Blumberger Pforte und mittlere Wutach

Lage des Natura 2000-Gebiets

​Das FFH-Gebiet „Blumberger Pforte und mittlere Wutach“ (FFH-Nr. 8216-341) umfasst Teile des Süddeutschen Schichtstufenlands, sowie Teile des Wutachtals und liegt zwischen 400 Meter und 900 Meter über dem Meeresspiegel. Die Gesamtgröße beträgt 6.325 Hektar.

Wo heute Blumberg liegt, floss einst die Feldbergdonau (heute Wutach) im sogenannten Urdonautal, wodurch die „Pforte“ zwischen Eichberg im Norden und Buchberg im Süden entstand. Vor etwa 20.000 bis 70.000 Jahren wurde die Urdonau im rechten Winkel von der südlich entspringenden Ur-Wutach angezapft, sodass bei Blumberg das markante Wutachknie entstand und der neu entstandene Wasserlauf seither in den Rhein mündet.

Übersichtskarte, (pdf, 2,20 MB)

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Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
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Aktuelle Informationen

Der Managementplan für das FFH-Gebiet wird vom 7. Mai bis zum 25. Juni 2021 öffentlich ausgelegt. In dieser Zeit ist er im Internet auf den Seiten der LUBW einsehbar.

Stellungnahmen können bis einschließlich 25. Juni 2021 abgegeben werden.

Öffentliche Auslegung, (pdf, 4 MB)

 

Charakteristik

Im Gebiet treten vor allem Kalksteine und quartäre Ablagerungen auf. Die Gipfel von Eichberg und Buchberg bestehen aus Weißjura, an den steilen Hängen im Bereich des Braunjuras kommt es zu Rutschungen. An vielen Stellen im Muschelkalk, zum Beispiel in den Wutachflühen, finden sich Höhlen.
Insgesamt sind 67 Prozent der Fläche mit Wald bestockt. Neben den dominierenden Waldmeister-Buchenwäldern sind die Schlucht- und Hangmischwälder, die wärmeliebenden, orchideenreichen Buchenwälder sowie die Steppenheide-Komplexe mit eingelagerten Sonderstandorten (Felsen, Rutschungen) und vorgelagerten Säumen besonders wertvoll.

Im Offenland gibt es noch große Flächen mit blumenbunten Wiesen. In der Mehrzahl handelt es sich um Flachland-Mähwiesen, in geringerem Maß um Berg-Mähwiesen. Vor allem an steilen Hängen kommen Magerrasen mit teils guten Orchideenbeständen vor.

Das Fließgewässersystem der Wutach bietet Lebensraum für Wasserpflanzen, Groppen und Bachneunaugen und wird zum Teil von Auwäldern gesäumt. In den Kleingewässern der Auen fühlt sich die Gelbbauchunke wohl. Die zahlreichen Höhlen werden von Fledermäusen genutzt. In den lichten Wäldern wächst das Grüne Besenmoos und der Frauenschuh, an den Waldrändern und in Übergangsbereichen fliegen seltene Schmetterlingsarten wie das Glückswidderchen und der Gelbringfalter.

Eindrücke aus dem Natura 2000-Gebiet