
Baubeginn Brücke: voraussichtlich 2022
Bauzeit (voraussichtlich): bis 2028
Brückenlänge: 826 Meter
Bauherr und Eigentümer: Bundesrepublik Deutschland
Planung: Regierungspräsidium Freiburg
Tragsystem: Stahlverbund-Hohlkasten

Termine

Aktuell sind keine Termine geplant. Wir informieren Sie unter anderem an dieser Stelle über aktuelle Termine wie Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsbeteiligungen.

Zeichnung der Gauchachtalbrücke

Teilprojekte der Ortsumfahrung Döggingen (B 31)

Die zweite Gauchachtalbrücke ist ein Pilotprojekt des Bundes für Building Information Modeling (BIM) im Straßenbau

Teilprojekte der Gesamtmaßnahme an der B 31 sind:

  • die zweite Gauchachtalbrücke
  • der Lückenschluss Unadingen-Döggingen
  • ein Ersatzbauwerk Anschlussstelle Unadingen (Brücke)
  • und der Tunnel Döggingen (Nachrüstung)

Das Projekt

Ausgangslage

Im Zuge der B 31 wird auf den Gemarkungen Döggingen und Unadingen die zweite Gauchachtalbrücke geplant und gebaut. Es handelt sich um die Südbrücke über das Gauchachtal, die Nordbrücke wurde bereits realisiert und ist seit vielen Jahren unter Verkehr.

Die zweite Brücke verbessert die Verkehrssicherheit und erhöht die Leistungsfähigkeit der verkehrswichtigen B 31 zwischen Freiburg und Donaueschingen. Die Brücke ist das letzte noch fehlende Teilstück zur Fertigstellung der Ortsumfahrung Döggingen. Diese wurde 1991 planfestgestellt, die beiden Tunnelröhren und die erste Gauchachtalbrücke wurden 2001 dem Verkehr übergeben. Die neue Brücke soll ebenso wie die erste Gauchachtalbrücke als Stahlverbundbau hergestellt werden. Im äußeren Erscheinungsbild werden beide Brücken gleich sein.

Zusätzlich zum Neubau der rund 826 Meter langen Südbrücke müssen auch umfangreiche begleitende landschaftspflegerische Maßnahmen ausgeführt werden. Ebenso wird die B 31 auf einer Länge von rund 470 Meter von zwei auf vier Fahrstreifen einschl. Verziehung auf den westlich angrenzenden zweistreifigen Querschnitt ausgebaut.

Für das Gesamtprojekt wird ein Verkehrskonzept aufgestellt, um den baubedingten Veränderungen der unterschiedlichen Verkehrsströme und deren Auswirkungen gerecht zu werden.

Das Projekt ist im Rahmen des Stufenplanes Digitales Planen und Bauen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur eines der Pilotprojekte für Building Information Modeling (BIM) im Straßenbau.


Ziele der Maßnahme

Durch die Gesamtmaßnahme und den Bau der zweiten Brücke im Verlauf der verkehrswichtigen B 31 zwischen Freiburg und Donaueschingen sollen die Verkehrssicherheit verbessert und die Leistungsfähigkeit erhöht werden.


Geplante Maßnahmen

  • Bau der zweiten Gauchachtalbrücke, temporäre Verlängerung der Durchlässe für Mauchach und Gauchach
  • Begleitende landschaftspflegerische Maßnahmen
  • Ausbau der B 31 auf einer Länge von rund 470 Meter von zwei auf vier Fahrstreifen (westlich der Brücke)
  • Anpassung des Tunnelvorfeldes östlich der Brücke (Tunnelseite)
  • Neuplanung von Betriebs- und Behelfsausfahrt und Umfahrt am westlichen Widerlager der Brücke
  • Dreistreifiger Ausbau der B 31 auf ca. 1,050 Kilometer
  • Erneuerung der Betriebstechnik des Tunnels und der Betriebsgebäude; damit einhergehende Anpassung an die Verkehrsführung

Informationsvideo zur Gauchachtalbrücke (Stand: 2019)

 


Building Information Modeling

Informationen zu BIM – Building Information Modeling

Im Auftrag des Ministeriums für Verkehr des Landes Baden-Württemberg und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wird die zweite Gauchachtalbrücke als BIM-Pilotprojekt des Bundes umgesetzt.

