Kandelwald, Roßkopf und Zartener Becken

Lage des Natura 2000-Gebiets

Das FFH-Gebiet 8013-342 besteht aus zahlreichen Teilgebieten, die sich mit einer Gesamtfläche von 2.232 Hektar in den Naturräumen Oberrheinisches Tiefland und Schwarzwald erstrecken. Die Flächen des Gebietes haben Anteil an den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen sowie am Stadtkreis Freiburg, das Areal erreicht eine Höhe von ca. 240 Meter bis 1.241 Meter über Normalnull.

Der mit 1.241 Meter hohe Kandel liegt im Randbereich des Schwarzwaldes. Durch den großen Höhenunterschied zur Oberrheinebene sowie dem Elz- und Glottertal ist das Bergmassiv prägend für das Landschaftsbild.

Übersichtskarte, (pdf, 600 KB)

Ihre Ansprechpartner

Claudia Leitz
0761 208-4150  
claudia.leitz@rpf.bwl.de

Gabriel Rösch
0761 208-4148
gabriel.roesch@rpf.bwl.de

Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
Referat 56
79083 Freiburg i. Br.

Charakteristik

Das FFH-Gebiet besteht überwiegend aus den Waldflächen beim Kandel, beim Nordabfall des Schauinslands zum Dreisamtal, beim Roßkopf sowie den weiteren Erhebungen in der Vorbergzone bei Freiburg. Im Gebiet sind Buchenwald-Lebensraumtypen verschiedener Ausprägungen wie Hainsimsen-, Waldmeister- und subalpiner Buchenwald zu finden. Auf Sonderstandorten sind Schlucht- und Hangmischwälder ausgebildet.

Die Wimperfledermaus hat ihre Wochenstuben in Gebäuden vor allem in Scheunen. Sie nutzt von ihren Quartieren von Freiburg aus die angrenzenden Waldbereiche als Nahrungshabitate. Auch die Wochenstuben des Großen Mausohrs sind in den Siedlungen in der Umgebung des FFH-Gebiets zu finden. Neben der Bechsteinfledermaus als Bewohner von Baumhöhlen in den Laubwäldern der tieferen Lagen kommt hier auch die Gelbbauchunke vor.

Prägender Bestandteil des Gebiets sind die Fließgewässersysteme von Glotter und Dreisam mit den Zuflüssen Brugga, Wagensteig- und Ibenbach. In den unteren Lagen des Dreisam-Fließgewässersystems kommt der Dohlenkrebs vor, während der Steinkrebs die Oberläufe besiedelt. Die Gewässer werden abschnittsweise von Auwäldern begleitet.

Auf dem waldfreien Kandelgipfel finden sich Borstgrasrasen und Bergmähwiesen sowie kleine Moorflächen, während in den Seitentälern des Schwarzwaldes (Föhrental, Atten-, Witten- und Eschbachtal sowie Offenlandflächen bei Oberried)  verstreut Weidfelder liegen, auf denen neben Rindern auch Schafe und Ziegen weiden. Im Zartener Becken zwischen Kirchzarten und Freiburg sind Flachlandmähwiesen ausgebildet, welche aufgrund von Nutzungsänderungen deutlich im Rückgang begriffen sind.

Insbesondere am Kandel gibt es mehrere imposante Felsbildungen, an denen sehr seltene Arten leben.

Unser Ziel

​Eine Aufgabe für das zukünftige Gebietsmanagement wird es sein, die im Gebiet ausgeübten Outdoor-Sportarten und die touristischen Nutzungen mit den naturschutzfachlichen Zielsetzungen in Einklang zu bringen.

Das FFH-Gebiet überlagert sich am Kandel mit dem Vogelschutzgebiet Mittlerer Schwarzwald, welches in einem gesonderten Managementplan zu einem späteren Zeitpunkt bearbeitet wird.

Im YouTube-Video über dieses Schutzgebiet erfahren Sie mehr.

​Naturfilm

Artenvielfalt im FFH-Schutzgebiet "Kandelwald, Roßkopf und Zartener Becken"

Eindrücke aus dem Natura 2000-Gebiet