Blasiwald und Unterkrummen

Lage des Natura 2000-Gebiets

Das FFH-Gebiet „Blasiwald und Unterkummen“ (FFH-Nr. 8214-341) umfasst zwei Teilflächen: die am Schluchsee gelegene Teilfläche „Unterkrummen“ (ca. 12 Hektar) sowie die südlich davon gelegene Teilfläche „Blasiwald“ (ca. 340 Hektar); beide auf dem Gebiet der Gemeinde Schluchsee, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gelegen.

Das FFH-Gebiet gehört zum Naturpark „Südschwarzwald“ sowie zum Landschaftsschutzgebiets Hochschwarzwald - Bereich Feldberg, Friedenweiler und Schluchsee. Die Teilfläche Blasiwald gehört zum umfangreichen Vogelschutzgebiet „Südschwarzwald“.

Übersichtskarte, (pdf)

Ihre Ansprechpartner

Friederike Tribukait
0761 208-4136
friederike.tribukait@rpf.bwl.de

Gabriel Rösch
 0761 208-4148
gabriel.roesch@rpf.bwl.de

Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
Referat 56
79083 Freiburg i. Br.

Charakteristik

Extensiv genutzte Berg-Mähwiesen sind vor allem für das direkt am Schluchsee gelegene Teilgebiet Unterkrummen typisch. Das höher gelegene Blasiwald-Gebiet zeichnet sich durch großflächige, extensiv genutzte Weidfelder aus, in die Vermoorungen, Felsen, Lesesteinriegel sowie Wiesenbäche mit feuchten Hochstaudenfluren und Gehölze eingestreut sind. Die Waldrandbereiche und die angrenzenden Weidfelder mit artenreichen Borstgrasrasen und Heiden sind die Lebensräume des Zitronenzeisigs und der Ringdrossel. Das Braunkehlchen bevorzugt dagegen die feuchten, teilweise vermoorten Talwiesen.

Durch intensive Waldnutzung für die Glashütten entstanden im späten Mittelalter in Blasiwald große waldfreie Hochflächen, die seit Aufgabe der Glasbläserei als Wiesen oder Weiden genutzt werden.

Unser Ziel

Die das Gebiet heute prägenden artenreichen Borstgrasrasen beherbergen eine große Anzahl an seltenen und gefährdeten Arten wie Arnika, Wald-Läusekraut und Katzenpfötchen. Sie sind auf eine extensive Weidenutzung angewiesen. Die Erhaltung dieser einzigartigen Landschaft stellt eine große Herausforderung dar. Bei Nutzungsaufgabe oder zu geringer Beweidung unterliegt sie einer schnellen Wiederbewaldung (Sukzession). Nur gemeinsam mit den Landnutzern und einer ausreichenden Zahl an Weidetieren kann diese für den Hochschwarzwald typische Kulturlandschaft mit ihren landschaftsprägenden Lebensräumen - unser europäisches Kulturerbe - für die Zukunft erhalten werden.

Eindrücke aus dem Natura 2000-Gebiet