Hierzu soll die Planung und Realisierung der Straßeninfrastrukturprojekte mit Hilfe von digitalen Tools strukturell verbessert werden. In diesem Sinne ist es beabsichtigt sämtliche Teilprojekte der Gesamtmaßnahme, wie Tunnel, Strecke und Brücke über die K 4972, über projektspezifische Anwendungsfälle in die BIM-Abwicklung einzubeziehen, so dass alle Teilprojekte untereinander koordiniert und kooperativ abgewickelt werden können.

Über die Einführung digitaler Methoden soll durch das Building Information Modeling (BIM) Baukostenüberschreitungen und Terminprobleme, wie sie bei einer Reihe von großen Bauprojekten in Deutschland aufgetreten sind, minimiert werden.

Die Einführung der BIM-Methode war vom BMVI in mehreren Stufen vorgesehen, um bis zum Jahr 2020 ein gemeinsames Verständnis aller am Bau Beteiligten zu erzeugen, Anforderungen klar zu formulieren und einen ausreichenden Zeithorizont zu schaffen, damit sich die öffentlichen Auftraggeber und die Privatwirtschaft darauf vorbereiten können. Ziel des Bundes ist die Anwendung der BIM-Methode bei allen neu zu planenden Projekten ab 2020.

Über das Pilotprojekt „Gauchachtalbrücke“ werden Erfahrungen bei der aktiven Anwendung der BIM-Methode gesammelt, die bundesweit in künftige Bearbeitungen von BIM-Projekten einfließen sollen. Die operative Zuständigkeit für das Projekt liegt beim Regierungspräsidium Freiburg.

Im BIM werden über vorhandene und neue Software-Programme die geometrischen und semantischen Informationen von Bauwerken, Bauteilen, Flächen etc. miteinander verknüpft und dargestellt. So wird die Gauchachtalbrücke im aktuellen Projekt nicht wie bisher üblich in einem CAD-System konstruiert, um zweidimensionale Pläne erzeugen zu können, sondern vollständig dreidimensional modelliert. Die einzelnen (Bau-)Teile dieses Modells werden zusätzlich mit Informationen versehen (Materialgüten, Kosten etc.)

Idealerweise erfolgt diese Modellierung im Gesamtprojekt nach einheitlichen Standards für alle beteiligten Sparten, so dass ein Zusammenführen der einzelnen Fachmodelle in einem sog. Koordinationsmodell Schnittstellen und Konflikte frühzeitig und vollständig sichtbar macht.

Wichtige Aspekte sind dabei die Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten in einem gemeinsamen Datenraum, die Definition leistungsfähiger Schnittstellen und die hohen Anforderungen, die an die Strukturen der Modellierung und der Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten zu stellen sind.

Ziele sind eine Qualitäts- und Effizienzsteigerung sowie Erhöhung von Termin- und Kostensicherheit durch eine transparentere Zusammenarbeit der Projektbeteiligten und eine durchgängigere Verwendung aller Daten im Projekt.

Die Vermittlung von Projektinhalten für extern Beteiligte und Interessierte wird durch die Möglichkeiten der Visualisierung von modellierten Fachplanungen ebenfalls wesentlich erleichtert.

Im Pilotprojekt Gauchachtalbrücke lag der Fokus in der bisherigen Entwurfsphase auf folgenden Themen:

  • modellierter Bauwerksentwurf,
  • BIM-koordinierte Bearbeitung Vermessung / Brücke / Straße,
  • Schnittstellen, Prüfung externer Leistungen, Planableitung für Genehmigungsunterlagen.

Im weiteren Projektverlauf wird angestrebt,

  • die Ausschreibungsvorbereitung aus den Modelldaten heraus zu unterstützen,
  • die BIM-koordinierte Bearbeitung auf weitere Sparten im Projekt auszuweiten sowie
  • in BIM Anwendungsfällen in der Bauausführung und -abrechnung Erfahrungen zu sammeln.

Weitere Informationen rund um das Thema BIM finden Sie auch auf den Seiten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur  und unter www.bim4infra.de.

Fachinformationen erhalten Sie auf Nachfrage auch bei der Projektleitung.