Markgräfler Rheinebene Neuenburg bis Breisach

Lage des Natura 2000-Gebiets

Das Managementplangebiet „Markgräfler Rheinebene von Neuenburg bis Breisach“ umfasst 4.531 Hektar. Die Vogelschutzgebiete „Bremgarten“ und „Rheinniederung Neuenburg - Breisach“ überlagern sich in weiten Bereichen mit dem FFH-Gebiet (8111-341) „Markgräfler Rheinebene von Neuenburg bis Breisach“.

Das Gebiet liegt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und erstreckt sich im Oberrheingraben über die ehemalige Wildstromlandschaft des Rheins mit seinen großflächigen Trockenstandorten, einer Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten auf den Niederterrassen, dem angrenzenden Hochgestade und der flachen Rheinebene.

Übersichtskarte, (pdf, 2 MB)

 

Ihr Ansprechpartner

Gabriel Rösch
0761 208-4148
gabriel.roesch@rpf.bwl.de

Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
Referat 56
79083 Freiburg i. Br.

Charakteristik

Die sogenannte Trockenaue entstand durch die Grundwasserabsenkung nach der Tulla`schen Rheinkorrektur ab 1830. Der heutige Restrhein stellt einen bedeutenden Lebensraum für gefährdete Fisch- und Vogelarten dar. In der vielfältigen Landschaft sind artenreiche Wiesen, orchideenreiche Magerrasen, naturnahe Waldgesellschaften (z.T. ehemalige Eichen-Hainbuchen-Niederwälder), Kiesgruben und Kiesbänke, Gräben, Quelltöpfe und andere Auenelemente in enger Verzahnung vorhanden. Das FFH-Gebiet besteht zu 2.362 Hektar aus Offenland und zu 2.176 Hektar aus Wald.

Das Vogelschutzgebiet Rheinniederung Neuenburg-Breisach ist ein Rastgebiet von internationaler Bedeutung. Es ist eines der wichtigsten Brutgebiete für den Gänsesäger, die Kolbenente und den Orpheusspötter in Baden-Württemberg. Es beherbergt einen bedeutenden Teil des wichtigen Brutvorkommens des Eisvogels am Oberrhein. Nach Osten hin in die Rheinebene hinein schließt sich das Vogelschutzgebiet „Bremgarten“, auf den Flächen eines ehemaligen Militärflugplatzes, an. Großflächige mäßig gedüngte bis sehr magere Wiesen, sowie kleine Wälder, aufgelassene Kiesgruben mit offenen Kiesflächen, Pioniergesellschaften, Weidengebüsche und Ackerland kennzeichnen das Gebiet. Es handelt sich um eines der wichtigsten Wiesenbrütergebiete Baden-Württembergs mit Vorkommen von Kiebitzen und Wachteln, sowie in den Erweiterungsflächen des Vogelschutzgebiets der einzige Brutplatz des Triels in Baden-Württemberg. Aber auch der Orpheusspötter und die Grauammer, haben hier ihr Brutgebiet von landesweiter Bedeutung.

Eindrücke aus dem Natura 2000-Gebiet