Tüllinger Berg

Lage des Natura 2000-Gebiets

Der Tüllinger Berg ist ein Beispiel für eine offene Kulturlandschaft mit einer vielfältigen und kleinräumig wechselnden Nutzungsstruktur, die die unterschiedlichen Standortverhältnisse wiederspiegeln. Es sind ausgedehnte Rebhänge vorhanden, angrenzend ein kleinräumig wechselndes Mosaik aus Mäh- und Obstbaumwiesen sowie Kleingärten. Stellenweise sind zusätzlich große zusammenhängende Ackerflächen vorhanden. Die Bergkuppe wird von Wald eingenommen.

Übersichtskarte, (pdf, 465 KB)

Charakteristik

Ornithologisch hat das Gebiet überregionale Bedeutung, insbesondere da hier das größte zusammenhängende Zaunammervorkommen Südbadens vorhanden ist. Außerdem sind gute Vorkommen der Gilde an Vogelarten vorhanden, die struktur- und altholzreiche Obstbaumwiesen bewohnen. Ein bezeichnender Vertreter dieser Artengruppe ist der Wendehals. In dem alt- und totholzreichen Buchenwald kommen höhlenbrütende Waldvogelarten wie der Schwarz-, Mittel- und Grauspecht sowie die horstbrütenden Arten Schwarzmilan und Baumfalke vor. Diese Arten nutzen das angrenzende Offenland zum Teil zur Nahrungssuche.

Aus vegetationskundlicher Sicht ist das Vorkommen von großen zusammenhängenden Grünlandbeständen von Bedeutung, insbesondere auf der Ostseite des Tüllinger Bergs und im Mattfeld. Sie werden überwiegend traditionell als Mähwiese bewirtschaftet. Bei den als Lebensraumtyp ausgewiesenen Beständen handelt es sich um artenreiche, trockenwarme Ausbildungen der Glatthaferwiese, die stellenweise auch Arten der Kalk-Magerrasen aufweisen. An wenigen Stellen auf der Westseite des Tüllinger Bergs sind auch größere Kalk-Magerrasen vorhanden.

Die Tongrube Rümmingen ist ein ehemaliges Tonabbaugebiet und stellt einen bedeutsamen Lebensraum für verschiedene Amphibienarten dar, insbesondere für die Gelbbauchunke.

 

Eindrücke aus dem Natura 2000-Gebiets